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Prof. Dr.

Christof Niehrs

Wahljahr: 2002
Sektion: Humangenetik und Molekulare Medizin
Stadt: Mainz
Land: Deutschland
CV Christof Niehrs - Deutsch (pdf)

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Entwicklungsbiologie, Zelldifferenzierung, Wnt-Signalisierung, DNA-Methylierung, Demethylierung, Epigenetik, pluripotente Stammzellen

Christof Niehrs ist ein deutscher Molekularbiologe, der über molekulare Mechanismen der embryonalen Entwicklung und Zelldifferenzierung arbeitet. Er untersucht, wie Gene die embryonale Entwicklung steuern und welche epigenetischen Mechanismen daran beteiligt sind.

Niehrs und sein Team erforschen diese Prozesse an den Modellsystemen Frosch und Maus. Ein Fokus sind Signalketten von Wachstumsfaktoren, speziell des Wnt-Signalwegs, der auch bei der Krebsentwicklung eine Rolle spielt. Christof Niehrs konnte eine Reihe von Regulationsprozessen dieses Signalwegs aufklären.

Ein zweiter Fokus liegt auf der DNA-Methylierung, die von großer Bedeutung für die Genexpression und Genomprägung ist. Durch die Übertragung von Methylgruppen wird die Erbsubstanz einer Zelle genetisch modifiziert. Das Muster der DNA-Methylierung variiert in unterschiedlichen Geweben und während der Embryonalentwicklung. Wenig bekannt ist, wie das DNA-Methylierungsmuster, insbesondere durch Demethylierung, reguliert wird. Christof Niehrs erforscht Regulatoren, die bei der Demethylierung der DNA eine Schlüsselrolle spielen.

Werdegang

  • seit 2010 Gründungsdirektor und Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Molekulare Biologie Mainz (IMB)
  • seit 2010 Professor (W3) an der Biologischen Fakultät der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz
  • seit 2000 Professor (C4) für Molekulare Embryologie am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) und an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg
  • seit 1994 Leiter der Abteilung Molekulare Embryologie am DKFZ
  • 1997 Habilitation an der Fakultät für Biologie der Universität Heidelberg
  • 1990-1993 Postdoktorand an der University of California, Los Angeles (UCLA), USA
  • 1986-1990 Promotion am Europäischen Laboratorium für Molekularbiologie (EMBL), Heidelberg
  • 1981-1985 Studium der Biochemie an der Freien Universität Berlin (Diplom)

Funktionen

  • 2008-2010 Co-Direktor der DKFZ-ZMBH-Allianz
  • 2006-2008 Vorsitzender des Wissenschaftlichen Rats des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) Heidelberg
  • 2004-2010 Sprecher des Forschungsschwerpunkts „Zell- und Tumorbiologie“ am DKFZ

Auszeichnungen und Mitligedschaften

  • 2018 ERC Advanced Grant
  • seit 2016 Ausländisches Ehrenmitglied der Amerikanischen Akademie der Künste und Wissenschaften
  • seit 2012 Korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften und Literatur Mainz
  • 2009 ERC Senior Investigator Grant
  • seit 2007 Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften
  • 2003 Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • seit 2003 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 2002 Landesforschungspreis Baden-Württemberg
  • 2001 Otto Mangold-Preis der Gesellschaft für Entwicklungsbiologie
  • 2000 EMBO Gold Medal Award
  • 1999 Biologiepreis der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen
  • seit 1999 Mitglied der European Molecular Biology Organisation (EMBO)
  • 1998 Karl Freudenberg-Preis der Heidelberger Akademie der Wissenschaften
  • 1979 Zweiter Preis beim Landeswettbewerb „Jugend forscht“

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