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Prof. Dr.

Monika Henzinger

Wahljahr: 2014
Sektion: Informationswissenschaften
Stadt: Wien
Land: Österreich
CV Monika Henzinger - Deutsch (pdf)

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Algorithmen, Algorithmische Spieltheorie, Datenstrukturen, Suchmaschinen

Monika Henzinger ist Informatikerin. Sie entwickelt und erforscht Algorithmen für Computer, insbesondere Optimierungs‐ und Graphalgorithmen. Außerdem beschäftigt sie sich mit der algorithmischen Spieltheorie und der computergestützten Verifikation.

Ein Computer braucht für jeden Rechenvorgang, für jede Aufgabe, die er erledigen soll, einen Algorithmus – eine Handlungsanweisung zur Lösung eines Problems. Ein Algorithmus setzt sich aus vielen Einzelschritten zusammen. Jeder Schritt führt zu einem bestimmten nächsten Schritt. Mit Graphen wiederum wird das Verhältnis zwischen Daten modelliert. Graphalgorithmen spielen in sozialen Netzwerken eine große Rolle, da über Graphen Verbindungen hergestellt werden. Diese verändern sich in sozialen Netzwerken aber ständig, und dadurch verändern sich auch ständig die Graphen. Ein Algorithmus muss aber trotzdem eine Suchanfrage, zum Beispiel nach einer bestimmten Nutzergruppe innerhalb des Netzwerks, fehlerfrei und schnell lösen. Monika Henzinger entwickelt Graphalgorithmen, aber auch Algorithmen für computergestütztes Suchen nach komplexen Inhalten (Information Retrieval) und Web-Data Mining. Beim Data Mining werden in großen Datenmengen neue Querverbindungen gesucht.

In weiteren Forschungsarbeiten beschäftigt sie sich mit Werbung im Internet, speziell mit sogenannten Sponsored Search-Auktionen. Mit diesen Auktionen wird bei jeder Suchanfrage bestimmt, welche Werbung zusammen mit den Suchergebnissen dem Benutzer angezeigt wird. Um optimale Strategien für Anbieter zu entwickeln, analysieren Monika Henzinger und ihr Team neue Auktionen für Suchmaschinen.

Monika Henzinger will mit ihrer Forschung Algorithmen entwickeln, die schnell und speicherplatzsparend arbeiten. Sie will dadurch auch dazu beitragen, dass Computer weniger Strom und weniger Rohstoffe verbrauchen. In ihrer Zeit bei Google war sie für die Algorithmen der Suchmaschine verantwortlich, hat diese immer wieder optimiert und hat damit den Aufstieg der Suchmaschine mitgeprägt.

Werdegang

  • 2009-2011 Professorin für Informatik, Fakultät für Informatik der Universität Wien und Leiterin der Forschungsgruppe „Theorie und Anwendung von Algorithmen“
  • 2005-2009 Professorin für Informatik an der Ecole Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL), Lausanne, Schweiz
  • 2000-2004 Director of Research, Google Inc., USA
  • 1999 Professorin für Informatik, Universität des Saarlandes
  • 1996-1999 Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Systems Research Center der Digital Equipment Corporation, Palo Alto, CA, USA
  • 1993-1996 Assistenzprofessorin für Informatik, Fakultät für Informatik der Cornell University, Ithaca, NY, USA
  • 1993 Postdoc, NEC Research Center, Princeton, NJ, USA
  • 1989-1993 Promotion in Informatik, Princeton University, NJ, USA
  • 1989 Diplom in Informatik an der Universität des Saarlandes

Projekte

  • 2014-2019 Principal Investigator: ERC Advanced Grant
  • 2012-2016 Partner: MULTIPLEX: Foundational Research on Multilevel Complex Networks and Systems
  • 2011-2015 Co‐Investigator: Modern Graph Algorithmic Techniques in Formal Verification, in Kooperation mit Krishnendu Chatterjee / IST Austria
  • 2011-2014 Mitglied des Doktoratskollegs Computational Optimization
  • 2011-2014 Sprecherin des Doktoratskollegs Vienna Graduate School in Computational Science
  • 2010-2015 Principal Investigator: Challenges in Sponsored Search Auctions

Funktionen

  • seit 2014 Mitglied im President's Science and Technology Advisory Council der Europäischen Kommission
  • seit 2012 Herausgeberin der Reihe Monographs in Theoretical Computer Science der European Association for Theoretical Computer Science (EATCS)
  • seit 2011 Mitglied im EACTS Council
  • 2011-2014 Mitglied im “von Neumann Medal Award Committee” des Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE)
  • 2010-2014 Mitglied der Jungen Kurie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
  • 2010-2014 Mitglied im Kanellakis Award Committee der Association for Computing Machinery (ACM), 2013 Vorsitzende
  • 2010-2013 Mitglied im Presburger Award Committee der European Association for Theoretical Computer Science (EATCS), 2013 Vorsitzende
  • 2009-2013 Mitglied im Editorial Board von Research Highlights of the Communications (ACM)
  • seit 2008 Mitglied im Hochschulrat der Technischen Universität München

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • seit 2017 Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
  • seit 2014 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 2014 Fellow der European Association of Theoretical Computer Science (EATCS)
  • seit 2014 Korrespondierendes Mitglied der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Klasse der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
  • seit 2013 Mitglied der Academia Europaea
  • 2013 Ehrendoktorwürde der Technischen Universität Dortmund
  • 2013 ERC Advanced Grant des Europäischen Forschungsrats
  • 2011 Google Research Award
  • 2004 European Young Investigator Award
  • 2001 Top 25 Women on the Web Award
  • 1997 Best Paper Award at the ACM Symposium on Operating Systems Principles
  • 1995 National Science Foundation (NSF) CAREER Award
  • 1992 Wallace Memorial Graduate Fellowship der Princeton University
  • 1986-1992 Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes

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