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Prof. Dr.

Andreas Diekmann

Year of election: 2001
Section: Economics and Empirical Social Sciences
City: Zurich
Country: Switzerland
CV Andreas Diekmann - Deutsch (pdf)

Research

Forschungsschwerpunkte: Theorien sozialer Kooperation, Sozialforschung, Umweltsoziologie, experimentelle Spieltheorie, Familien, Scheidungsrisiko, Konflikte

Andreas Diekmann ist Soziologe. Seine Arbeitsschwerpunkte sind Theorien sozialer Kooperation, Methoden und Modelle in der Sozialforschung, Umweltsoziologie und experimentelle Spieltheorie. Er forscht aber auch über Ehescheidungen und die „Scheidungsspirale“ in Familien.

Andreas Diekmann hat den Begriff „Scheidungsspirale“ mitgeprägt. Dieser beschreibt, dass Kinder, die eine Scheidung miterleben, sich später selbst öfter scheiden lassen. Diekmann hat zusammen mit einer Kollegin die Gründe für diese „soziale Vererbung“ erforscht und untersucht, welche Rolle dabei das Alter des Kindes spielt. Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass sich die Erfahrung der miterlebten Scheidung und gesellschaftliche Veränderungen, wie zum Beispiel die abnehmende Stigmatisierung Geschiedener und die ökonomische Unabhängigkeit der Frauen, gegenseitig verstärken. Hierdurch sind Scheidungskinder selbst einem höheren Scheidungsrisiko ausgesetzt. überraschenderweise spielt das Alter der Kinder keine Rolle. Sie haben alle ein erhöhtes Scheidungsrisiko, unabhängig wie alt sie bei der Scheidung der Eltern waren.

Die Spieltheorie beschäftigt sich mit dem strategischen Handeln von Personen, Firmen, Staaten oder anderen Akteuren. Es geht um Interaktionen und um die Frage, wie in wechselseitiger Abhängigkeit Entscheidungen getroffen werden. Hier erforscht Andreas Diekmann grundlegende Theorien sowie in Experimenten das tatsächliche Verhalten von Personen in Konfliktsituationen.

Werdegang

  • seit 2018 Seniorprofessor an der Universität Leipzig
  • 2017-2018 Fellow am Wissenschaftskolleg Berlin
  • seit 2016 Prof. em. und Leiter einer Umweltforschungsgruppe an der ETH Zürich
  • 2003-2016 Professor für Soziologie an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) Zürich, Schweiz
  • 1990-2003 Professor für Empirische Sozialforschung und Sozialstatistik und Direktor des Instituts für Soziologie an der Universität Bern, Schweiz
  • 1989-1990 Professor für Statistik und sozialwissenschaftliche Methodenlehre an der Universität Mannheim
  • 1987-1989 Wissenschaftlicher Leiter am „Zentrum für Umfragen, Methoden und Analysen (ZUMA) in Mannheim
  • 1987 Habilitation an der Ludwig-Maximilians-Universität München
  • 1979 Promotion an der Universität Hamburg
  • 1976-1986 Projektmitarbeiter, Wissenschaftlicher Assistent und Akademischer Rat an den Universitäten Hamburg und München und dem Institut für Höhere Studien in Wien
  • 1975-1980 Aufbaustudium in Soziologie, Statistik, Psychologie an der Universität Hamburg
  • 1975 Diplom in Soziologie
  • 1970-1975 Studium der Soziologie und Psychologie in Hamburg und Wien

Funktionen

  • seit 2020 Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des Hans-Albert-Instituts
  • seit 2013 Gutachter der Umfrage „Aufwachsen in Deutschland: Alltagswelten“ (AIDA), Deutsches Jugendinstitut, München
  • 2010-2019 Senator der Deutschen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • seit 2010 Stellvertretender Vorsitzender der Sektion „Modellbildung und Simulation“ der Deutschen Gesellschaft für Soziologie (2000-2010 Vorsitzender)
  • 2010-2012 Mitglied im Auswahlkomitee der Alexander von Humboldt Professur der Alexander von Humboldt-Stiftung
  • seit 2008 Mitglied im Beirat, Institut für Arbeitsmarkt-und Berufsforschung (IAB)
  • 2006-2008 Mitglied des Evaluations-Komitees Soziologie des deutschen Wissenschaftsrats
  • 2002-2006 Mitglied im Fachbeirat der Stiftung Mensch, Gesellschaft, Umwelt (Man-Society-Environment), Universität Basel
  • seit 2001 Mitglied im Beirat „Allgemeine Bevölkerungsumfrage“ (Allbus), Zentrum für Umfragen, Methoden und Analysen (ZUMA), Mannheim
  • seit 2000 Mitglied im Sozialwissenschaftlichen Ausschuss des Vereins für Socialpolitik
  • seit 1999 Mitglied im Beirat des Deutschen Jugendinstituts, München
  • Mitherausgeber und Beiratsmitglied mehrerer wissenschaftlicher Fachzeitschriften

Projekte

  • 2015-2020 Projekt: Umweltgerechtigkeit - Soziale Verteilungsmuster, Gerechtigkeitseinschätzungen und Akzeptanzschwellen lokaler Umweltbelastungen, gefördert durch den Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF)
  • 2015-2018 Projekt: Environmental Justice, “Umweltgerechtigkeit - Soziale Verteilungsmuster, Gerechtigkeitseinschätzungen und Akzeptanzschwellen lokaler Umweltbelastungen“, gefördert durch die DFG und den SNF – DACH project, (mit den Universitäten Göttingen, Mainz, Bern)
  • 2015-2016 Projekt: Experimental studies of promoting biodiversity, Coop mit Bundesamt für Umwelt und der Universität Bern
  • 2009-2012 Projekt: Signaling Trustworthiness in Laboratory and Field Experiments, gefördert durch den Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF)
  • 2008-2013 Projekt: Asking sensitive questions: possibilities and limits of randomized response and other techniques in different survey modes, Teilprojekt im Schwerpunktprogramm SPP 1292: Survey Methodology, gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
  • 2005-2009 Projekt: Umweltsurvey 2005, gefördert durch den Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (SNF)

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • 2015 American Sociological Association, Section Rationality and Society Best Paper Award
  • 2015-2016 European Survey Research Association, Best Paper Award “Survey Research Methods”
  • seit 2001 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 2000 Fellow der European Academy of Sociology
  • Heisenberg-Medaille der Alexander von Humboldt-Stiftung
  • Stipendien der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der VolkswagenStiftung und des Schweizerischen Nationalfonds (SNF)
  • Stipendiat der Studienstiftung des Deutschen Volkes

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