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Press Release | Friday, 17. October 2003

Neue Sektion "Kulturwissenschaften" – Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina rundet ihr Fächerspektrum ab

"Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina erwägt, in umfassenderer und konzentrierterer Form als bisher, zu wichtigen gesellschaftlichen Fragen kritisch-reflexiv Stellung zu nehmen", erklärte Leopoldina- Präsident Professor Dr. Volker ter Meulen (Würzburg) anlässlich einer Pressekonferenz vor Beginn der feierlichen Eröffnung der Jahresversammlung 2003 zum Thema "Energie".

Für die Vorbereitung dieser Stellungnahmen sei es vordringlich, das Fächerspektrum der Leopoldina, welches traditionell in den Naturwissenschaften und Medizin liegt, zu ergänzen. Die Leopoldina werde künftig auch herausragende Gelehrte aus den Kulturwissenschaften aufnehmen, kündigte der Leopoldina-Präsident an.

Unter dem Begriff Kulturwissenschaften sind die Teile der Sozial- und Geisteswissenschaften zusammengefasst, die sich meist auf interdisziplinärer und theoretischer Ebene mit der menschlichen Natur, ihrer Geschichte, ihrer geistigen und gesellschaftlichen Verfasstheit sowie Strukturen und Reformen der modernen Gesellschaft beschäftigen. 

Das Präsidium der Leopoldina sieht in der Zustimmung zur Gründung der Sektion Kulturwissenschaften durch den Senat der Leopoldina am 17. Oktober 2003 ein wichtiges und richtiges Signal, sich analog zu anderen Akademien – wie zum Beispiel der National Academy of Sciences in den Vereinigten Staaten – im Fächerspektrum abzurunden.

Die Leopoldina hatte bereits zuvor nach der Wiedervereinigung die internationale Entwicklung in der Wissenschaft aufgegriffen und neue Sektionen gegründet, so zum Beispiel "Technikwissenschaften" und "Informationswissenschaften". Auch die empirischen Sozial- und Geisteswissenschaften sind mittlerweile mit Persönlichkeiten aus den Bereichen "Wissenschaftstheorie", "Ökonomik und Empirische Sozialwissenschaften" sowie "Empirische Psychologie und Kognitionswissenschaften" in der Leopoldina vertreten.

"Die Leopoldina wird künftig in den Jahren zwischen den alle zwei Jahre in Halle stattfinden Jahresversammlungen Leopoldina-Konferenzen zu fokussierteren Themen an jeweils wechselnden Universitätsorten abzuhalten. Dies hat der Senat am 17. Oktober 2003 ebenfalls beschlossen", berichtet Volker ter Meulen weiter. Damit werde die Leopoldina ihre Präsenz im deutschsprachigen Raum deutlich verstärken. Seit der Wiedervereinigung hält die Leopoldina zunehmend Symposien und Meetings an verschiedenen Orten in Deutschland, Österreich und der Schweiz ab. Unter anderem fanden in den vergangenen Jahren Veranstaltungen in Wien, Klosterneuburg bei Wien, Ascona, München, Berlin, Würzburg, Lutherstadt Wittenberg, Leipzig, Göttingen, Bremen, Karlsruhe, Gatersleben und Darmstadt statt. 

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