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Prof. Dr.

Stefan Jentsch

Wahljahr: 1998
Sektion: Biochemie und Biophysik
Stadt: Martinsried
Land: Deutschland

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Biochemie, Ubiquitin, Proteinabbau, Hefezellen, Genetik

Stefan Jentsch war ein deutscher Biologe und Biochemiker. Er erforschte unter anderem, wie Proteine in Zellen abgebaut werden und welche Gene diese Prozesse steuern. Ein wichtiger Modellorganismus war dabei die Hefezelle.

Stefan Jentsch beschäftigte sich vor allem mit dem zelleigenen Proteinmolekül Ubiquitin, das in allen Zellen mit Zellkern zu finden ist. Das Protein verändert die Eigenschaften anderer Proteine, an die es reversibel gebunden wird. So spielt Ubiquitin eine entscheidende Rolle beim Proteinauf- und -abbau und reguliert damit den so genannten Zellzyklus mit Teilung und Wachstum.

Jentsch erkannte die Bedeutung der Forschung an Ubiquitin für sein Fach, insbesondere auch für die medizinische Forschung. Zum ersten Mal in ihrer langjährigen Geschichte verlieh die Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie ihre wichtigste Auszeichnung für Grundlagenforschung, die Otto-Warburg-Medaille, posthum – als Würdigung von Stefan Jentschs herausragender Lebensleistung.

Werdegang

  • 1998-2016 Direktor am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried
  • 1993-1998 Professur für Zellbiologie am Zentrum für Molekulare Biologie (ZMBH) der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
  • 1988-1993 Leiter einer selbständigen Nachwuchsgruppe am Friedrich-Miescher-Laboratorium der Max-Planck-Gesellschaft, Tübingen
  • 1983-1987 Postdoktorand an das Massachusetts Institute of Technology (MIT), Cambridge, USA
  • 1983 Promotion
  • 1979 Forschungstätigkeit am Max-Planck-Institut für molekulare Genetik in Berlin
  • 1979 Diplom im Fach Biologie an der Freien Universität Berlin
  • 1975-1981 Medizinstudium, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • 2017 (posthum) Otto-Warburg-Medaille der Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie
  • 2013 Fellow der American Association for the Advancement of Science
  • 2011 Louis Jeantet-Preis für Medizin
  • 2006 Ehrenprofessur der Fudan-Universität Shanghai, China
  • 2003 Max Planck-Forschungspreis
  • 1996 Otto Bayer-Preis
  • seit 1993 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 1993 Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft
  • 1992 Otto Klung-Preis

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