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Prof. Dr.

Christian Dustmann

Year of election: 2012
Section: Economics and Empirical Social Sciences
City: London
Country: Great Britain
CV Christian Dustmann - Deutsch (pdf)

Research

Forschungsschwerpunkte: Ökonomie der Migration, Arbeitsökonomik, Familienökonomik, Bildungsökonomik, Lohnstrukturen, Einkommensmobilität

Christian Dustmann ist Wirtschaftswissenschaftler. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Migrationsökonomie. Er erforscht die Auswirkung von Zuwanderung auf Lohn- und Beschäftigungseffekte des Gastlandes. Weitere Forschungsfelder sind Arbeitsökonomik, Familienökonomik und Bildungsökonomik. Hier beschäftigt er sich vor allem mit Lohnstrukturen und Einkommensmobilität. Seit 2013 hat er einen ERC Advanced Grant im Bereich Migrationsforschung.

Christian Dustmann erforscht, wie sich Migration auf wirtschaftliche und arbeitsmarktrelevante Bereiche des Gastlandes auswirkt. Er untersucht, wie sich Löhne, Beschäftigung, Technologie und Innovationsentscheidungen von Unternehmen verändern. In vielen Anpassungsprozessen interagieren Zuwanderer mit der Wirtschaft und dem Arbeitsmarkt des Landes. Immigranten erwerben Fähigkeiten, die auf dem Arbeitsmarkt gefragt sind, Firmen und Unternehmen passen Investitionsentscheidungen an, mittelfristig werden Ausbildungs- und Berufswahl der einheimischen Bevölkerung beeinflusst. In einer Studie untersuchte Dustmann zum Beispiel die fiskalischen Effekte der Zuwanderung nach Großbritannien. Er zeigte auf, dass die Zuwanderer mehrheitlich gebildet sind und mehr Steuern zahlen, als sie an Sozial- und Transferleistungen erhalten. Seine Erkenntnisse bringt Christian Dustmann in Diskussionen und Veränderungsprozesse ein, er berät Behörden und internationale Institutionen in Fragen der Migration.

In weiteren Studien erforscht Christian Dustmann mit Kollegen die Herausforderungen des europäischen und des deutschen Arbeitsmarkts in der globalisierten Welt. Die Wissenschaftler untersuchen den Zusammenhang von Globalisierung, technologischem Wandel und demografischen Veränderungen und die Auswirkungen dieses Zusammenspiels auf den Arbeitsmarkt. In früheren Arbeiten beschäftigte er sich mit Lohnstrukturen und Einkommensmobilität. So hat er gemeinsam mit Kollegen eine Studie über die Gründe des wirtschaftlichen Aufschwungs in Deutschland veröffentlicht („From Sick Man of Europe to Economic Superstar: Germany’s Resurgent Economy“). Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass die wettbewerbsstarke Volkswirtschaft vor allem auf die Tarifautonomie zurückzuführen sei. Für Christian Dustmann lassen sich daraus Lehren für die von der Wirtschaftskrise gezeichneten Länder Südeuropas ziehen: Die Länder sollten die Lohnverhandlungen dezentral auf Firmenebene ermöglichen, dabei aber auf gesicherte Mitspracherechte der Arbeitnehmer achten.

Werdegang

  • 2014-2015 Gastprofessur, Department of Economics, Harvard University, Boston, USA
  • 2011, 2012, 2014 Gastprofessur, European University Institute (EUI) Florenz, Italien
  • 2010 Gastprofessur, Research School of Social Sciences (RSSS), Australian National University, Australien
  • seit 2009 Wissenschaftlicher Direktor, New Opportunities for Research Funding Agency (NORFACE) Migration Programme
  • 2005-2006 Gastprofessur, Faculty for Economics and Econometrics, Universität Amsterdam, Niederlande
  • seit 2004 Professor für Volkswirtschaftslehre (Economics), University College London, UK
  • seit 2004 Gründungsdirektor Centre for Research and Analysis of Migration (CReAM)
  • 2004-2007 Gastprofessur, Research School of Social Sciences (RSSS), Australian National University, Australien
  • 2001 Visiting Fellow, Center of Labor Economics, University of Berkeley, USA
  • 2000-2004 Associate Professor in Economics, University College London, UK
  • 1999 Gastprofessur, Bonn Graduate School und Institut zur Zukunft der Arbeit (IZA), Bonn
  • 1997-1998 Gastprofessur, EUI Florenz, Italien
  • 1997 Habilitation in Volkswirtschaftslehre und Ökonometrie, Universität Bielefeld
  • 1995 Visiting Fellow, French National Institute for Agricultural Research (INRA), Paris, Frankreich
  • 1994-2000 Assistant Professor am Department of Economics, University College London, UK
  • 1992-1994 Hochschulassistent, Institut für Volkswirtschaftslehre, Universität Bielefeld
  • 1992 Promotion in Volkswirtschaftslehre , European University Institute (EUI), Florenz, Italien
  • 1988 Diplom (MA) in Betriebswirtschaftslehre, Universität Bielefeld
  • 1985 Master in Volkswirtschaftslehre, University of Georgia, Athens, USA
  • 1983 Vordiplom (BA) in Betriebswirtschaftslehre, Universität Bielefeld

Funktionen

  • 2014-2017 Präsident der European Society for Labour Economists (EALE)
  • seit 2011 Berater British Home Office, Economics and Resource Analysis Advisory Group
  • seit 2010 Mitglied National Education Panel Survey (NEPS) Scientific Board
  • 2008 Präsident der European Society for Population Economics (ESPE)
  • 2006-2008 Mitglied British Home Office Advisory Panel
  • seit 2006 Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)

Projekte

  • seit 2014 NORFACE  Welfare State Programme “Globalisation, Institutions and the Welfare State”
  • seit 2014 DFG-Projekt „Dynamische Effekte von Immigration auf Löhne, Beschäftigung, Technologie und Innovation“, Teilprojekt zu SPP 1764  „Der deutsche Arbeitsmarkt in der Globalisierung: Herausforderungen durch Handel, Technologie und Demografie“
  • seit 2013 “Advanced Grant” des ERC (European Research Council) on “The Dynamics of Migration and Economic Adjustment”
  • 2012-2015 DFG-Schwerpunktprogramm “Education as a Lifelong Process”
  • 2011-2014 DFG-Projekt „Technologischer und Organisatorischer Wandel, Tarifgebundenheit und internationaler Handel“
  • 2004-2011 DFG-Projekt „Tarifgebundenheit, Lohnbildung, Ausbildungsanreize und Organisatorischer Wandel“, Teilprojekt zu SPP 1169  „Flexibilisierungspotenziale bei heterogenen Arbeitsmärkten“

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • seit 2013 Mitglied der Academia Europaea
  • seit 2012 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • Research Fellow of the Centre for Economic Policy Research (CEPR), London
  • Research Associate of the Institute for Fiscal Studies (IFS), London
  • Research Associate of the Centre for Economic Policy (CEP), London

 

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