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Prof. Dr.

Heyo K. Kroemer

Wahljahr: 2018
Sektion: Physiologie und Pharmakologie/Toxikologie
Stadt: Göttingen
Land: Deutschland
CV Heyo Kroemer - Deutsch (PDF)

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Wechselwirkung von Arzneimitteln, Transport und Verstoffwechselung von Arzneistoffen, Drug Targeting, Medizininformatik, medizinische Aus- und Fortbildung, Finanzierung von Forschung und Lehre

Heyo Klaus Kroemer ist Pharmazeut und Pharmakologe. Er hat den Transport und Stoffwechselprobleme von Arzneimitteln erforscht, vor allem bei Herz-Kreislauf- und Tumorerkrankungen. Er beschäftigt sich mit Drug Targeting und ist Experte für Medizininformatik und die medizinische Aus- und Fortbildung.

Heyo Kroemer hat die Wirkung und Wechselwirkung von Arzneimitteln erforscht. Gerade Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen nehmen oft verschiedene Arzneimittel gleichzeitig ein. Dadurch steigt das Risiko von gefährlichen Arzneimittelinteraktionen, die auch lebensbedrohlich sein können. Heyo Kroemer hat vor allem Interaktionen untersucht, die sich zwischen verstoffwechselnden Enzymen oder zwischen Transportproteinen abspielen. Eine entscheidende Rolle spielt dabei das Cytochrom-P450-System (CYP), dessen Enzyme den Abbau von Arzneistoffen katalysieren. Kroemer hat sich auch mit Drug Targeting beschäftigt und Methoden erforscht, einen Wirkstoff gezielt in einer Zelle oder einem Gewebe zu platzieren.

Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt von Heyo Kroemer ist die Medizininformatik. Diese führt Daten von Arzt- und Krankenhausbesuchen und auch Forschungsdaten zusammen, um Diagnostik und Therapie zu verbessern. Dabei müssen ethische, rechtliche und soziale Aspekte beachtet werden. Es geht zum Beispiel darum, wem die sensiblen Gesundheitsdaten gehören, insbesondere, da viele technische Entwicklungen in der Privatwirtschaft stattfinden.

Als Präsident des Medizinischen Fakultätentages beschäftigt sich Heyo Kroemer mit der gesamten medizinischen Aus- und Fortbildung in Deutschland. Er setzt sich dafür ein, dass Informationstechnologien stärker in die medizinische Ausbildung aufgenommen werden. Er befasst sich mit Fragen der Finanzierung von Forschung, Lehre und Krankenversorgung und konnte eine bessere Finanzierung der Hochschulambulanzen durchsetzen.

Werdegang

  • seit 2012 Professor (W3) für Pharmakologie und Personalisierte Medizin, Universitätsmedizin Göttingen
  • seit 1998 Professor für Pharmakologie und Toxikologie sowie Leiter der Abteilung Allgemeine Pharmakologie an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
  • 1998 Professor für Klinische Pharmazie an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
  • 1998 Ruf auf die Professur für Experimentelle Pädiatrische Onkologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (abgelehnt)
  • 1992 Habilitation und Lehrbefugnis für Pharmakologie und Toxikologie, Medizinische Fakultät der Eberhard-Karls-Universität Tübingen
  • 1989-1998 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Dr. Margarete Fischer-Bosch-Institut für Klinische Pharmakologie, Stuttgart
  • 1986 Promotion zum Dr. rer. nat. an der Technischen Universität Braunschweig
  • 1984-1986 Doktorand am Dr. Margarete Fischer-Bosch-Institut für Klinische Pharmakologie
  • 1978-1983 Studium der Pharmazie an der Technischen Universität Braunschweig

Funktionen

  • seit 2012 Dekan und Sprecher des Vorstands der Universitätsmedizin Göttingen im Vorstand Forschung und Lehre, Georg-August-Universität Göttingen
  • seit 2012 Präsident des Medizinischen Fakultätentages (MFT)
  • seit 2012 Mitglied im Senatssauschuss für Sonderforschungsbereiche der DFG
  • 2009-2012 Vizepräsident des Medizinischen Fakultätentages (MFT)
  • 2007-2009 Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie-Herz- und Kreislaufforschung
  • seit 2007 Präsidiumsmitglied des Medizinischen Fakultätentages (MFT)
  • seit 2006 Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Bundesapothekerkammer
  • 2005-2009 Aufsichtsrat der Riemser Arzneimittel AG, Greifswald
  • 2004-2012 Kollegiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • 2003-2015 Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des Alfried Krupp Wissenschaftskollegs Greifswald
  • Mitglied im Forum Gesundheitsforschung des BMBF
  • Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Bundesärztekammer
  • Vorsitzender der Gesundheitsregion Göttingen

Projekte

  • 2010-2015 Stellv. Sprecher im BMBF-Projekt „Zentrum für Innovationskompetenz FUNGENE“
  • 2009-2014 Sprecher für das BMBF-Projekt „Greifswald Approach to Individualized Medicine“ (GANI_MED)
  • 2009-2011 Sprecher für den vom Wissenschaftsrat geförderten Forschungsbau „Greifswald Center of Drug Absorption and Transport (C_DAT)“
  • 2008-2012 DFG-Projekt „Bedeutung der membranären Carnitintransportproteine OCTN1 und OCTN2 bei der inflammatorischen Kardiomyopathie“, Teilprojekt zu TRR19 „Inflammatorische Kardiomyopathie - Molekulare Pathogenese und Therapie“
  • 2000-2003 DFG-Projekt „Untersuchungen zur Pharmakogenetik der humanen ß-Glukuronidase“

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • seit 2018 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 1993 Paul Martini-Preis der Paul-Martini-Stiftung
  • 1987-1989 Stipendium des Wissenschaftsausschusses der NATO für einen Forschungsaufenthalt in der Abteilung Klinische Pharmakologie der Vanderbilt Universität in Nashville, USA

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