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Prof. Dr.

Claus R. Bartram

Sekretar der Klasse II - Lebenswissenschaften

Year of election: 2004
Section: Human Genetics and Molecular Medicine
City: Heidelberg
Country: Germany
CV Claus R. Bartram - Deutsch (pdf)

Research

Forschungsschwerpunkte: Erbliche Krebserkrankungen, Leukämie, Tumorgenetik, molekulare Cytogenetik

Claus R. Bartram ist ein deutscher Humangenetiker, Molekularbiologe und Kinderarzt und arbeitet auf dem Gebiet der Krebsforschung. Er zeichnet sich durch seine wegweisenden Forschungen zur Entstehung von erblichen Krebserkrankungen wie Leukämie aus, insbesondere ihrer genetischen Mechanismen.

Einen Schwerpunkt seiner Arbeit legt Bartram als Kinderarzt und Genetiker auf die Erforschung einer bösartigen Tumorerkrankung, die bereits im Kindesalter auftritt: die akute lymphatische Leukämie. Bartram gelang es, Abschnitte im Erbgut zu charakterisieren, die die Entstehung der erblichen Tumorerkrankung begünstigen. Bartram befasst sich zudem mit der Frage, wie die Krankheit auf molekulargenetischer Ebene entsteht und wie sich ihr Fortschreiten mit molekularen Markern kontrollieren ließe.

Neben seinen Erfolgen in der Grundlagenforschung ist für Bartram der Transfer in die angewandte Forschung von großer Bedeutung. Als Arzt ist ihm wichtig, dass sich seine Erkenntnisse auch im klinischen Alltag durchsetzen.

Den neuen ethischen Fragen, die seine eigene Forschung aufwirft – beispielsweise in der pränatalen und der prädiktiven Diagnostik – widmet sich Bartram als Mitglied verschiedener Ethikkommissionen. Dabei geht es u.a. um den Umgang mit dem Wissen, ein erhöhtes Risiko für die Entstehung bösartiger Tumorerkrankungen zu vererben bzw. geerbt zu haben.

Werdegang

  • seit 1995 Direktor des Instituts für Humangenetik, Universität Heidelberg
  • 1993 Ruf auf den Lehrstuhl für Klinische Molekularbiologie (C4), Universität Ulm
  • 1993 Facharzt für Humangenetik
  • 1987 Universitätsprofessor (C2), Leiter der Sektion Klinische Molekularbiologie, Universität Ulm
  • 1985 Habilitation in Pädiatrie
  • 1985 Facharzt für Pädiatrie
  • 1979‐1985 Facharztausbildung in Pädiatrie an den Universitäts‐Kinderkliniken Düsseldorf und Ulm
  • 1978 Staatsexamen und Promotion zum Dr. med.
  • 1972‐1978 Studium der Medizin und Philosophie, Universität Hamburg

Funktionen

  • seit 2016 Als Sekretar der Klasse II – Lebenswissenschaften Mitglied des Präsidiums der Leopoldina
  • 2004-2014 Dekan der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
  • seit 2010 Obmann der Sektion Humangenetik und Molekulare Medizin der Leopoldina
  • seit 2006 Co‐Direktor des Interdisziplinären Forums für Biomedizin und Kulturwissenschaften (IFBK), Heidelberg
  • 2004-2012 Mitglied des Fachkollegiums „Medizin“ der Deutschen Forschungsgemeinschaft
  • 2002-2012 Mitglied der Ethikkommission der Firma Novartis Pharma AG, Basel
  • 2002-2006 Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Humangenetik (GfH)
  • seit 1989 Europäische Akademie zur Erforschung von Folgen wissenschaftlich‐technischer Entwicklungen, Bad Neuenahr‐Ahrweiler

Projekte

  • 2011-2013 Nationales Centrum für Tumorerkrankungen (NCT): “Identification of genetic loci that impart susceptibility to childhood acute lymphoblastic leukemia using genome wide association approach”
  • 2009-2012 Deutsche Krebshilfe: „Versorgungsoptimierung für Frauen mit einer erblichen Belastung für Brust- und Eierstockkrebs durch ergebnisorientierte Evaluation der präventiven Maßnahmen“
  • 1999-2007 Deutsche Krebshilfe: „Analyse minimaler residueller Leukämiezellen (MRD) bei Kindern mit akuter lymphatischer Leukämie (ALL)“

Auszeichnungen und Mitgliedschaften

  • seit 2004 Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina
  • 2000 Deutsche Krebshilfe‐Preis
  • 1996 Preis der Lingen‐Stiftung
  • 1994 Merckle‐Forschungspreis der Universität Ulm
  • 1993 Wilhelm Warner‐Preis
  • 1992 Johann Georg Zimmermann‐Preis
  • 1992 Robert Pfleger‐Preis
  • 1989 Artur Pappenheim‐Preis der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie
  • 1987 Wissenschaftspreis der Stadt Ulm
  • 1985 Wissenschaftspreis 1984 der Kind‐Philipp‐Stiftung für Leukämieforschung

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