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Prof. Dr.

Franz Urban Pappi

Wahljahr: 2002
Sektion: Ökonomik und Empirische Sozialwissenschaften
Stadt: Mannheim
Land: Deutschland
CV Franz Urban Pappi - Deutsch (PDF)

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Theorien des Wählerverhaltens (insbesondere strategisches Wählen, Wirkungen von Wahlsystemen und policy voting), Internationale Verhandlungssysteme (insbesondere der Anwendung von Verhandlungsmodellen), Koalitionstheorien (insbesondere deren Anwendung auf Mitgliedsländer der EU und deutsche Bundesländer)

Franz Urban Pappi ist ein deutscher Soziologe und Politikwissenschaftler. Er beschäftigt sich mit politischer Soziologie. Seine Hauptarbeitsgebiete sind empirische Sozial- und Gesellschaftsforschung sowie empirische Wahlforschung. In diesem Kontext liefert er unter anderem Beiträge zur Sozialstrukturanalyse, und zur Schichtenforschung. So untersucht er kommunale Elite- und Machtstrukturen sowie die Strukturen von Unternehmensverflechtungen.

Seit 1969 ist Pappi an Wahlstudien zu den Bundestagswahlen beteiligt. Er befasst sich unter anderem mit dem Wählerverhalten und analysiert Prozesse politischer Entscheidungen im politischen System Deutschlands, aber auch in der Europäischen Union und in internationalen Verhandlungssystemen. In diesem Zusammenhang hat er anhand von Fallstudien deren Institutionalisierung analysiert und mit anderen Verhandlungssystemen verglichen, für die vergleichbare Daten vorlagen.

Außerdem forscht er zum Parteienwettbewerb im gemischten Wahlsystem der Bundesrepublik Deutschland. Dabei geht Pappi besonders der Frage nach, wie die Wähler bei den Bundestagswahlen von den zwei Stimmen eines gemischten Wahlsystems Gebrauch machen und wie die Parteien mit der Möglichkeit sich widersprechender Wettbewerbsdynamiken in den zwei Segmenten eines gemischten Wahlsystems umgehen.

Werdegang

  • 2007 Emeritierung
  • 1993-1996 Geschäftsführender Direktor des Mannheimer Zentrums für Europäische Sozialforschung (MZES)
  • seit 1990 Professor für Politikwissenschaft an der Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität Mannheim
  • 1986 Gastprofessor am Department of Sociology der University of Chicago, Illinois, USA
  • 1978-1990 Professor für Soziologie an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Kiel
  • 1977 Venia legendi für Soziologie an der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität zu Köln
  • 1974-1978 Wissenschaftlicher Leiter am Zentrum für Umfragen, Methoden und Analysen (ZUMA) in Mannheim
  • 1967-1974 Wissenschaftlicher Assistent am Zentralarchiv für empirische Sozialforschung der Universität Köln
  • 1967 Promotion zum Dr.phil. an der Philosophischen Fakultät der Universität München
  • 1964-1967 Verwalter der Dienstgeschäfte eines wissenschaftlichen Assistenten am Soziologischen Institut der Universität München
  • 1958-1964 Studium der Soziologie, Geschichte, Psychologie und des öffentlichen Rechts an den Universitäten Heidelberg, Berlin (FU) und München

Funktionen

  • 1998-2004 Mitglied im Kuratorium der GESIS – Gesellschaft sozialwissenschaftlicher Infrastruktureinrichtungen e.V.
  • 1996-1998 Dekan der Fakultät für Sozialwissenschaften der Universität Mannheim
  • seit 1996 Mitglied in der Deutschen Vereinigung für Politische Wissenschaft
  • 1987-1990 Prorektor an der Universität Kiel
  • 1982-1989 Mitglied im Zentrum für Umfragen, Methoden und Analysen (ZUMA) in Mannheim
  • 1981-1983 Dekan der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät der Universität Kiel
  • 1975-1979 Mitherausgeber der Zeitschrift für Soziologie
  • 1977-1979 Consulting Editor des American Journal of Sociology

Projekte

  • seit 2013 DFG-Projekt: „Parteienwettbewerb im gemischten Wahlsystem der Bundesrepublik Deutschland“
  • 2007-2012 DFG-Projekt: „Ämter- und Policy-Motivation von Parteien bei der Bildung von Koalitionsregierungen“
  • 2003-2008 DFG-Projekt: „Erwartungsbildung und Wahlentscheidung“, Leiter des Teilprojekts im Sonderforschungsbereich SFB 504: „Rationalitätskonzepte, Entscheidungsverhalten und ökonomische Modellierung“
  • 2001-2006 DFG-Projekt: „Die Institutionalisierung von internationalen Verhandlungssystemen im Vergleich: Theorie und Empirie“, Teilprojekt im Rahmen der Forschergruppe FOR 336: „Institutionalisierung internationaler Verhandlungssysteme“
  • 1999-2002 DFG-Projekt: „Nationale Interministerielle Koordination und Internationale Verhandlungen. Modellierung und Erklärung des Amsterdamer Vertrages“, Teilprojekt im Rahmen der Forschergruppe FOR 336: „Institutionalisierung internationaler Verhandlungssysteme“
  • 1994-1997 DFG-Projekt: „Der Einfluss nationaler und supranationaler Interessengruppen im Politikfeld der Europäischen Agrarpolitik“
  • 1988-1992 „Politikfeld Arbeit in der Bundesrepublik Deutschland und den Vereinigten Staaten von Amerika: Ein Vergleich der politischen Entscheidungsprozesse“, Finanzierung der deutschen Teilstudie durch die VolkswagenStiftung
  • 1977-1984 DFG- Teilprojekt: „Kommunalpolitische Entscheidungen“ im Forschungsverbund „Analyse sozialer Netzwerke“ (Altneustadt-Studie II)
  • 1970-1974 Kommunale Elite und soziale Schichtung in einer Kleinstadt mit heterogener Bevölkerung (Altneustadt-Studie I), finanziert durch das Landesamt für Forschung, Nordrhein-Westfalen

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • 2010 Ehrendoktorwürde der Universität Konstanz
  • seit 2002 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 1998 Fellow am Institute for Advanced Study der Indiana University in Bloomington, USA

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