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SUMMARY:Physik in Kopenhagen vor und nach dem Zweiten Weltkrieg
DESCRIPTION: „Kopenhagen“ – wenige Ortsbezeichnungen rufen bei Physikintere
 ssierten stärkere Assoziationen hervor. Das 1921 von Niels Bohr ML gegründe
 te Institut für Theoretische Physik war in der Zwischenkriegszeit nicht nur
  ein zentraler Ort in der Entstehung der Quantenmechanik, die Stadt lieh mi
 t der „Kopenhagener Deutung“ auch der lange dominanten Interpretation diese
 r Theorie ihren Namen. Forscher aus aller Welt, unter anderem die Leopoldin
 a-Mitglieder James Franck, Werner Heisenberg, Wolfgang Pauli, Paul Dirac, L
 ev Landau und Victor Weisskopf, besuchten Bohrs Institut oder forschten an 
 ihm. Zu den Forschungsgebieten gehörten dabei die Atomstruktur und die Quan
 tenphysik, später vermehrt auch die Kernphysik, für welche Kopenhagen in de
 n 1930er Jahren ebenfalls zu einem zentralen Kontext wurde.\n\nWeniger beka
 nnt ist, dass Kopenhagen auch in der Nachkriegszeit eine herausgehobene Ste
 llung einnahm. Niels Bohrs Sohn Aage Bohr ML begründete in den 1950er Jahre
 n seine eigene „Kopenhagener Schule“. Auf dem Feld der Kernstrukturphysik w
 urde Kopenhagen zum Sammelpunkt von Forschern aus Europa, Nordamerika und d
 er Sowjetunion. Profitierte Aage Bohr dabei lediglich vom etablierten Prest
 ige der von seinem Vater begründeten Institution oder schuf er einen eigene
 n Kontext kreativer physikalischer Forschung? \n\nNach einer Einführung in 
 die Geschichte der Physik in Kopenhagen untersucht Dr. Christian Joas in se
 inem Vortrag komparativ und aus globalhistorischer Perspektive die Forschun
 gsbedingungen in Kopenhagen vor und nach dem Zweiten Weltkrieg. Dabei geht 
 er insbesondere auf die spezifischen Mittlerrollen Kopenhagens vor und nach
  dem Zweiten Weltkrieg ein. Außerdem zeigt er, dass die Kopenhagener Kernst
 rukturphysik der Nachkriegszeit ein wichtiger Teil eines neuen Forschungspa
 radigmas war, das eng verwoben war mit neuen Entwicklungen in der Vielteilc
 hentheorie, die auf der Ende der 1940er Jahre entwickelten renormierten Qua
 ntenelektrodynamik aufbauten.\n\nProf. Dr. Rainer Godel und Prof. Dr. Diete
 r Hoffmann ML laden Sie herzlich ein.\n\nML – Mitglied der Leopoldina\n\nFo
 to: Kopenhagen zu Beginn des 20. Jahrhunderts (Detroit Photographic Co. / W
 ikimedia Commons) \n\nWeitere Informationen und Anmeldung\n\n Die Veranstal
 tung richtet sich an alle Interessierten. Der Eintritt ist frei. Eine Anmel
 dung ist nicht erforderlich.\n\nKontakt\n\n Prof. Dr. Rainer GodelLeiter de
 s Zentrums für WissenschaftsforschungE-Mail: rainer.godel@leopoldina.orgTel
 .: 0345 / 47 239 -115
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