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Prof. Dr.

Frank Bradke

Wahljahr: 2014
Sektion: Neurowissenschaften
Stadt: Bonn
Land: Deutschland
CV Frank Bradke - Deutsch (pdf)

Forschung

Frank Bradke ist Neurobiologe. Seine Forschungsschwerpunkte sind die intrazellulären Mechanismen der neuronalen Polarisierung und der axonalen Regeneration.

Läsionen im Zentralen Nervensystem (ZNS) von Säugetieren haben meist verheerende Folgen, denn die verletzten Axone können sich nicht regenerieren. Die Myelinschicht und das Narbengewebe, die die Verletzungen umschließen, und auch Mechanismen im Zellinnern verhindern das Wachstum von verletzten Axonen. Während schon sehr viel über die äußeren Schlüsselfaktoren bekannt ist, die das Nachwachsen von Axonen begünstigen oder behindern, so ist über die Vorgänge im Zellinnern, die das Wachstum der Nervenzellen kontrollieren, nur wenig bekannt.

Forschungsziel der Arbeitsgruppe ist zu verstehen, wie axonales Wachstum in verletzten und unverletzten Neuronen reguliert wird. Die Wissenschaftler manipulieren dazu die Wachstumsstadien von Nervenzellen in vitro und in vivo und schaffen neue Bedingungen, unter denen die Wachstumshemmung im ZNS aufgehoben wird, Voraussetzung für jegliche Therapie von Rückenmarksläsionen. In der Forschungsgruppe werden Methoden der Zellbiologie, Video-Mikroskopie, Molekularbiologie und Biochemie angewandt sowie im Tiermodell In-vivo-Studien durchgeführt.

Werdegang

  • seit 2011 Senior-Gruppenleiter am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) Bonn und ordentlicher Professor (W3) an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
  • 2003-2011 Selbständiger Nachwuchsgruppenleiter (C3) am Max-Planck-Institut für Neurobiologie
  • 2000-2002 Postdoc an der University of California, San Francisco (UCSF) und der Stanford University
  • 1999 Promotion an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
  • 1995 Diplom in Biochemie an der Freien Universität Berlin
  • 1995 Bachelor of Science in Anatomie und Entwicklungsbiologie am University College London
  • 1989-1995 Studium der Biochemie, Anatomie und Entwicklungsbiologie an der Freien Universität Berlin und am  University College London (UCL)

Projekte

  • seit 2013 Topic Speaker „Molecular Signaling“ zusammen mit Prof. Carmen Birchmeier im Rahmen des Helmholtz-Forschungsprogramms für Erkrankungen des Nervensystems
  • 2011-2013 Zertifizierter Manager der Helmholtz-Akademie für Führungskräfte
  • EU Forschungstrainingsnetzwerk „Nervous System Repair”    
  • Gründer des Studentenaustauschprogramms Miami-München

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • 2016 Gottfried Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • seit 2014 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 2013 Wahl zum EMBO-Mitglied
  • 2011 Schellenberg-Preis
  • 2011 Ruf an die Universität Ulm: W3-Professur für Zoologie
  • 2011 Ruf an die Universität Heidelberg: W3-Professur für Entwicklungsbiologie
  • 2010 Ruf an die Charité, Berlin: W3-Professur für zelluläre und molekulare Neurobiologie
  • 2007 Wahl zu einem der 100 Köpfe von morgen in der Kampagne der deutschen Regierung und Wirtschaft
  • 2003 CDA-Preis des Human Frontier Science Program
  • 2001-2002 HFSP Langzeitstipendium
  • 2000 EMBO Langzeitstipendium
  • 1992-1995 Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes

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