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Prof. Dr.

Volker Haucke

Wahljahr: 2017
Sektion: Genetik/Molekularbiologie und Zellbiologie
Stadt: Berlin
Land: Deutschland
CV Volker Haucke - Deutsch (pdf)

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Endo- und Exozytose, Nervenzellen, Membranverkehr

Volker Haucke ist Biochemiker und Zellbiologe. Er erforscht die Verkehrswege in und aus Zellen (Endo- und Exozytose) und analysiert die Entwicklung von Wirkstoffen, die diese Vorgänge beeinflussen, sowie das Studium von Nervenzellen.

Haucke widmet sich der Endo- und Exozytose, der Aufnahme von Substanzen in und der Ausschüttung aus Zellen über membranumhüllte Vesikel insbesondere in den Nervenzellen. Er entschlüsselt Mechanismen des intrazellulären Membranflusses und der Membranidentität sowie ihrer Kontrolle durch spezielle Membranlipide. Im Fokus steht dabei die Entwicklung von Werkzeugen, die diese Vorgänge zielgerichtet beeinflussen. Volker Haucke entwickelt auch Methoden der hochauflösenden Lichtmikroskopie, mit denen sich diese Zellvorgänge direkt beobachten lassen.

Zu Hauckes Entdeckungen gehören Erkenntnisse über Mechanismen, die das Recycling von synaptischen Vesikeln in Nervenzellen und im Gehirn steuern sowie die Entwicklung der ersten selektiven Inhibitoren zellulärer Aufnahmeprozesse. Ferner konnte sein Forschungsteam Signallipide und die diese umsetzenden Enzyme identifizieren. Diese sind wichtig für zelluläre Transportprozesse. Fehlen diese Enzyme oder sind sie beeinträchtigt, können schwere Erkrankungen die Folge sein. Sie reichen von erblichen Muskelstörungen über Krebs bis hin zu neurologischen und neurodegenerativen Erkrankungen.

Werdegang

  • seit 2012 Direktor am Leibniz-Forschungsinstitut für Molekulare Pharmakologie (FMP), Berlin
  • seit 2012 W3-Professor für Molekulare Pharmakologie an der Freien Universität Berlin
  • seit 2007 Mitglied im Exzellenzcluster NeuroCure an der Charité – Universitätsmedizin Berlin
  • 2003-2011 Professor für Membranbiochemie an der Freien Universität Berlin
  • 2003 Habilitation an der Universität Göttingen
  • 2000-2003 Zentrum für Biochemie und Molekulare Zellbiologie an der Universität Göttingen
  • 1997-2000 Postdoctoral Research Associate, Yale University, New Haven, USA
  • 1994-1997 Promotion, Biochemie, Universität Basel, Schweiz
  • 1989-1994 Studium der Biochemie an der Freien Universität Berlin und am Biozentrum der Universität Basel, Schweiz

Funktionen

  • seit 2017 Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Leibniz-Instituts für Alternsforschung – Fritz Lipmann-Institut (FLI)
  • seit 2014 Gewähltes Mitglied der European Molecular Biology Organisation (EMBO)
  • 2008-2016 Gewähltes Mitglied im Fachkollegium Biochemie der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • seit 2012 Mitglied im Editorial Board „EMBO Reports“
  • 2007-2012 Mitglied im Editorial Board „Journal of Biological Chemistry“
  • seit 2005 Mitglied im Editorial Board „Biology of the Cell“

Projekte

  • seit 2017 Beteiligter Wissenschaftler im DFG-Graduiertenkolleg 2318 „Tight junctions und ihre Proteine: Molekulare Eigenschaften und ihre Funktionen bei Krankheit und Gesundheit“
  • seit 2016 Teilprojektleiter im DFG-Transregio 186, „Phosphoinositid-basierte Schalter im endozytotischen Membranverkehr und in der Signaltransduktion“
  • 2012 Leiter, DFG-Forschungsgroßgeräte, „Structured Illumination Microscopy (SIM) System“
  • seit 2011 Teilprojektleiter im DFG-Sonderforschungsbereich 740, „Funktionelle Organisation und Dynamik PI-Kinase-basierter Module für die Proteinsortierung an endosomalen Membranen“
  • seit 2011 Sprecher bzw. Vize-Sprecher des DFG-Sonderforschungsbereichs 958 „Einrüstung von Membranen: Molekulare Mechanismen und zelluläre Funktionen“
  • seit 2011 Teilprojektleiter im DFG-Sonderforschungsbereich 958, „Strukturelle und funktionelle Organisation endozytotischer Gerüste in der periaktiven Zone“
  • seit 2011 Teilprojektleiter im DFG-Sonderforschungsbereich 958, „Regulation SH3 Domänen basierter Gerüste in der Endozytose und dem Recycling synaptischer Vesikel“
  • seit 2011 Teilprojektleiter im DFG-Sonderforschungsbereich 958, „Zentrale Aufgaben“
  • 2010 Leiter, DFG-Forschungsgroßgeräte, „STORM/PALM Super-Resolution Mikroskopie System“
  • 2008-2015 Teilprojektleiter im DFG-Sonderforschungsbereich 765, „Multivalente Modulation der Clathrin-vermittelten Rezeptorendozytose“
  • seit 2007 Beteiligter Wissenschaftler in der DFG-Exzellenzinitiative „NeuroCure - neue Perspektiven in der Therapie neurologischer Erkrankungen“
  • 2007-2014 Antragsteller, DFG-Forschergruppe 806 „Functional analysis of cell signaling events following inhibition of clathrin/ AP2-mediated endocytosis”
  • 2005-2014 Beteiligter Wissenschaftler im DFG-Graduiertenkolleg 1123, „Zelluläre Mechanismen von Lernen und Gedächtniskonsolidierung in der hippokampalen Formation“
  • 2005-2010 Teilprojektleiter im DFG-Sonderforschungsbereich 449, „Molekulare Mechanismen der Sortierungssignalerkennung und Membrandeformation“
  • 2004-2005 Teilprojektleiter im DFG-Sonderforschungsbereich 449, „Regulation signal-induzierter Membrantransportprozesse an chemischen Synapsen durch Proteine und Lipide
  • 2000-2003 Teilprojektleiter im DFG-Sonderforschungsbereich 523, „Kooperation von Proteinen und Lipiden bei der Biogenese und dem Recycling synaptischer Vesikel“
  • 1999-2010 Sprecher des DFG-Sonderforschungsbereichs 449 „Struktur und Funktion membranständiger Rezeptoren“

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • seit 2017 Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften         
  • seit 2017 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 2017 Reinhart Koselleck-Projekt (DFG)
  • 2017 Avanti Award, American Society for Biochemistry & Molecular Biology (ASBMB)
  • 2003 Young Investigator Award (YIP), European Molecular Biology Organization (EMBO)
  • 1998 Long-Term Fellowship Award, Human Frontier Science Program
  • 1997 Long-Term Fellowship Award, EMBO
  • 1994 Fellow, Boehringer Ingelheim
  • 1993 Scholar, Dr. Carl Duisberg-Foundation
  • 1990-1993 Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes

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