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Jörg Vogel erhält Feldberg-Preis 2019

Jörg Vogel erhält Feldberg-Preis 2019

Prof. Jörg Vogel. Foto: HZI/HIRI/Mario Schmitt

Der Feldberg-Preis für deutsch-britischen Austausch in den Lebenswissenschaften geht 2019 an den Biologen Jörg Vogel. Wie die Feldberg-Stiftung mitteilte, sind Vogel auf der deutschen Seite und Anne Ferguson-Smith aus Cambridge auf der britischen Seite die diesjährigen Preisträger. Ziel der Stiftung ist es, den wissenschaftlichen Austausch zwischen deutschen und britischen Forschern zu fördern.

Jörg Vogel ist durch seine Forschung zu Ribonukleinsäuren (RNA) bekannt. Als Direktor am Helmholtz-Institut für RNA-basierte Infektionsforschung in Würzburg (HIRI) arbeitet der Biologe mit interdisziplinärer Expertise daran, die Rolle von RNA bei Infektionsprozessen zu beschreiben – ein wichtiger Beitrag zur Bekämpfung zunehmender Antibiotika-Resistenzen, chronischer Infektionen und neu auftretender Krankheitserreger.

Vogel hat in London und Berlin studiert, war Postdoc in Schweden und Israel und ist nach weiterer Forschungstätigkeit beim Max-Planck-Institut für Infektionsbiologie nun HIRI-Direktor und Professor an der Universität Würzburg. Seit 2013 ist er Mitglied der Leopoldina in der Sektion Mikrobiologie und Immunologie.

„Ich freue mich über diesen Preis ganz besonders“, sagt Jörg Vogel, der an seinem früheren Studienort, dem Imperial College in London, auch Gastprofessor ist. Wissenschaft lebe stets von multinationaler Zusammenarbeit, während der anstehende Brexit negative Folgen für die Zusammenarbeit von britischen Forschen mit ihren Kollegen aus Kontinentaleuropa haben könne. „Wissenschaftler jeden Alters und aus allen Bereichen müssen sich ihre Fortschrittlichkeit bewahren und die Gesellschaft voranbringen. Ländergrenzen und nationalistische Tendenzen dürfen uns davon nicht abhalten.“

Der Feldberg-Preis ist mit 12.500 Euro dotiert und wird im Zweijahresrhythmus für die kommenden beiden Jahre vergeben. Somit stehen auch die Preisträger für das Jahr 2020 bereits fest. Auf deutscher Seite wurde mit dem Molekularbiologen Volker Haucke wiederum ein Leopoldina-Mitglied geehrt – und auch in der Vergangenheit wurden vielfach Akademiemitglieder ausgezeichnet.

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