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Prof. Dr.

Wolfgang A. Herrmann

Wahljahr: 1995
Sektion: Chemie
Stadt: München
Land: Deutschland
CV Wolfgang A. Herrmann - PDF (Deutsch)
CV Wolfgang A. Herrmann - PDF (English)

Forschung

Wolfgang A. Herrmann, der 1985 als Nachfolger von E. O. Fischer den Lehrstuhl für Anorganische Chemie an der Technischen Universität München übernahm und seit 1995 außerdem Präsident der TU München ist, hat sich durch zahlreiche bedeutende wissenschaftlichen Beiträge zum Gebiet der metallorganischen Chemie, insbesondere der homogenen Katalyse, ausgezeichnet. Mit der Erforschung von Methyltrioxorhenium(VII) (MTO) bezüglich seiner Reaktionschemie und der damit verbundene Entwicklung eines industriell einsetzbaren Katalysators legte Herrmann den Grundstein für die Entwicklung einer neuen Klasse von hoch-oxidierten metallorganischen Verbindungen, die heute in einem breiten Spektrum von katalytischen Reaktionen Anwendung finden. Bekannt ist Herrmann auch durch seine umfangreichen Untersuchungen zu Übergangsmetallkomplexen N-heterocyclischer Carbene (NHCs), womit er wesentlich zur Eröffnung eines neuen Kapitels der metallorganischen, homogenen Katalyse beitrug. Heute werden NHC-Komplexe als Katalysatoren in vielen wichtigen Reaktionen, wie z.B. Olefin-Epoxidierungen, Hydrierungen, Hydrosilylierungen und C–C-Kupplungsreaktionen, eingesetzt.

Werdegang

  • seit 1995 Präsident der Technischen Universität München
  • 1985 Lehrstuhl an der Technischen Universität München (Nachfolge Prof. Dr. Dr. h.c. mult. E.O. Fischer)
  • 1982 Lehrstuhl für Anorganische Chemie, J. W. Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • 1979 Extraordinarius an der Universität Regensburg
  • 1978 Habilitation an der Universität Regensburg ("Organometall-Synthesen mit Diazoalkanen") und venia legendi für das Fach Chemie
  • 1973 Dissertation (Dr.rer.nat.) bei Prof. Henri Brunner, Universität Regensburg (Optisch aktive Übergangsmetalle mit quadratisch-pyramidalen Molekülstrukturen)
  • 1967-1971 Chemiestudium an der Technischen Universität München als Stipendiat der Bischöflichen Studienstiftung Cusanuswerk

Funktionen

  • seit 2010 Mitglied des Zukunftsrates der Bayerischen Staatsregierung
  • 2008-2014 Mitglied des Verwaltungsrats des European Institute of Innovation and Technology (EIT)
  • seit 2007 Mitglied des internationalen Beirats der King Abdullah University of Science and Engineering (KAUST) Saudi-Arabien
  • 2004-2005 Gründungsvorsitzender der Universität Bayern e.V.
  • 2002-2004 Vorsitzender der Bayerischen Rektorenkonferenz
  • 1998-2014 Vorsitzender des Verwaltungsrats, Deutsches Museum, München

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • 2012 Bayerischer Maximiliansorden für Wissenschaft und Kunst
  • 2012 Präsident des Jahres 2012 (Deutscher Hochschulverband)
  • 2011 Mitglied der Royal Swedish Academy of Engineering Sciences
  • 2010 Goldene Bürgermedaille der Universitätsstadt Freising
  • 2009 Hochschulmanager des Jahres 2009 (Financial Times Deutschland, Centrum für Hochschulentwicklung)
  • 2007 Bayerischer Verdienstorden
  • 2005 Bayerische Verfassungsmedaille
  • 2004 ACS Award in Organometallic Chemistry
  • 2000 Ordre d’Honneur des französischen Staatspräsidenten
  • 1997 Bundesverdienstkreuz am Bande
  • 1995 Wilhelm Klemm-Preis der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GdCh)
  • 1991 Max-Planck-Forschungspreis
  • 1990-2009 11 Ehrendoktorwürden
  • 1987 Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft

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