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Prof. Dr.

Gerd Walz

Wahljahr: 2009
Sektion: Innere Medizin und Dermatologie
Stadt: Freiburg (Br.)
Land: Deutschland
CV Gerd Walz - deutsch (pdf)

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Nierenerkrankungen, Zystenniere, Zilie, Signalwege, Immunologie

Der Mediziner Gerd Walz arbeitet auf dem Gebiet der Immunologie und Molekularbiologie. Er erforscht den Bereich der Nierenerkrankungen. Seit 1999 ist Gerd Walz am Universitätsklinikum Freiburg als Professor und Ärztlicher Direktor tätig. Gerd Walz beschäftigt sich mit der Pathogenese der polyzystischen Nierenerkrankung. Diese häufige genetische Erkrankung führt zu einer Zerstörung der Niere. Funktionsstörungen der Zilie, die sich auf nahezu allen Körperzellen nachweisen lässt, scheinen für die Bildung von Nierenzysten verantwortlich zu sein. Erst seit wenigen Jahren ist bekannt, dass wichtige entwicklungsbiologische Signalübertragungswege durch die Zilie reguliert werden.

Auf der Suche nach genetischen Ursachen der Zystenniere setzt der Mediziner als Modellorganismen Fadenwürmer, Frösche, Zebrafische, Mäuse und menschliche Zelllinien ein. Walz Arbeitsgruppe hat bisher rund 20 Gene identifiziert, die bei der Entstehung der Erkrankung eine Rolle spielen. Daraus ergeben sich Ansätze der Therapie. Das Protein mTOR ist bei Zystennieren vermehrt exprimiert. Im Tiermodell zeigte die Deaktivierung des Proteins einen positiven Therapieeffekt.

Werdegang

  • seit 1999 C4-Professor für Nephrologie am Universitätsklinikum Freiburg
  • seit 1999 Ärztlicher Direktor der Medizinischen Klinik IV am Universitätsklinikum Freiburg
  • 1995 - 1999 Attending Physician und Assistent Professor of Medicine, Harvard Medical School, Boston, USA
  • 1992 - 1995 Facharztausbildung an der Harvard Medical School, Boston, USA
  • 1992 Habilitation an der Freien Universität Berlin
  • 1987 - 1992 Postdoktorand an der Harvard Medical School, Boston, USA
  • 1984 Promotion an der Freien Universität Berlin
  • 1983 - 1987 Assistenzarzt an der Medizinischen Fakultät der Freien Universität Berlin
  • 1976 - 1983 Studium der Medizin an der Freien Universität Berlin und der Universität Tübingen

Funktionen

  • seit 2006 Academic Consultant, Nephrology Institute, Changzheng Medical University, Shanghai, China

Projekte

  • seit 2015 DFG-Projekt, Sonderforschungsbereich „Nierenerkrankungen - vom Gen zum Mechanismus“
  • seit 2015 DFG-Projekt, Sonderforschungsbereich „Die Bedeutung des Anks6-Nephronophthise- Moduls in Embryogenese und Homöostase“
  • seit 2014 DFG-Projekt, Sonderforschungsbereich „Kontrolle der Zellwanderung als Antwort auf Verletzung durch das Tumor-assoziierte Adhäsionsmolekül“
  • seit 2008 Sprecher des DFG-Projekts, Klinische Forschergruppe „Polycystic Kidney Disease - from Model Organisms to Novel Therapies“
  • 2008 - 2015 DFG-Projekt, Klinische Forschergruppe „Regulation of ciliogenesis and ciliary disassembly by nephrocystins”
  • 2007 - 2017 DFG-Projekt, Exzellenzcluster „BIOSS Zentrum für Biologische Signalstudien - von der Analyse zur Synthese“
  • seit 2007 DFG-Projekt, Sonderforschungsbereich „Die Rolle von Forminen als nachgeschaltete Effektoren von Nephrocystinen“
  • 2006 - 2017 DFG-Projekt, Graduiertenschule „Spemann Graduiertenschule für Biologie und Medizin“
  • 2001 - 2012 DFG-Projekt, Sonderforschungsbereich „Die Bedeutung der planaren Zellpolarität für die Nierenentwicklung“

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • 2011 Lilian Jean Kaplan International Prize for Advancement in the Understanding of Polycystic Kidney Disease
  • seit 2009 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 2008 Ernst Jung-Preis, Medizin
  • 1991 Special Fellowship, Leukemia Society America, USA
  • 1989 Transplantation Award, ASTP

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