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Prof. Dr.

Thomas F. Meyer

Wahljahr: 2001
Sektion: Mikrobiologie und Immunologie
Stadt: Berlin
Land: Deutschland
CV Thomas Meyer - deutsch (pdf)

Forschung

Schlagwörter: Molekularbiologie, Krankheitserreger, Pathogen-Modelle, zelluläre Mikrobiologie

Thomas F. Meyer ist Biologe. Er ist Spezialist auf dem Gebiet der Molekularbiologie von Krankheitserregern. Im Mittelpunkt seiner Forschungstätigkeit stehen Fragen nach der molekularen Wechselwirkung bedeutender Krankheitserreger mit den Zellen ihres Wirtsorganismus, insbesondere beim Menschen.

Im Mittelpunkt der Forschungstätigkeit von Thomas F. Meyer stehen Fragen nach der molekularen Wechselwirkung bedeutender Krankheitserreger mit den Zellen ihres Wirtsorganismus, insbesondere beim Menschen. Er setzt verschiedene Pathogen-Modelle wie zum Beispiel Helicobacter pylori, Chlamydia, Salmonella, Legionella oder Neisseria ein, um grundlegende Kenntnisse über das Zusammenspiel von Pathogenen und der Wirtszelle zu gewinnen. Ein weiterer Schwerpunkt seiner Forschung ruht auf bakteriellen Virulenzmechanismen, der Rezeptor-vermittelten Interaktion mit der Wirtszelle, erregerinduzierten Signalketten sowie Mechanismen, die für die Anpassung intrazellulärer Pathogene wichtig sind.

Darüber hinaus analysiert Meyer Mechanismen der chronischen Infektion und ihre Konsequenzen für die erworbene Immunantwort sowie Zellschädigungen, zelluläre Alterung und die Entwicklung von Krebs. Mit Hilfe des Helicobacter pylori-Modells untersucht er die Pathogen-spezifische Immunantwort und prüft Strategien, um einen wirkungsvollen Impfstoff gegen Helicobacter pylori zu entwickeln.

Werdegang

  • seit 1994 Direktor und Wissenschaftliches Mitglied am Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie, Berlin
  • 1990-2000 Direktor und Wissenschaftliches Mitglied am Max-Planck-Institut für Biologie, Department für Infektionsbiologie, Tübingen
  • 1985-1990 Leiter einer selbständigen Arbeitsgruppe am Max-Planck-Institut für Biologie, Tübingen
  • 1983-1985 Gruppenleiter am Zentrum für Molekulare Biologie der Universität Heidelberg
  • 1982-1983 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für medizinische Forschung, Heidelberg
  • 1980-1982 DFG-Stipendiat am Cold Spring Harbor Laboratory, New York, USA und Gastwissenschaftler am Public Health Research Institute of the City of New York, USA
  • 1979-1980 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Max-Planck-Institut für medizinische Forschung, Heidelberg
  • 1979 Promotion in Biologie an der Universität Heidelberg
  • 1977 Diplom in Biologie an der Universität Heidelberg
  • 1971-1979 Studium der Biologie an der Universität Heidelberg

Projekte

  • seit 2016 DFG-Projekt, Schwerpunktprogramm „Räumliche Organisation der Darm-Mikrobiota, Auswirkung direkter bakterieller Interaktionen mit dem Epithel der Darmkrypten und langlebigen Stammzellen“, Teilprojekt zu SPP 1656
  • 2010-2015 DFG-Projekt, Internationales Graduiertenkolleg „Functional Molecular Infection Epidemiology“
  • 2007-2015 DFG-Projekt „Modulation der T-zellabhängigen Immunabwehr von Helicobacter pylori unter dem Einfluss von Cholesterol“, Teilprojekt zu SFB 633
  • 2005-2014 DFG-Projekt, Graduiertenkolleg „Genetische und immunologische Determinanten von Pathogen-Wirt-Interaktionen“
  • 2005-2009 Koordinator „RIGHT (RNA Interference Technology as Human Therapeutic Tool) consortium“, 6. EU-Forschungsrahmenprogramm
  • 2002-2008 DFG-Projekt, Schwerpunktprogramm „Mechanismen der Pilus-vermittelten Interaktion pathogener Neisserien mit Endothelzellen und deren Bedeutung für die Überwindung der Blut-Hirn-Schranke“
  • 2001-2010 DFG-Projekt, Klinische Forschergruppe „Entwicklung und klinische Erprobung eines Salmonellen-basierten Helicobacter-Impfstoffs“
  • 2000-2009 DFG-Projekt, Schwerpunktprogramm „Protective mechanism of Salmonella-based vaccination against Helicobacter pylori in mice“
  • 1998-2001 DFG-Projekt, Schwerpunktprogramm „Mechanistische Grundlagen der Spezies- und Gewebstropismen pathogener Neisserien und die Bedeutung rezeptorvermittelter Interaktionen für die bidirektionale Signalübertragung zum Erreger und in die eukaryontische Zelle“

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • 2005 Honorarprofessor an der Humboldt-Universität, Berlin
  • 2004 Honorarprofessor an der Charité Universitätsmedizin, Berlin
  • seit 2001 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 1996 Aronson-Preis des Landes Berlin
  • 1993 Max-Planck-Forschungspreis
  • 1989 Hauptpreis, Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie
  • 1989 Mitglied der European Molecular Biology Organization (EMBO)
  • 1986 Heinz-Maier-Leibnitz-Preis des Bundesministeriums für Wissenschaft und Bildung
  • 1992 Otto-Hahn-Medaille, Max-Planck-Gesellschaft

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