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Prof. Dr.

Alexander Pfeifer

Wahljahr: 2016
Sektion: Physiologie und Pharmakologie/Toxikologie
Stadt: Bonn
Land: Deutschland
CV Alexander Pfeifer - Deutsch (pdf)

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Pharmakologie von Signalwegen: NO/cGMP Signalkaskade und G Protein-gekoppelte Rezeptoren; Metabolismus: Entwicklung von Ansätzen zur Therapie der Adipositas, Untersuchung von braunem und weißem Fett; Virale Vektoren; RNA-Interferenz; Neurodegeneration – Entwicklung neuer Therapieansätze; Nanomedizin/Nanomedizin-basierende Therapieansätze

Alexander Pfeifer ist Pharmakologe und Toxikologe. Er sucht neue molekulare Ziele für Therapien, erforscht Wirkmechanismen von Arzneistoffen und entwickelt neue Therapieansätze. Im Fokus stehen metabolische Erkrankungen wie Übergewicht und Diabetes sowie neurodegenerative Erkrankungen und Nanomedizin. In seiner Arbeit verbindet er Grundlagenforschung mit klinisch relevanten Aspekten.

Alexander Pfeifer erforscht die Grundlagen von Erkrankungen, die Mechanismen, wie Arzneimittel wirken, und Ansätze für neue Therapien. Er untersucht vor allem Signalwege als Angriffspunkte für Medikamente und entwickelt neue Therapieansätze bei Übergewicht und Diabetes sowie bei neurodegenerativen Krankheiten (z.B. Parkinson, Alzheimer). Für die Bekämpfung von Übergewicht konnte er in Tiermodellen neue Angriffspunkte nachweisen. Dabei werden weiße, „schlechte“ Fettzellen in braune, „gute“ Fettzellen umgewandelt. Weiße Fettzellen sitzen vor allem im Bauchraum und unter der Haut. Die gesteigerte Zunahme von weißem Fettgewebe (=Adipositas) geht einher mit einer gesteigerten Häufigkeit von Krankheiten wie Herzinfarkt und Diabetes. Braune Fettzellen verbrennen dagegen Nahrungsenergie besonders gut. Einer der dabei wirkenden Faktoren, die Alexander Pfeifer identifiziert hat, ist der körpereigene Stoff Adenosin, der braune Fettzellen aktiviert. Im Gegensatz zu braunen Zellen besitzen weiße Zellen nur geringe Mengen des aktivierenden Adenosin-Rezeptors (A2A). Pfeifer brachte diesen Adenosin-Rezeptor mittels Gen-Fähren in Mäusen ein. Die weißen Zellen begannen daraufhin zu „bräunen“ und verhielten sich wie braune Zellen: die Fettverbrennung wurde angekurbelt. Langfristig lassen sich auf dieser Grundlage womöglich Arzneien und Therapieansätze entwickeln, die beim Abnehmen helfen.

Werdegang

  • seit 2006 Professor und Direktor des Instituts für Pharmakologie und Toxikologie, Medizinische Fakultät, Rheinische Friedrich-Wilhelms Universität Bonn
  • 2002-2006 Professor für Molekulare Pharmakologie, Fakultät für Chemie und Pharmazie, Department Pharmazie, Ludwig-Maximilians-Universität München
  • 1998-2001 Heisenberg-Stipendium der DFG, Salk Institute for Biological Studies, San Diego, USA
  • 1998 Habilitation in Pharmakologie und Toxikologie, Technische Universität München
  • 1994 Approbation als Arzt, Ludwig-Maximilians-Universität München; Kardiologie Klinikum Großhadern
  • 1992 Promotion zum Dr. med., Technische Universität München
  • 1985-1991 Studium der Medizin, Ludwig-Maximilians-Universität München

 

Funktionen

  • 2015-2016 European Research Council (ERC): Gutachter und Mitglied des Review-Panels “Physiology, pathophysiology and endocrinology” (LS4)
  • 2009-2015 Hochschulrektorenkonferenz (HRK), Mitglied der Ständigen Kommission für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs
  • seit 2007 Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats
  • 2002-2006 Prodekan für Forschung, Fakultät für Chemie und Pharmazie, Department Pharmazie, Ludwig-Maximilians-Universität München

 

Projekte

  • seit 2016 DFG-Projekt „Funktion von Gq-vermittelten Signalwegen im Fettgewebe: Fokus auf braune Fettzellen“, Teilprojekt zu FOR 2372 „G-Protein Signalkaskaden: mit neuen molekularen Sonden und Wirkstoffen zu neuen pharmakologischen Konzepten“
  • seit 2015 Leiter DAAD- Thematic Network Europe-Japan: Nanoparticles for biomedicine
  • seit 2015 Sprecher des Pharma-Zentrums Bonn, Forschungszentrum für Innovative Arzneimittel und Pharmakotherapie, Rheinische Friedrich-Wilhelms Universität Bonn
  • seit 2013 Sprecher des DFG-Graduiertenkollegs GRK 1873 „Pharmakologie von 7TM-Rezeptoren und nachgeschalteten Signalwegen“
  • seit 2010 Ko-Sprecher der Bonn International Graduate School of Drug Sciences (BIGS DrugS)
  • seit 2009 diverse Projekte im Rahmen der „Neuroallianz“:
  • seit 2009 Initiator und Sprecher „Neuroallianz Konsortium“, Bio-Pharma-Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung
  • 2009-2016 Sprecher der DFG-Forschergruppe FOR 917
  • 2008-2013 Sprecher der International Graduate Research School BIOTECH-PHARMA
  • 2006-2011 Sprecher des Pharma-Zentrums Bonn, Forschungszentrum für Innovative Arzneimittel und Pharmakotherapie, Rheinische Friedrich-Wilhelms Universität Bonn
  • 2006 Gründungsdirektor des Pharma-Zentrums Bonn, Forschungszentrum für Innovative Arzneimittel und Pharmakotherapie, Rheinische Friedrich-Wilhelms Universität Bonn

 

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • seit 2016 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 2016 Neuroallianz-Publikationspreis
  • 2014 Neuroallianz-Publikationspreis
  • 1998 Heisenberg-Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • 1996 Prix Galien Germany, Galenus von Pergamon-Preis für experimentelle und klinische Pharmakologie

 

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