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Press Release | Thursday, 16. December 2004

Akademie Leopoldina vereinbart engere Zusammenarbeit mit osteuropäischen Akademien

Auf Einladung der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina trafen sich am 15. Dezember 2004 in der Akademie in Halle an der Saale das Leopoldina-Präsidium mit Akademie-Präsidenten aus den neuen osteuropäischen EU-Mitgliedsstaaten zu einer gemeinsamen Sitzung. Eingeladen waren die Präsidenten der Nationalen Akademien aus Estland, Lettland, Litauen, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn.

 Weitere Teilnehmer der Gesprächsrunde waren Vertreter großer deutscher Wissenschafts- und Förderorganisationen wie der Deutschen Forschungsgemeinschaft, des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, der Volkswagen-Stiftung, des Stifterverbandes für die deutsche Wissenschaft, der Alexander von Humboldt-Stiftung, der Robert Bosch-Stiftung und der Jacobs-Stiftung. Auch die Junge Akademie, eine gemeinsame Gründung der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und der Leopoldina aus dem Jahr 2000, war vertreten.

Ziel der gemeinsamen Sitzung war ein Austausch über die Fördermöglichkeiten für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den neuen EU-Ländern und deren mögliche Einbindung in deutsche, aber auch europäische Forschungsprogramme. Dazu präsentierten die genannten Förderorganisationen ihre laufenden und geplanten Programme, die auf reges Interesse stießen. Einige der osteuropäischen Akademien verfügen über eigene Forschungsinstitute mit zum Teil mehreren Tausend Mitarbeitern und sind daher, neben den Universitäten ihrer Länder, sehr an Kooperationen interessiert. Sie verbinden damit u.a. die Hoffnung, dem "Brain Drain" ihrer Länder entgegenwirken zu können. 

Darüber hinaus wurde vereinbart, bei der Ausrichtung internationaler Leopoldina-Symposien künftig auch osteuropäische Akademien als Partner einzubinden. Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina führt seit Jahren gemeinsame internationale Tagungen mit deutschen, vor allem aber europäischen Akademien durch. Darunter waren in der Vergangenheit Tagungen wie "Single Molecule Chemistry" in der Lutherstadt Wittenberg (zusammen mit der französischen Académie des sciences und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, 2001), "Chemistry and Mathematics – Two Scientific Languages of the 21st Century" in Göttingen (zusammen mit der Académie des sciences und der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, 2001), "Science and Society" in Halle an der Saale (zusammen mit der Royal Society London, der Académie des sciences und der italienischen Accademia Nazionale dei Lincei, 2002), "Die Zukunft der Transplantation von Zellen, Geweben, Organen" in Ascona (Schweiz) (zusammen mit der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften, 2003), "Science and Music – The Impact of Music" in Halle an der Saale (zusammen mit der Heidelberger Akademie der Wissenschaften, 2004) und "Threat of Infection" in Würzburg (zusammen mit der Académie des sciences, 2004). 

Für das Jahr 2005 sind bereits einige gemeinsame Veranstaltungen mit europäischen Akademien bzw. ausländischen Universitäten geplant: "Chemistry and Art in Theory and Practice" in Les Treilles (Frankreich) (zusammen mit der Académie des sciences), "New Frontiers in Microbiology and Infectious Diseases" in Paris (Frankreich) (zusammen mit der Académie des sciences, der Royal Society London, sowie den französischen und britischen Medizinischen Akademien), "Autoimmunität" in Wien (Österreich) (zusammen mit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften), "Christian Gottfried Nees von Esenbeck: Die Bedeutung der Botanik als Naturwissenschaft in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts – Methoden und Entwicklungswege" in Breslau (Wroclaw, Polen) (zusammen mit der Universität Breslau).

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