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Mitglied im Fokus | Monday, 1. April 2019

Erin Schuman mit Mika Salpeter Lifetime Achievement Award ausgezeichnet

Die Neurobiologin Erin Schuman, Direktorin am Max-Panck-Institut für Hirnforschung und Mitglied der Leopoldina, wurde für ihre Leistungen in den Neurowissenschaften mit dem Mika Salpeter Lifetime Achievement Award geehrt. Sie erhielt die Auszeichnung Anfang November in San Diego (USA).

Erin Schuman erforscht die neuronalen Verknüpfungen im Nervensystem und deren Veränderungen (Plastizität). Diese tragen über die Zusammensetzung der aktiven Proteine zum Lernen und zur Informationsspeicherung bei. Schuman konnte zeigen, dass die Neubildung von Protein-basierten Botenstoffen in Nervenzellen nicht nur, wie in anderen Zelltypen, im Zellkern stattfindet. Sie wies auch nach, dass sich alle Strukturen, die für die Neubildung von etwa 250 Millionen Proteinmolekülen am Tag benötigt werden, überall in der Nervenzelle befinden.

Erin Schuman wurde 1990 an der Princeton University (USA) promoviert. Von 1999 bis 2010 lehrte und forschte sie am California Institute of Technology (CALTECH), wo sie zuletzt ab 2004 eine Professur innehatte. Seit 2009 ist Schuman Direktorin am Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main, seit 2015 ist sie zudem Professorin für Neuronale Synaptische Dynamik an der Goethe-Universität Frankfurt. Die Leopoldina wählte Erin Schuman 2017 in die Sektion Biochemie und Biophysik.

Der Mika Salpeter Lifetime Achievement Award wird seit dem Jahr 2000 jährlich von der Society of Neurosciences vergeben und ist mit 5000 US-Dollar (circa 4400 Euro) dotiert. Die Auszeichnung ehrt Wissenschaftlerinnen, die besondere Leistungen in den Neurowissenschaften erbracht und zur Förderung von Frauen in den Neurowissenschaften beigetragen haben.

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