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Prof. Dr.

Thomas Elbert

Wahljahr: 2009
Sektion: Psychologie und Kognitionswissenschaften
Stadt: Konstanz
Land: Deutschland
CV Thomas Elbert - Deutsch (pdf)

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Neuroplastizität, Neurorehabilitation, Tinnitus, Science of Social Stress

Thomas Elbert forscht zu methodischen Fragen, der Untersuchung von Selbstorganisation und Selbstregulation des Gehirns, sowie zu Verständnis der Neuroplastizität und deren Beziehungen zu Psychopathologie, insbesondere Erkrankungen des Traumaspektrums. Auf der Grundlage neuer Einsichten in Mechanismen der Neuroplastizität wurden in seinem Konstanzer Labor neue Behandlungsverfahren sowohl im Bereich der Neurorehabilitation wie der Psychotherapie entworfen und getestet.

Elbert ist Mitglied der Nichtregierungsorganisation „vivo“, deren Schwerpunkt im Bereich der Arbeit mit Überlebenden organisierter Gewalterfahrungen liegt. Gemeinsam mit seinen Kollegen Frank Neuner und Maggie Schauer entwickelte Elbert die Narrative Expositions-Therapie (NET), ein Kultur übergreifendes Behandlungsverfahren für das Spektrum seelischer Erkrankungen in Folge von traumatischem Stress, ein Verfahren, das sich auch bei Überlebenden organisierter Gewalt in Krisenregionen Afrikas und Asiens bewährt hat.

Werdegang

  • seit 1995 Professor für Klinische Psychologie und Neuropsychologie an der Universität Konstanz (bis 2003 Professor für Klinische Psychologie und Behavioural Neuroscience), Professor für Biomagnetismus und Biosignalanalyse, Universitätsklinikum Münster
  • 1990-1991 Associate Professor für Klinische Psychologie an der Universität Konstanz
  • 1987-1988 Gastprofessuren an der Pennsylvania State University und der Stanford University School of Medicine, USA
  • 1987-1989 Hochschulassistent an der Universität Tübingen
  • 1980 Habilitation an der Universität Tübingen
  • 1978 Promotion in Psychologie an der Universität Tübingen
  • 1975-1977 Studium der Psychologie an der Universität Tübingen
  • 1975 Diplom
  • 1969-1975 Studium der Psychologie und Physik an der Ludwig-Maximilians-Universität München

Projekte

  • seit 2006 Sprecher der DFG-Forschergruppe 751 „The Science of Social Stress“
  • seit 1998 Feldforschung in Konflikt- und Kriegsgebieten
  • 1992-1998 Sprecher der DFG-Schwerpunktinitiative „Mechanisms of associative learning”

Funktionen

  • seit 2006 Mitglied des Ausschusses für den Master of Advanced Studies in Psychotraumatology, Universität Zürich, Schweiz
  • seit 2006 Mitglied im Evaluations-Komitee der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich
  • seit 2003 Dekan an der Universität Konstanz
  • 2002-2006 Beiratsmitglied des Lurija Institute of Rehabilitation Science
  • seit 2001 Gründungsmitglied der Nichtregierungsorganisation „vivo“

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • 2016 Carl-Friedrich-von-Weizsäcker-Preis der Leopoldina und des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft
  • seit 2013 Mitglied der Hector Fellow Academy
  • 2010 Hector-Wissenschaftspreis
  • seit 2009 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 1994 Human Frontier Science Program
  • 1987 Forschungspreis der Max Kade Foundation, New York
  • 1984 Attempto-Preis für Neurowissenschaften
  • Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften

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