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Prof. Dr.

Thomas Eschenhagen

Year of election: 2008
Section: Physiology and Pharmacology/Toxicology
City: Hamburg
Country: Germany
CV Thomas Eschenhagen - Deutsch (PDF)

Research

Forschungsschwerpunkte: Künstliches Herzgewebe, kardiales Tissue Engineering, kardiovaskuläre Arzneimitteltherapie, Pharmakogenetik, molekulare Mechanismen der Herzinsuffizienz, individualisierte Medizin

Thomas Eschenhagen erforscht die molekularen Mechanismen von chronischer Herzmuskelschwäche, einer der wichtigsten Volkskrankheiten der westlichen Welt. Zukunftsweisend gilt die von ihm 1994 entwickelte Technik zur Herstellung dreidimensionaler, künstlicher Herzgewebe. Die 3D-Herzmodelle finden auch in seinen weiteren Forschungsschwerpunkten weitreichend Anwendung.

Thomas Eschenhangens experimenteller Forschungsschwerpunkt liegt darin, die Funktion von gesunden und kranken Herzen sowie die Wirkungsweise von Herz-Kreislauf-Medikamenten zu untersuchen. Eine von ihm entwickelte Technik – bekannt als kardiales Tissue Engineering – ermöglicht, künstliche und dreidimensionale Herzgewebe herzustellen und daran bestimmte Fragestellungen zu prüfen. An solchen 3D-Herzmodellen lassen sich zum Beispiel Vergleiche ziehen zwischen gesunden und kranken Herzmuskeln, bzw. solchen, die genetische Defekte oder Varianten aufweisen.

Für diese genetischen Variationen interessiert sich Thomas Eschenhagen in einem weiteren Forschungsschwerpunkt: Die Art und Weise, in der genetische Varianten die Reaktion von Patienten auf eine bestimmte Arzneitherapie beeinflussen. Mit einem künstlichen, dreidimensionalen Herzmodell möchte Eschenhagen die verschiedenen genetischen Varianten erfassen und ein analytisches Verfahren entwickeln, das zukünftig das Risiko für eine Herzschwäche vorhersagbarer machen und neue therapeutische Ansätze aufzeigen soll.

Thomas Eschenhagen und sein Team greifen experimentell auf ein breites Spektrum von klassischen pharmakologischen und muskel-/zellphysiologischen Methoden, Proteinbiochemie, Mausgenetik und Stammzell-/Tissue Engineering-Techniken zurück.

Bisher wurden für Studien, die sich mit der Wirkung pharmakologischer Stoffe auf das menschliche Herz beschäftigen, Tierversuche herangezogen. Seitdem Eschenhagen die Methode der künstlichen, dreidimensionalen Herzgewebe etabliert hat, liegt ein großes Bestreben darin, das Verfahren in Versuchsdurchführung und -auswertung weitgehend automatisiert ablaufen zu lassen.

Werdegang

  • seit 2002 Professor und Direktor des Instituts für Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
  • 1999-2002 Direktor des Instituts für Klinische Pharmakologie, Universität Erlangen
  • 1998 Professor am Institut für Klinische Pharmakologie und Toxikologie der Universität Erlangen
  • 1995-1999 Heisenbergstipendiat der DFG, Auslandsaufenthalte in St. Louis, Baltimore, Stanford (USA) und Paris
  • 1994 Habilitation für Pharmakologie und Toxikologie, Universität Hamburg
  • 1989-1995 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Pharmakologie, Universität Hamburg
  • 1989-1992 Aufbaustudium Molekularbiologie an der Universität Hamburg
  • 1988 Promotion zum Dr. med.
  • 1986-1989 Assistenzarzt in der Inneren Abteilung des Vinzenzkrankenhauses Hannover
  • 1986 Ärztliche Prüfung
  • 1978-1985 Medizinstudium an der Medizinischen Hochschule Hannover

Funktionen

  • seit 2011 Vorstandsvorsitzender und Vorstandssprecher des Deutschen Zentrums für Herz-Kreislauf-Forschung (gegründet 2011)
  • seit 2010 Koordinator der finalen Antragstellung für das Deutsche Zentrum für Herz- und Kreislaufforschung (BMBF)
  • seit 2007 Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats des LIFA, Münster
  • 2006-2008 Sprecher des Kollegiums am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf
  • 2006 Mitglied im Roadmap-Verfahren Herz-Lunge-Niere, BMBF
  • 2006 Mitglied im Strategic Planning Panel Regenerative Medicine, NIH/NHLBI
  • seit 2005 Wissenschaftlicher Beirat der ADUMED-Stiftung
  • seit 2005 Wissenschaftlicher Beirat der Deutschen Stiftung für chronisch Herzkranke
  • seit 2004 Wissenschaftlicher Beirat der Hufeland-Stiftung
  • seit 2004 Fachkollegiat Medizin der Deutschen Forschungsgemeinschaft
  • seit 2003 Außerordentliches Mitglied der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärzteschaft
  • seit 2002 Stellvertretender Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Stiftung für Herzforschung
  • seit 2002 Gewähltes Mitglied im Fakultätsrat, stellvertretender Vorsitzender des Haushalts- und Strukturausschusses der Universität Hamburg
  • 2001-2005 Programmkommission der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK)
  • 2001-2005 Kommission für Experimentelle Kardiologie der DGK
  • seit 2000 Sachverständigenausschuss des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte

Projekte

  • 2005-2012 DFG-FOR 604 „Signalwege im gesunden und kranken Herzen“ (Sprecher)
  • Internationales Forschungsprojekt der britischen Herzstiftung (British Heart Foundation, BHF)

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • 2013 ERC Advanced Grant des Europäischen Forschungsrates (ERC)
  • 2012 Ehrung als herausragender Wissenschaftler der Internationalen Gesellschaft für Herzforschung (International Society for Heart Research, ISHR)
  • seit 2008 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • seit 2004 Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen
  • seit 2002 Fellow der American Heart Association (FAHA)

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