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Prof. Dr.

Pierluigi Nicotera

Wahljahr: 2016
Sektion: Neurowissenschaften
Stadt: Bonn
Land: Deutschland
CV Pierluigi Nicotera - PDF (Deutsch)

Forschung

Pierluigi Nicotera forscht auf dem Gebiet des neuronalen Zelltods, also des durch irreversiblen Ausfall der Zellfunktionen bedingten Absterbens der Nervenzellen. Der neuronale Zelltod gilt in adulten Nervenzellen als Ursache zahlreicher Erkrankungen des Zentralnervensystems.

In seiner Forschung konzentriert sich Nicotera auf molekulare Mechanismen, die nach chronischen oder akuten Vorfällen zu neuronaler Schädigung oder Verlust führen. Dieser Verlust neuronaler Verbindungen und letztlich das Absterben von Nervenzellen durch eine Form des programmierten Zelltods, die als Apoptose bezeichnet wird, spielen eine zentrale Rolle bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Demenz oder der Parkinson-Erkrankung.

Sein Hauptinteresse am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen gilt den molekularen Mechanismen, die dem fehlgesteuerten und übermäßigen Verlust von neuronalen Verzweigungen zu Grunde liegen, und der Frage, wie dieser Prozess zu neurologischen Defiziten führen kann. Nicoteras Fokus richtet sich unter anderem darauf, potenziell nützliche Ziele für die Entwicklung neuer therapeutischer Ansätze identifizieren, um die normale neuronale Konnektivität zu bewahren.

Werdegang

  • seit 2009 Gründungsdirektor, Vorstandsvorsitzender und Wissenschaftlicher Vorstand am Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen, Bonn
  • 2002 - 2009 Direktor der British Medical Research Council Toxicology Unit und Honorarprofessor für Neurowissenschaften, Universität Leicester, England
  • 2005 - 2008 Lehrprofessor für Toxikologie, Universität Siena, Italien
  • 1996 - 2002 Außerplanmäßiger Professor für Toxikologie, Karolinska Institut, Stockholm, Schweden
  • 1995 - 2000 Professor für Molekulare Toxikologie, Universität Konstanz
  • 1989 - 1994 Senior-Hochschuldozent, Karolinska Institut, Stockholm
  • 1992 Dozent für Molekulare Toxikologie, Karolinska Institut, Stockholm
  • 1986 - 1989 Post-Doktorand, Karolinska Institut, Stockholm
  • 1987 Kardiologischer Berater, Medical School, Universität Pavia, Italien
  • 1986 Promotion, Karolinska Institut, Stockholm
  • 1982 - 1986 Studium der Humanmedizin, Fachgebiet Kardiologie, Universität Pavia, Italien

Projekte

  • seit  2012 DFG-Exzellenzcluster, „ImmunoSensation: Das immunsensorische System“
  • seit 2007 DFG-Exzellenzcluster, „Zelluläre Stressantworten bei Alters-assoziierten Erkrankungen“
  • 2001 - 2004 DFG-Graduiertenkolleg, „Biomedizinische Wirkstoff-Forschung“
  • 1998 - 2004 DFG-Forschergruppe „Die Rolle des nukleozytoplasmatischen Transportes in der Apoptose“
  • 1997 - 2001 DFG-Projekt „Molekulare Mechanismen der neuronalen Apoptose in Modellen der toxischen Glutamat-vermittelten Überstimulation“

Auszeichnungen und Mitgliedschaft

  • seit 2016 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 2013 The Chancellor’s Award Lecture in Neuroscience at LSU Neuroscience Center of Excellence, New Orleans, USA
  • 2012 Honorary Citizenship and Key to the City of New Orleans, USA
  • 2010 Cardano-Preis, Universität Pavia und Rotary-Club Pavia, Italien
  • 2003 The Chancellor’s Award Lecture in Neuroscience at LSU Neuroscience Center of Excellence, New Orleans, USA
  • 1999 Jacob Hooisma Honorary Lecture beim 7th Meeting of the International Neurotoxicology Association, Leicester, UK
  • 1995 EUROTOX Award Lecture, 1st G. Zbinden Memorial Lecture Award, Prag, Tschechische Republik
  • 1992 International Life Science Institute Research Foundation U.S.A. (ILSI) Award

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