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Akademienetzwerke

European Academies Science Advisory Council (EASAC)

European Academies Science Advisory Council (EASAC)

EASAC ist der Zusammenschluss der Nationalen Akademien der Wissenschaften der EU-Mitgliedsstaaten Norwegens und der Schweiz. Das Ziel von EASAC ist es, die gemeinsame Stimme der EU-Nationalakademien in Brüssel zu sein und dort den Institutionen der EU wissenschaftsbasierte Stellungnahmen zu politisch relevanten und aktuellen Themen zu geben. Eine solche unabhängige Stimme der Wissenschaft in Brüssel ist besonders relevant, da bis zu 80 Prozent der neuen Gesetzgebung in den EU-Mitgliedstaaten auf die Initiative der Institutionen der EU zurückzuführen sind.

Die Nationalen Wissenschafts-Akademien der Länder der Europäischen Union schlossen sich im Jahr 2001 zum European Academies Science Advisory Council (EASAC) zusammen. EASAC erarbeitet Stellungnahmen, Berichte und allgemeinverständliche Schriften zu aktuellen gesellschaftsrelevanten Themen in den Bereichen Energie, Umwelt und Biowissenschaften und richtet diese an die Institutionen der EU.

Die Anregungen für die Themen, welche die Akademien gemeinsam in EASAC bearbeiten, kommen aus den Akademien selbst oder werden von Institutionen wie EU-Kommission und EU-Parlament an EASAC herangetragen. Die Stellungnahmen der vergangenen drei Jahre thematisierten u.a. Kreislaufwirtschaft, Genom-Editierung, Elektrizitätsspeicherung, nachhaltige Wälder, „gain of function“ in der Virologie und Nachhaltigkeit der europäischen Meere. Mehr Informationen zu EASAC sind auf www.easac.eu zu finden.

Im August 2015 wurde mit der EASAC Senior Advisory Group ein beratendes Gremium geschaffen, das verschiedene inhaltliche Themen und die Einbindung von EASAC in die wissenschaftsbasierte Politikberatung in der EU-Kommission diskutiert. Mitglieder der Gruppe sind Professor Dame Anne Glover, ehemals Chief Scientific Advisor des Präsidenten der EU-Kommission, Professor Jules Hoffmann, Nobelpreisträger, ehemaliges Mitglied des EASAC Council und Mitglied der Leopoldina, Professor Joaquin Almunia, Ökonom und ehemaliger Vizepräsident der EU-Kommission, und Dr. Wilhelm Krull, Generalsekretär der Volkswagen Stiftung.

Geschäftsstelle von EASAC an der Leopoldina

Im Jahr 2010 hat die Leopoldina die EASAC-Geschäftsstelle von der britischen Royal Society für einen Zeitraum von zehn Jahren übernommen. Seitdem werden viele EASAC-Aktivitäten maßgeblich von der Leopoldina unterstützt. Mitglieder der Leopoldina sind in den drei Steering Panels (Beratergruppen für die Themenbereiche Energie, Umwelt und Lebenswissenschaften) und allen laufenden Arbeitsgruppen von EASAC vertreten. EASAC-Veranstaltungen mit den Vertreterinnen und Vertretern der EU-Nationalakademien finden oft an der Leopoldina statt. Die Geschäftsstelle von EASAC ist verantwortlich für Organisation und Inhalt der Sitzungen aller Gremien, Beratungs- und Arbeitsgruppen von EASAC. Die Geschäftsstelle ist außerdem in engem Kontakt mit IAP, dem globalen Zusammenschluss der Wissenschaftsakademien, für den EASAC das regional affiliierte Netzwerk für Europa ist. Des Weiteren arbeitet die Geschäftsstelle am Dialog mit den Politikerinnen und Politikern der EU und wird darin von einem Brüsseler EASAC-Büro unterstützt, das bei den Königlich-Belgischen Akademien angesiedelt ist.

Im Mai 2016 wurde das 15-jährige Bestehen mit einer Jubiläumsveranstaltung im Rahmen der halbjährlichen Vollversammlung an der Norwegischen Akademie der Wissenschaften begangen.

CONTACT

Leopoldina

Dr. Christiane Diehl

Stellv. Leiterin der Abteilung Internationale Beziehungen; Leiterin der EASAC-Geschäftsstelle

Phone 0345 - 47 239 - 831
Fax 0345 - 47 239 - 839
E-Mail christiane.diehl @leopoldina.org