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Mitglied im Fokus

Britta Siegmund zur Vizepräsidentin der DFG ernannt

Die Medizinerin Prof. Dr. Britta Siegmund wurde im Rahmen der Jahresversammlung der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) am 3. Juli 2019 in Rostock zur Vizepräsidentin gewählt. Das Amt übernimmt sie von der Freiburger Medizinerin Prof. Dr. Leena Bruckner-Tudermann. Britta Siegmund ist Professorin und Direktorin der Medizinischen Klinik für Gastroenterologie, Infektiologie und Rheumatologie der Charité Berlin und seit 2017 Mitglied der Leopoldina.

Britta Siegmund erforscht chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa. Ihr Ziel ist, neue Behandlungsstrategien für diese bislang unheilbaren Leiden zu entwickeln. Dazu setzt sie auf eine enge Verknüpfung klinischer und wissenschaftlicher Forschung und auf eine fächerübergreifende Zusammenarbeit mit anderen Abteilungen. Sie und ihr Team konnten zeigen, wie wichtig es ist, die Erkrankung frühzeitig zu erkennen und gezielt mit der Therapie zu beginnen. Weitere ihrer Forschungsschwerpunkte sind die Entstehung von Tumoren in Zusammenhang mit Autoinfektionskrankheiten und das so genannte „schleichende Fett“, eine oft zusammen mit chronischen Darmerkrankungen auftretende Veränderung des Fettgewebes. Die Medizinerin setzt sich auch dafür ein, dass der wissenschaftliche Nachwuchs Klinik und Labor miteinander verbindet.

Britta Siegmund studierte Humanmedizin an der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Harvard Medical School in Boston, USA. 2003 wurde sie in das Emmy Noether-Programm der DFG aufgenommen und leitete bis 2007 eine Nachwuchsgruppe an der Charité Universitätsmedizin Berlin. Danach arbeitete sie als Oberärztin an der Medizinischen Klinik für Gastroenterologie, Infektiologie, Rheumatologie der Charité und erhielt 2012 eine Heisenberg-Professur. 2013 folgte der Ruf auf den Lehrstuhl der Medizinischen Klinik für Gastroenterologie, Infektiologie, Rheumatologie. Die Medizinerin war 2016 bis 2017 im Fachkollegium Medizin der DFG aktiv und ist 2017 zum Mitglied des DFG-Senats berufen worden. Nach ihrer Wahl zum Mitglied der Leopoldina im Jahr 2017 wurde sie 2019 auch von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften unter ihre Mitglieder aufgenommen.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ist die zentrale und größte Forschungsförderungsorganisation in Deutschland. Zu den neuen Präsidiumsmitgliedern, die Anfang Juli von der Mitgliederversammlung der DFG gewählt wurden, gehören außerdem die Informatikerin Prof. Dr. Kerstin Schill sowie der im Amt bestätigte Ingenieur Prof. Dr. Frank Allgöwer. Die zukünftige Präsidentin der DFG Prof. Dr. Katja Becker ist ebenfalls Mitglied der Leopoldina.

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