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Prof. Dr.

Karl Welte

Wahljahr: 2010
Sektion: Gynäkologie und Pädiatrie
Stadt: Hannover
Land: Deutschland

Forschung

Karl Welte war zusammen mit Hansjörg Riehm in den 1970er Jahren an der Etablierung der BFM-Studie zur Behandlung von Kindern mit akuter lymphoblastischer Leukämie beteiligt. Als Direktor der Abteilung Pädiatrische Hämatologie und Onkologie der Medizinischen Hochschule Hannover zwischen 1996 und 2008 war Welte verantwortlich für die Behandlung von Kindern mit hämatologischen und malignen Erkrankungen und führte mehrere Therapieoptimierungsstudien sowie Phase-III-Studien mit Zytokinen, z. B. G-CSF, durch. Seine Hauptinteressengebiete sind die Zytokinbiologie und die klinische Anwendung von Zytokinen ( G-CSF). Als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Memorial Sloan-Kettering Cancer Center in New York (NY, USA) zwischen 1981 und 1987 war er der Erste, der 1982 humanes Interleukin-2 und 1984 menschliches G-CSF biochemisch aufreinigte und charakterisierte.

Welte war dort zudem der Erste, der vorklinische Invivo- Studien in Primaten und zusammen mit Janice Gabrilove klinische Phase-I/ II-Studien mit rekombinantem G-CSF durchführte. Er war der Erste, der G-CSF für die Behandlung von Kindern mit kongenitaler Neutropenie 1987 in New York und 1988 in Europa einsetzte. 1994 gründete er zusammen mit David C. Dale (Seattle, WA, USA), das Internationale Register für schwere chronische Neutropenien (SCNIR).

In Hannover ist er Gründer und Sprecher des DFG-Sonderforschungsbereiches 566 „Zytokinrezeptoren- und zytokinabhängige Signalwege“ sowie Leiter des German Network on Congenital Bone Marrow Failure Syndromes. Zusammen mit Christoph Klein war Welte in den letzten fünf Jahren maßgeblich an der Entdeckung von Genmutationen bei Patienten mit kongenitalen Neutropenien beteiligt. Seit 2008 hat Welte eine Niedersachsenprofessur – Forschung 65plus inne und ist Direktor der Abteilung Molekulare Hämatopoese.

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