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Prof. Dr.

Reimund Neugebauer

Wahljahr: 2014
Sektion: Technikwissenschaften
Stadt: München
Land: Deutschland
CV Reimund Neugebauer - Deutsch (pdf)

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Werkzeugmaschinen, Parallelkinematik, Produktionsprozesse, Umformtechnik, Ressourceneffizienz

Reimund Neugebauer ist ein deutscher Ingenieur. Er zeichnet sich durch seine Forschungen auf dem Gebiet der sicheren und ressourceneffizienten Produktionstechnik in der Automobil- und Maschinenbauindustrie aus. Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Umformtechnik und die Konstruktion von Werkzeugmaschinen und Metallschäumen.

Reimund Neugebauer entwickelte Lösungen für mehr Prozesssicherheit sowie Energie- und Ressourceneffizienz, die im Automobilbau und der Maschinenbauindustrie internationale Maßstäbe setzten. Dabei berücksichtigte er die energetisch-wirtschaftliche Bilanzierung und Bewertung technischer Systeme und entwickelte Offensivkonzepte wirtschaftlicher Produktionstechnik. Dazu zählen der Leichtbau durch Umformtechnik, flexible abformende und prozesssichere Blechbearbeitungssysteme und parallelkinematische Maschinen.

Parallelkinematische Maschinen zählen zu den vielversprechendsten Innovationen auf dem Gebiet der Maschinenstrukturen. Bei ihnen bewegen sich alle Antriebe gleichzeitig, d.h. parallel zueinander. Alle Bewegungsachsen wirken direkt auf die zu bewegende Plattform, zum Beispiel ein Werkzeug. Somit können niedrige Massen, hohe Geschwindigkeiten und hohe Beschleunigungen erreicht und die Ressourceneffizienz erhöht werden.

Werdegang

  • seit 2012 Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft
  • 2003 - 2006 Dekan der Fakultät für Maschinenbau der TU Chemnitz
  • 2000 - 2012 Gründung und Geschäftsführung des Instituts für Werkzeugmaschinen und Produktionsprozesse (IWP) an der TU Chemnitz
  • 1995  Ordentliche Professur "Werkzeugmaschinen" an der TU Chemnitz
  • 1994 - 2012 Geschäftsführung und Leitung des Fraunhofer Instituts für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik (IWU) in Dresden
  • 1991 Gründungsauftrag des Fraunhofer-Vorstandes für die Fraunhofer-Einrichtung für Umformtechnik und Werkzeugmaschinen, später IWU
  • 1990  Habilitation
  • 1990  Geschäftsführung und Direktion des Instituts für Werkzeugmaschinen an der TU Dresden
  • 1989  Lehrauftrag für Werkzeugmaschinen und Fertigungsmittelkonstruktion, TU Dresden
  • 1989  Promotion zum Dr. sc. techn. an der TU Dresden
  • 1985 - 1989 Industrietätigkeit in Konstruktion und Entwicklung  im Kombinat Umformtechnik in Erfurt
  • 1984  Promotion zum Dr.-Ing. an der TU Dresden
  • Wissenschaftliche Assistenz und Oberassistenz am Lehrstuhl Maschinenbau der TU Dresden
  • Diplomstudiengang Maschinenbau, Technische Universität Dresden, Fachrichtung Werkzeugmaschinenkonstruktion

Projekte

  • seit 2010 DFG-Projekt „Entwicklung eines multifunktionalen Antriebsmoduls zur Realisierung von Zustellbewegungen in Maschinen der Mikrofertigung“
  • seit 2010 Leiter des DFG-Projekts „CNC-Dreh-Fräs-Bohr- Bearbeitungszentrum“
  • 2009 - 2014  DFG-Projekt „Extraktion fertigungsrelevanter Haupt- und Nebenformelemente aus 3D-Daten von Blechbauteilen zur featurebasierten Methodenplanung“
  • 2009 - 2013  DFG-Projekt „Bestimmung notwendiger Eigenschaften von Gelenkstrukturen zur Ableitung von verbesserten Kompensationsalgorithmen“
  • 2005 - 2007  DFG-Projekt „Untersuchung von Wirkzusammenhängen beim wangssynchronisierten Walzprozess hochgenauer Verzahnungen zur Prognose von Qualitätsparametern“
  • 2004 - 2007 Sprecher des DFG-TFB 50 „Applikation der Maschinensysteme und Umsetzung der Prozesskette Bohrungsdrücken/Querwalzen“
  • 2003 - 2009  DFG-Projekt „Entwurf, Simulation und experimentelle  Untersuchung einer Sensor-Aktor-Einheit zur Kompensation von Axialschwingungen im Antriebsstrang einer Vorschubachse“
  • 1999 - 2001 DFG-Projekt „Einfluss der Verformungsgeschwindigkeit auf Strukturausbildungsgrenzen und erforderlichen Energiebedarf beim Hochgeschwindigkeitsumformen metallischer Miniaturkomponenten mit Mikrostrukturen“
  • 1995 - 2004 Sprecher des DFG-SFB 283 „Prozessketten der Massivumformung unter Aspekten der Produktivität und Umweltverträglichkeit“

Funktionen

  • 2014 Mitglied im Steuerkreis des Innovationsdialogs zwischen Bundesregierung, Wirtschaft und Wissenschaft
  • 2010 - 2011 Präsident der Wissenschaftlichen Gesellschaft für Produktionstechnik (WGP)
  • 2010 Initiator und Sprecher der Fraunhofer Allianz autoMOBILproduktion
  • 1998 Gründungspräsident und Kurator des Industrievereins Sachsen 1828 e.V.
  • 1998 Initiation und Leitung des Studiengangs "Mikrotechnik/Mechatronik" an der TU Chemnitz als Studiendekan

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • seit 2014 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften (Leopoldina)
  • 2014  Ehrendoktorwürde der Technischen Universität Prag, Tschechische Republik
  • 2013  Ehrendoktorwürde der Stellenbosch University, Südafrika
  • 2012  Sächsischer Verdienstorden
  • 2012  Ehrendoktorwürde der Technischen Universität München, Fakultät für Maschinenwesen
  • 2012  Ehrenpreis der Initiative Südwestsachsen e.V., Kategorie Wissenschaft, Kunst &  Kultur
  • 2011  Ehrenmedaille der TU Chemnitz
  • 2007  Ehrendoktorwürde der Technischen Universität Brünn, Tschechische Republik
  • 2005  Bundesverdienstkreuz 1. Klasse
  • 2003  Professor Hýbl Medaille der TU Prag, Tschechische Republik
  • 2003  Ehrendoktorwürde der Staatlichen Technologischen Universität „Stankin“ Moskau, Russland
  • 2001  Ehrenprofessor der Gorbatschow Universität Kuzbass, Kemerovo, Russland
  • 2000  Preis für Bildung und Innovation der Deutschen Forschungsgemeinschaft für Automatisierung und Elektrotechnik e.V. (DFAM)
  • Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften acatech

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