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Prof. Dr.

Friedemann Mattern

Wahljahr: 2003
Sektion: Informationswissenschaften
Stadt: Zürich
Land: Schweiz
CV Friedemann Mattern - Deutsch (pdf)

Forschung

Forschungsschwerpunkte: verteilte Systeme, Ubiquitous Computing, Internet der Dinge, Digitalisierung des Alltags, Netzwerke, gesellschaftliche Auswirkungen der Digitalisierung

Friedemann Mattern ist Informatiker. Seine Forschungsschwerpunkte sind verteilte Systeme, „Ubiquitous Computing“ und das „Internet der Dinge“. Er erforscht technische Grundlagen von Sensornetzwerken, aber auch neue Einsatzmöglichkeiten von Smartphones und „ambient assisted living“-Techniken, die älteren Menschen den Alltag erleichtern sollen. Außerdem untersucht Friedemann Mattern die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Auswirkungen der zunehmenden Digitalisierung des Alltags.

Mit „Ubiquitous Computing“ wird die Allgegenwart von Computern bezeichnet, die umfassende Informatisierung und Vernetzung der Dinge. Der Begriff umfasst Modelle und Konzepte verteilter Berechnungen, Sensornetze sowie Infrastrukturmechanismen für das „Internet der Dinge“. Das „Internet der Dinge“ wiederum steht für die Verlängerung des Internets in die reale Welt hinein. Alltagsgegenstände werden ein Teil des Internets, wodurch Dinge mit Informationen ausgestattet werden oder neue Zugänge zum Internet und seinen Leistungen ermöglicht werden. Friedemann Mattern erforscht in diesen Bereichen technische Grundlagen und neue Einsatzmöglichkeiten.

Eine Schlüsselrolle spielen dabei „smarte“-Objekte: Alltagsgegenstände, die mit Informations- und Kommunikationstechnik ausgestattet sind. Sie können zum Beispiel über Sensoren ihren Kontext wahrnehmen, sich miteinander vernetzen und mit dem Menschen interagieren. Mit seiner Arbeitsgruppe hat Mattern zum Beispiel einen intelligenten Stromzähler mit einem Smartphone kombiniert und den Stromverbrauch dann auf dem Smartphone visualisiert. Die Forscher hoffen, dass durch die Transparenz des Verbrauchs das Energiesparen einfacher wird. Sie arbeiten an weiteren Verbindungen von Haushaltsgeräten mit Energiesparanwendungen. In größeren Dimensionen geht es auch um Möglichkeit, dass Autos untereinander kommunizieren, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Oder um „ambient assisted living“-Technologien, die älteren Menschen lange einen selbstständigen Alltag ermöglichen sollen.

Im Bereich von Sensornetzwerken erforscht Friedemann Mattern neuartige Programmierparadigmen für solche Netzwerke. Er entwickelt Verfahren zur In-situ-Überwachung, damit Fehlersuche und Management von Sensornetzwerken vor Ort geschehen können. Mattern beschäftigt sich auch mit den Erwartungen, die an die neuen Möglichkeiten geknüpft sind, sowie mit Fragen der Datensicherheit und Privatsphäre.

Bild: Giulia Marthaler

Werdegang

  • seit 2010 Leiter der Abteilung Informatik an der Eidgenössischen Technische Hochschule (ETH) Zürich, Schweiz
  • 2007 Mitbegründer der Kompetenzzentren „M-Lab“ und „Bits to Energy“ der ETH Zürich und der Universität St. Gallen, Schweiz
  • 2002 Mitbegründer Institut für Pervasive Computing, ETH Zürich
  • seit 1999 Professor für Informatik, ETH Zürich
  • 1994-1999 Professor für Informatik, Technische Universität Darmstadt
  • 1991-1994 Professor für Informatik, Universität des Saarlandes, Saarbrücken
  • 1989 Promotion in Informatik
  • 1983-1991 Wissenschaftlicher Mitarbeiter und Assistenzprofessor, Universität Kaiserslautern
  • 1975-1982 Studium der Informatik, Universität Bonn

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • seit 2003 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften - acatech
  • Korrespondierendes Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften

 

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