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Prof. Dr.

Bernhard Fleischer

Wahljahr: 1995
Sektion: Mikrobiologie und Immunologie
Stadt: Hamburg
Land: Deutschland
CV Bernhard Fleischer - Deutsch (pdf)

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Superantigene, Lymphozyten, Immunabwehr, tropische Infektionserreger, Epidemiologie

Bernhard Fleischer ist ein deutscher Mediziner, Parasitologe und Immunologe. Er ist Leiter des Nationalen Referenzzentrums für tropische Infektionserreger am Bernhard-Nocht-Institut in Hamburg. Seine Schwerpunkte liegen in der zellulären Immunologie und medizinischen Mikrobiologie mit besonderem Fokus auf sogenannte Superantigene, die er Ende der 1980er Jahre als einer der Ersten beschrieb.

Bernhard Fleischer hat sich durch Entdeckungen auf dem Gebiet der zellulären Immunologie ausgezeichnet. Einer seiner wichtigsten Beiträge war die Aufklärung des Wirkungsmechanismus der so genannten Superantigene Ende der 1980er Jahre. Diese hauptsächlich von Bakterien gebildeten Moleküle wirken toxisch auf unser Immunsystem und werden mit einer Reihe tödlicher Krankheiten wie dem toxischen Schocksyndrom mit nachfolgendem Multiorganversagen und diversen Lebensmittelvergiftungen in Verbindung gebracht. Der Name „Super-Antigene“ beschreibt die Eigenschaft der Moleküle, wie Antigene eine Immunreaktion auszulösen. Dabei reichen schon wenige Moleküle aus, um eine „super“-starke Stimulation derjenigen weißen Blutzellen auszulösen, die für die erworbene Immunantwort zuständig sind, die so genannten T-Lymphozyten oder kurz T-Zellen.

Auch der Analyse der Funktion und Spezifität dieser T-Lymphozyten bei Infektionen und Autoimmunerkrankungen widmete sich Fleischer in seinen Forschungen, ebenso wie der Beschreibung neuer Signalwege in T-Lymphozyten und der Immunantwort gegen tropische Parasiten.

Werdegang

  • seit 2008 Mitglied im Vorstand des Bernhard-Nocht Instituts für Tropenmedizin und Leitung der Sektion Immunologie
  • seit 2002 Direktor des Instituts für Immunologie am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
  • seit 2002 Leitung des Nationalen Referenzzentrums für tropische Infektionserreger am Bernhard-Nocht-Institut in Hamburg
  • 1996 - 2007 Direktor des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin in Hamburg
  • seit 1993 Professor für Tropenmedizin und Immunologie an der Universität Hamburg
  • 1990  Facharzt für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie
  • 1987  Professur an der Universität Mainz
  • 1986  Professur an der Universität Ulm
  • 1985  Habilitation an der Universität Gießen
  • 1977  Promotion an der Universität Gießen
  • 1970 - 76 Studium  der Humanmedizin an den Universitäten Hamburg und Gießen

Projekte

  • 2006 - 2009 Leiter des DFG SFB 470 Teilprojekts „Molekulare Interaktion von Siglecs mit sialylierten Liganden auf Trypanosoma cruzi und deren Bedeutung für die Regulation der Immunabwehr (C11)“
  • 2004 - 2018 Antragsteller des DFG-Projekts „Analyse der regulatorischen Funktion von CD83 auf B-Lymphozyten“
  • 1996 - 2000 Antragsteller des DFG- Schwerpunktprogramms „Induktion und Aufrechterhaltung der Wirt-Zell-Proliferation durch die intrazellulären Parasiten Theileria annulata und Theileria parva“
  • 1979 - 2004 Leiter des DFG SFB 545 Teilprojekts „Alternative Aktivierung von T-Lymphozyten (B 8)“

Funktionen

  • 2012 - 14 Vorsitzender und seit 2005 Mitglied des Auswahlausschusses zur Vergabe von Georg Forster-Forschungspreisen und -stipendien der Alexander-von-Humboldt-Stiftung
  • Kuratoriums-Mitglied der Werner-Otto-Stiftung

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • seit 2009 Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Hamburg
  • 1997 Aronson-Preis des Landes Berlin für herausragende Leistungen in der Mikrobiologie und Immunologie
  • seit 1995  Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 1993  Robert Koch-Förderpreis der Universität Clausthal-Zellerfeld
  • seit 1992 Auswärtiges Mitglied der Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt von 1754
  • 1992  Hauptpreis der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie
  • 1990  Preisträger „Medizinische Grundlagenforschung“ der GlaxoSmithKline Stiftung
  • 1990  Wissenschaftspreis für Medizinische Grundlagenforschung der Stiftung Knochenmark- und Stammzellspende Deutschland
  • 1986  Arthur Pappenheim-Preis der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie
  • 1983  Förderpreis der Deutschen Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie

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