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Prof. Dr.

Ursula M. Staudinger

Wahljahr: 2002
Sektion: Psychologie und Kognitionswissenschaften
Stadt: New York, NY
Land: USA
CV Ursula Staudinger - Deutsch (pdf)
CV Ursula Staudinger - Englisch (pdf)

Forschung

Forschungsschwerpunkte: Veränderbarkeit des Alternsprozesses, demografischer Wandel, Zusammenspiel von Produktivität und Altern, Entwicklung von Lebenseinsicht, Lebensgestaltung und Weisheit über die Lebensspanne.

Ursula M. Staudinger zählt zu den international führenden Forscherinnen auf dem Gebiet der Alternswissenschaft. Ihr Forschungsinteresse gilt der Veränderbarkeit des Alternsprozesses (z.B. Kognition, Persönlichkeit) und deren Folge für den demografischen Wandel. Vor dem Hintergrund einer Gesellschaft des langen Lebens erforscht Ursula M. Staudinger die Potenziale des Alterns und untersucht dabei das Zusammenspiel von Produktivität und Altern sowie die Entwicklung von Lebenseinsicht, Lebensgestaltung und Weisheit über die Lebensspanne. Sie hat seit den 1980er Jahren ein reliables und valides empirisches Paradigma zur Messung von weisheitsbezogenen Leistungen entwickelt und konnte in kreativen experimentellen Studien auch erste Erkenntnisse über die Veränderbarkeit dieses Leistungsbereichs sammeln.

In jüngster Zeit hat sie dieses Forschungsfeld durch die Unterscheidung zwischen persönlicher und allgemeiner Weisheit erneut entscheidend beeinflusst. Die Arbeiten zur Weisheit stehen in engem Zusammenhang mit ihrem Interesse an der Integration von Kognition, Emotion und Motivation im Verlauf der Lebensspanne. Sie ist national und international eine der zentralen Vertreterinnen der Lebensspannen-Psychologie und hat sich um die Weiterentwicklung und empirische Ausgestaltung des Konzepts der Verhaltensplastizität verdient gemacht. In diesem Zusammenhang sind auch ihre Arbeiten zu den Potentialen des Alterns zu sehen. Als Ko-Sprecherin der beiden Akademiearbeitsgruppen „Altern in Deutschland: Gewonnene Jahre“ und „Zukunft mit Kindern“ hat sie ihre wissenschaftliche Expertise für die gesellschaftliche und politische Diskussion nutzbar gemacht.

 

Weitere Informationen: www.ursulastaudinger.com

Werdegang

  • seit 2013 Robert N. Butler Professur in Sociomedical Sciences und Professorin der Psychologie und Gründungsdirektorin des Columbia Aging Center, Mailman School of Public Health, Columbia University, New York, USA
  • 2003-2013 Professorin für Psychologie, Dean und Vizepräsidentin, Jacobs University Bremen
  • 2003 Visiting Professor, Stanford University, USA
  • 2001-2003 C4-Professur für Entwicklungspsychologie der Lebensspanne, TU Dresden
  • 2000 Visiting Professor, University of Florida, USA
  • 1999-2003 Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Pädagogische Psychologie und Entwicklungspsychologie der TU Dresden
  • 1999-2001 C3-Professur für Entwicklungspsychologie, TU Dresden
  • 1997-1998 Vertretungsprofessur in Entwicklungspsychologie, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
  • 1997 Habilitation in Psychologie an der Freien Universität Berlin
  • 1992-1999 Arbeitsgruppenleiterin, Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Berlin
  • 1988-1992 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Akademie der Wissenschaften zu Berlin
  • 1988 Promotion in Psychologie an der Freien Universität Berlin
  • 1985-1988 Predoctoral Fellow Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, Berlin
  • 1984-1985 Forschungsassistentin, Universität Bielefeld
  • 1984 Dipl.-Psych. an der Friedrich-Alexander-Universität, Erlangen
  • 1978-1984 Studium der Psychologie an der Friedrich-Alexander-Universität, Erlangen und an der Clark University, Worcester, USA

Projekte

  • 2012-2017 DFG/Exzellenzinitiative, Zweite Förderungsrunde: „Bremen International Graduate School of the Social Sciences BIGSSS”
  • 2008-2012 DFG/Exzellenzinitiative: „Bremen International Graduate School of the Social Sciences BIGSSS”
  • 2008-2011 VolkswagenStiftung: „Mobilität und Entwicklungserfolg: Gibt es kumulative Effekte von beruflicher Mobilität auf die Entwicklung der kognitiven und persönlichkeitsbezogenen Adaptivität?“
  • 2007-2010 BMBF: „Auswirkungen von Passung/Nichtpassung zwischen Aspekten des Human- und Sozialvermögens, der Unternehmensstrategie und der Arbeitsorganisation auf die körperliche und psychische Gesundheit von Arbeitnehmern“ (demopass)
  • 2005-2006 Robert-Bosch-Stiftung Organisation Wissenschaftler-Konferenz: „Was ist Alter?” der Heidelberger Akademie der Wissenschaften
  • 2004-2006 Robert-Bosch-Stiftung: „Bewegtes Alter“
  • 2003-2008 Jacobs Foundation: „Jacobs Center on Lifelong Learning and Institutional Development”
  • 2003-2006 BMFSFJ: „Persönlichkeitsentwicklung im Alter: Eine quasi-experimentelle Interventionsstudie”   
  • 1993-2000 MacArthur Foundation Network on Successful Midlife Development: „Beliefs and Expectation about Midlife Development”

Funktionen

  • 2013 Vorsitzende des Kuratoriums, Bundesbevölkerungsinstitut
  • seit 2010 Mitglied der Forschungsunion Wirtschaft-Wissenschaft des BMBF
  • 2010-2012 Mitglied im Expertenrat Demographie des BMI
  • seit 2009 Mitglied im Kuratorium der VolkswagenStiftung (seit 2012 Stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums)
  • seit 2009 Mitglied im wissenschaftlichen Beirat zur deutschen Umsetzung des „Programme for the International Assessment of Adult Competencies“ (PIAAC) der Organisation für wissenschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD)    
  • 2009-2012 Mitglied der Akademiengruppe „Fertilität und gesellschaftliche Entwicklung“ der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina und der Berlin Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW)    
  • 2008-2010 Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGPs)
  • 2007-2017 Vizepräsidentin der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften (seit 2010 Foreign Secretary)
  • seit 2004 Senior Fellow, Max Planck International Research Network on Aging    
  • 2004-2012 Mitglied des wissenschaftlichen Beirats, Deutsches Zentrum für Altersfragen

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • 2017 Seneca-Medaille des Industrie-Clubs Düsseldorf
  • 2014 Braunschweiger Forschungspreis
  • seit 2014 Fellow der Gerontological Society of America
  • seit 2013 Mitglied der Academia Europaea
  • seit 2011 Fellow der Association for Psychological Science (APS)
  • seit 2002 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina
  • seit 2002 Korresp. Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften
  • seit 1999 Fellow der American Psychological Association (APA)
  • 1985-1988 Doktorandenstipendium VolkswagenStiftung
  • 1980-1981 Fulbright Stipendium, Clark University, Worchester, USA

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