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Prof. Dr.

Gerd Graßhoff

Year of election: 2002
Section: History of Science and Medicine
City: Berlin
Country: Germany
CV Gerd Grasshoff - Deutsch (pdf)

Research

Forschungsschwerpunkte: Theoriendynamik, Heuristiken wissenschaftlicher Entdeckungen, Kausalität, Naturphilosophie des 19. und 20. Jahrhunderts, Wissenschaftsgeschichte der Antike, Astronomiegeschichte der Neuzeit, Geschichte wissenschaftlicher Instrumente

Gerd Grashoff ist ein deutscher Wissenschaftshistoriker. Zu den Schwerpunkten seiner Arbeit gehören neben der Wissenschaftsgeschichte einzelner Aspekte auch die Erforschung der Methoden wissenschaftlicher Forschung sowie philosophische Modelle kausalen Schließens.

Unter dem Dach des Exzellenzclusters „Topoi“ ist Graßhoff federführend an der Erforschung der Verknüpfung von Raum und Wissen in den Zivilisationen des Vorderen Orients, des Mittelmeers, des Schwarzmeergebiets und Teilen der Eurasischen Steppe im Zeitraum vom 6. Jahrtausend v. Chr. bis ca. 500 n. Chr. beteiligt. Dem Projekt liegt die Absicht zugrunde, Räume, räumliche Systeme und verschiedene Formen von raumbezogenem Wissen als miteinander verbundene Faktoren in der Entwicklung antiker Kulturen zu verstehen.

Das Spektrum der dort zusammengefassten Projekte ist breit: So untersucht Graßhoff unter anderem 400 antike Sonnenuhren mit Hilfe einer speziellen Präzisions-Lasermessung. Aus den Messdaten können anschließend dreidimensionale Computermodelle erstellt werden. Die Vermessung bildet die Basis für eine Erforschung und Rekonstruktion des Bauprozesses dieser Sonnenuhren.

Des Weiteren ist Graßhoff an Publikations- und Kommunikationsprozessen der gegenwärtigen Wissenschaft interessiert. Um Aufschluss über den Prozess kooperativer Forschungshandlungen zu bekommen, hat er die Forschungskommunikation einer Arbeitsgruppe des CERN in Genf untersucht. Auf diese Weise konnte der Verlauf der Entstehung des kollektiven Wissens auf der Basis der täglichen Kommunikation anhand von Memos, E-Mails und Preprints nachvollzogen werden.

Werdegang

  • seit 2010 Professor für Wissenschaftsgeschichte der Antike an der Humboldt-Universität Berlin
  • 2002 Forschungsaufenthalt an der University of California, Berkeley, USA
  • 1999 - 2010 Professor für Wissenschaftstheorie und Wissenschaftsgeschichte sowie Direktor des Instituts für Philosophie an der Universität Bern
  • 1997 - 1998 Lehrstuhlvertretung für Wissenschaftsgeschichte an der Universität Göttingen
  • 1995 - 1996 Vertretungsprofessur für Theoretische Philosophie an der Universität Hamburg
  • 1995 - 1999 Wissenschaftlicher Mitarbeiter für historische Epistemologie am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin
  • 1995 Habilitation an der Universität Hamburg
  • 1990 - 1991 Minerva-Stipendiat am Cohn Institute for the History and Philosophy of Science and Ideas, Tel Aviv, Israel
  • 1988 - 1995 Hochschulassistent am Philosophischen Seminar der Universität Hamburg
  • 1986 - 1987 Aufenthalt am Institute for Advanced Study, Princeton, USA
  • 1986 Promotion am Institut für Wissenschaftsgeschichte der     Universität Hamburg
  • 1983 - 1986 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Philosophischen Seminar der Universität Hamburg
  • 1985 Forschungsaufenthalt am Massachusetts Institute of Technologie (MIT) in Cambridge, USA
  • 1978 - 1985 Studium der Philosophie an den Universitäten Hamburg und Oxford, UK
  • 1976 - 1978 Studium der Philosophie, Physik und Mathematik an der Universität Bochum

Projekte

  • seit 2012 Sprecher des seit 2007 bestehenden Exzellenzcluster EXC 264 „Topoi – Die Formation und Transformation von Raum und Wissen in den antiken Kulturen“

Funktionen

  • 2006 Vize-Präsident der Euler-Kommission der Akademie der Naturwissenschaften der Schweiz
  • 2008 Mitglied des Scientific Advisory Board der European Science Foundation (ESF)
  • seit 2004 Mitglied der Bernoulli-Kommission Basel
  • seit 2002 Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat des Deutschen Museums in München

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • 2009 R. R. Newton Award for History of Science
  • seit 2002 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 1992 Heinz Maier-Leibnitz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft

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