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Prof. Dr.

Burkhard Wilking

Wahljahr: 2016
Sektion: Mathematik
Stadt: Münster
Land: Deutschland
CV Burkhard Wilking - Deutsch (pdf)

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Differentialgeometrie, Riemannsche Geometrie, Riemannsche Mannigfaltigkeiten, Ricci-Fluss, geometrische Evolutionsgleichungen

Burkhard Wilkings Arbeitsschwerpunkt ist die Differentialgeometrie, insbesondere die sogenannte Riemannsche Geometrie sowie die Analyse des Ricci-Flusses. Er konnte eine der ältesten Vermutungen auf dem Gebiet der geometrischen Evolutionsgleichungen belegen.

Burkhard Wilking will mit Lösungsansätzen und Methoden der Geometrie mathematische Gleichungen lösen. Geometrische Methoden sind die Grundlage vieler Bereiche in der modernen Mathematik. Fragestellungen werden anschaulicher, wenn sie in einen geometrischen Zusammenhang gebracht werden. Burkhard Wilkings Schwerpunkt, die Riemannsche Geometrie, ist ein Teilgebiet der Differentialgeometrie und Grundlage der Allgemeinen Relativitätstheorie. Sie untersucht Eigenschaften von Riemannschen Mannigfaltigkeiten, mit denen sich Volumen, Winkel und Längen im Raum messen lassen. Damit bildet sie die Basis für unser Verständnis von Raum, Zeit und Materie.

Zweidimensionale Riemannsche Mannigfaltigkeiten beschreiben zum Beispiel gekrümmte Oberflächen von Körpern. Es ist damit möglich, die Krümmung der zweidimensionalen Oberfläche einer Kugel oder eines Rettungsrings zu erfassen. Eine Kugeloberfläche hat eine konstant positive Krümmung. Burkhard Wilking konnte weitere Riemannsche Mannigfaltigkeiten positiver Krümmung klassifizieren. Etliche Mannigfaltigkeiten lassen jedoch Metriken mit nichtnegativer Krümmung zu. Dieses Phänomen konnte er erklären, und auch im Bereich der Konvergenz des Ricci-Flusses sind ihm Durchbrüche gelungen. Hier konnte er, gemeinsam mit Christoph Böhm, eine der ältesten Vermutungen auf dem Gebiet der geometrischen Evolutionsgleichungen belegen.

Mit seiner Forschung hat Burkhard Wilking die Riemannsche Geometrie weiterentwickelt. Er engagiert sich außerdem in der Ausbildung und hat sich als akademischer Lehrer einen Namen gemacht.

Werdegang

  • seit 2002 Professor an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster
  • 2002 Angebot zur Beförderung zum Full Professor an der University of Pennsylvania, USA
  • 2001-2002 Assistant Professor an der University of Pennsylvania (NSF-Grant)
  • 2000-2001 DFG-Stipendiat
  • 1999-2000 Lecturer an der University of Pennsylvania, USA
  • 1998 Promotion an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster
  • 1996-1999 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Mathematischen Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster
  • 1991-1996 Studium der Mathematik, Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Projekte

  • seit 2010 DFG-Projekt „Singuläre Räume und Blätterungen“, Teilprojekt zu SFB 878 „Gruppen, Geometrie und Aktionen“
  • seit 2010 DFG-Projekt „Geometrische Evolutionsgleichungen“, Teilprojekt zu SFB 878
  • 2004-2009 DFG-Projekt „Kollabierte Mannigfaltigkeiten und metrische Geometrie“, Teilprojekt zu SFB 478 „Geometrische Strukturen in der Mathematik“
  • 2003-2009 DFG-Projekt „Representations whose orbit spaces have boundary”, Teilprojekt zu Schwerpunktprogramm SPP 1154 „Globale Differentialgeometrie“
  • 1999-2001 DFG-Projekt „Verbesserte Version des Durchmesserstarrheitssatzes von Grove und Gromoll, sowie Beispiele von Mannigfaltigkeiten mit positiver Schnittkrümmung“
  • 1998-2009 DFG-Projekt „Krümmung und Topologie“, Teilprojekt zu SFB 478

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • seit 2018 Mitglied der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste
  • seit 2016 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 2009 Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • 2006 Forschungspreis der Universität Münster
  • 2006 Sektionsvortrag auf dem ICM 2006, Madrid, Spanien
  • 2002 Alfred P. Sloan Research Fellow
  • 2001-2002 NSF-Grant

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