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Prof. Dr.

Bernhard Eitel

Wahljahr: 2010
Sektion: Geowissenschaften
Stadt: Heidelberg
Land: Deutschland
CV Bernhard Eitel - Deutsch (pdf)

Forschung

Geomorphologie, Bodengeographie, Geoökologie, Trockengebietsforschung, Quartärforschung, Geoarchäologie

Bernhard Eitel befasst sich mit Fragen der Geomorphologie, etwa der Reliefentwicklung und dem Stofftransport in Trockengebieten, und der Bodengeographie, die unter anderem die Verbreitung und Nutzung von Böden untersucht und Böden auch als geoökologische bzw. umweltgeschichtliche Archive betrachtet. In besonderem Fokus steht die Untersuchung von Mensch-Umwelt-Wechselwirkungen im Holozän, also der letzten ca. 11.600 Jahre bis heute und damit die Zusammenarbeit mit Archäologen ebenso wie mit Umweltplanern.

Zu den Forschungsschwerpunkten von Bernhard Eitel gehört die naturwissenschaftliche Untersuchung der Wechselwirkungen von Mensch und Umwelt. Dabei werden erdgeschichtliches und historisches Erbe von Landschaften erfasst und im Sinne eines Ökosystems modelliert. Seine wissenschaftlichen Fragestellungen reichen von Themen der Landschafts- und Umweltentwicklung über die Erforschung besonders von Trockengebieten (mit Fokus auf den besonders umweltsensitiven Wüstenrandgebieten) bis hin zur Geoarchäologie. Damit widmet er sich komplexen Fragestellungen, die in Zusammenarbeit von Natur- und Geisteswissenschaften adressiert werden.

Bernhard Eitel gilt als wissenschaftlicher Brückenbauer zwischen den Disziplinen. Regional erstreckt sich sein wissenschaftliches Interesse neben geomorphologisch-bodenkundlichen und geoarchäologischen Arbeiten in Mittel und Südeuropa von den Trockengebieten der südamerikanischen Anden über Afrika und die chinesischen Trockengebiete bis in die Arktis.

Werdegang

  • seit 2007 Rektor der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
  • seit 2001 Professor für Physische Geographie und Direktor des Geographischen Instituts der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
  • 1995-2001 Professor für Physische Geographie an der Universität Passau
  • 1994 Habilitation am Geographischen Institut der Universität Stuttgart
  • 1989-1995 Akademischer Rat am Geographischen Institut der Universität Stuttgart
  • 1989 Wissenschaftlicher Angestellter am Geographischen Institut der Universität Stuttgart
  • 1989 Promotion am Geographischen Institut der Universität Stuttgart
  • 1986-1989 Wissenschaftlicher Angestellter am Institut für Geographie und Geoökologie der Universität Karlsruhe (heute KIT)
  • 1986 Staatsexamen in Geographie und Germanistik

Funktionen

(Auswahl)

  • 2012-2014 Erster Vorsitzender der Universitätengruppe German U15
  • 2009-2015 Mitglied im Kuratorium der Hertie School of Governance Berlin  
  • seit 2008 Mitglied im Aufsichtsrat des Universitätsklinikums Mannheim
  • seit 2007 Mitglied im Kuratorium der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg
  • seit 2007 Mitglied im Kuratorium des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg (DKFZ in der Helmholtz-Gemeinschaft)
  • seit 2007 Stv. Aufsichtsratsvorsitzender im Universitätsklinikum Heidelberg
  • 2006-2007 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Arbeitskreises Geomorphologie in der Deutschen Gesellschaft für Geographie
  • 2005 Mitglied in der Kommission des Landes Niedersachsen zur Forschungsevaluation im Fach Geographie an den Hochschulen Niedersachsens
  • 2004-2009 Mitglied der UNESCO-IGCP 500 Management Group “Westerlies and Monsoons: impacts of Climate Change and Variability on Dryland Environments, Hydrology and People“
  • 2002-2007 Mitglied der Executive Commission of the International Association of Geomorphologists (IAG) - Working Group on „Interaction between Fluvial, Aeolian and Lacustrine Processes in Arid Regions“
  • 2002-2007 Mitglied des Vorstands der Geo-Union (Alfred Wegener Stiftung) als Vertreter des Verbands der Geographen an deutschen Hochschulen (VGdH)
  • 2002-2006 Erster Vorsitzender des AK Geomorphologie in der Deutschen Gesellschaft für Geographie

Projekte

(Auswahl)

  • seit 2007 u.a. Umsetzung des Zukunftskonzepts (Dritte Säule der Exzellenzinitiative, DFG) der Universität Heidelberg „Realizing the Potential of a Comprehensive University“ (zweite Phase seit 2012)
  • seit 2007 zahlreiche Infrastruktur- und (inter-)nationale wissenschaftliche Kooperationsprojekte zwischen der Universität Heidelberg und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, u.a. koordinierend in HeKKSaGOn (dt.-japan. Kooperationen), EU/EIT-KiC InnoLife
  • 2005-2007 Leiter des BMBF-Verbundprojekts „Dryland Megacity Urumqi: Managing Interconnected Sensitive Cycles“
  • 2002-2015 diverse DFG-Projekte zu Umweltgeschichte und Geoarchäologie in Peru
  • 1999-2001 DFG-Projekt zur Deglaziationsgeschichte Nord-Spitzbergens und Mitglied der geowissenschaftlichen Spitzbergenexpedition SPE99
  • 1991-2007 diverse DFG-Projekte zu Geomorphologie, Bodengeographie und Umweltentwicklung im südwestlichen Afrika

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

(Auswahl)

  • 2011 Commandeur im Ordre des Palmes Académiques der Republik Frankreich für besondere Verdienste um das französische Bildungswesen
  • seit 2010 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • seit 2009 Korrespondierendes Mitglied des Deutschen Archäologischen Institutes (DAI)
  • seit 2008 Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften acatech

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