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Nachricht | Montag, 6. Mai 2019

160. Todestag von Naturforscher Alexander von Humboldt

160. Todestag von Naturforscher Alexander von Humboldt

Foto: Fotolia - josefkubes

Alexander von Humboldt (1769-1859) gilt als einer der letzten großen Universalgelehrten und stand im weltweiten Austausch mit den größten Wissenschaftlern seiner Zeit. Das Werk des Naturforschers, der am 6. Mai vor 160 Jahren starb, hatte großen Einfluss auf Wissenschaft und Philosophie, seine Forschungsreisen eröffneten Einsichten in zum Teil noch unbekannte Welten. Nach Humboldt sind zahlreiche Tiere und Pflanzen, aber auch Berge und Städte benannt. Die Leopoldina wählte Alexander von Humboldt 1793 zu ihrem Mitglied.

Alexander von Humboldt begann 1787 ein Studium der Kameralwissenschaft an der Viadrina-Universität in Frankfurt (Oder). Nebenbei hörte er dort Altertumswissenschaften, Medizin, Physik und Mathematik. Aufgrund offenkundiger Unterforderung verließ er gemeinsam mit seinem Bruder Wilhelm die Viadrina bereits nach einem Semester und widmete sich in Berlin zunächst wieder seinen botanischen Interessen. Im April 1779 begann er ein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Göttingen, die zu jener Zeit ein Zentrum der Aufklärung war. 1791 wechselte er nach Freiberg in Sachsen, wo er Naturwissenschaften und Bergbau studierte. Im Anschluss war er von 1792 bis 1796 als Berg-Assessor im preußischen Staatsdienst tätig.

1799 brach er gemeinsam mit dem französischen Naturforscher Aimé Bonpland zu einer fünfjährigen Reise nach Amerika auf. Dort unternahm er Tier- und Pflanzenstudien. Außerdem führte er Messungen zum Erdmagnetismus durch und bestieg den 5850 Meter hohen Gipfel des in Ecuador gelegenen Chimborazo. 1807 zog Humboldt von Berlin nach Paris und begann mit der Arbeit an einer Geografie der Pflanzen, deren erste deutsche Ausgabe er Goethe widmete. 1808 veröffentlichte er seine „Ansichten der Natur“. 1827 kehrte er nach Berlin zurück und wurde dort Berater des preußischen Königs. 1829 folgte eine weitere große Reise, die Humboldt im Auftrag des russischen Zaren über das Baltikum nach Moskau und schließlich in den Ural, nach Sibirien und bis zur chinesischen Grenze führte.

1837 lernte Humboldt in London den britischen Evolutionsforscher Charles Darwin kennen, der ihn später als „den größten Wissenschaftsreisenden, der jemals gelebt hat“ bezeichnete. 1842 wurde er zum Kanzler des neu gestifteten Ordens „Pour le mérite“ ernannt. 1845 erschien der erste Band seines Werks „Kosmos - Entwurf einer physischen Weltbeschreibung“. Es folgten noch vier weitere Bände, der letzte erst drei Jahre nach Humboldts Tod.

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