BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:https://github.com/derhansen/sf_event_mgt
METHOD:PUBLISH
BEGIN:VEVENT
UID:1097-96@www.leopoldina.org
CLASS: PUBLIC
SUMMARY:Wissenschaftshistorisches Seminar „Naturwissenschaft, Bildung und G
 esellschaft im Zeitalter der Aufklärung”
DESCRIPTION:In der neuzeitlichen Geschichte der Beziehung von Naturwissensc
 haft, Bildung und Gesellschaft markiert das 18. Jahrhundert eine besondere 
 Zäsur. Naturforscher dieser Epoche betonen neben der reinen Erkenntnis die 
 Bedeutung der praktischen und gesellschaftlichen Auswirkungen. Individuelle
  Bildung und gesellschaftliche Veränderung werden vor allem von den Naturwi
 ssenschaften abhängig gemacht. Die Pädagogen der Aufklärung teilen und unte
 rstützen diese Auffassung, betonen ihrerseits den Bildungswert der Naturwis
 senschaften. Theologie und Philosophie sollen in der  Aufgabe, glückliche M
 enschen und harmonische Lebensverhältnisse herbeizuführen, versagt haben; n
 un soll die Zeit der Naturwissenschaften angebrochen sein. Den Naturforsche
 rn geht es aber um ein Nebeneinander der Wissenschaften und Künste und nich
 t um eine einseitige Dominanz ihrer Disziplinen. Viele von ihnen sind auf d
 en Gebieten der Natur wie der Kultur aktiv, sind auch künstlerisch produkti
 v. Alle Wissenschaften und Erscheinungen der Welt sollen wertvoll und für d
 ie Bildung des Menschen notwendig sein. Nicht nur im Bildungskonzept der Ze
 it besitzen Naturwissenschaften einen zentralen Platz, sie schlagen sich au
 ch in der konkreten Bildung nieder, in der Gründung und Ausbreitung von Rea
 lschulen. Die Öffentlichkeit interessiert sich für naturwissenschaftliche T
 hemen, naturwissenschaftliche Vorlesungen werden besucht, Naturwissenschaft
 en erobern den Salon, Lesekreise und Bildungsvereinigungen greifen die neue
 n Theorien und Erkenntnisse auf. Spezialisierung und  Entstehung des Spezia
 listen haben in der Folgezeit zur allmählichen Auflösung der zwischen den v
 erschiedenen Wissenschaften und Künsten bestehenden Beziehungen oder zur En
 tstehung von vier Kulturen beigetragen und damit über die Trennung von Natu
 rwissenschaft und Bildung entschieden. Dies ist eine gemeinsame Veranstaltu
 ng mit den Franckeschen Stiftungen, die den Auftakt für eine kooperative Vo
 rtragsreihe der beiden in Halle ansässigen Einrichtungen bilden soll. Es is
 t geplant, dass im jährlichen Wechsel einmal die Leopoldina zu Gast in den 
 Franckeschen Stiftungen ist bzw. die Franckeschen Stiftungen zu Gast in der
  Leopoldina sind, um ein Thema zur Wissenschaftsgeschichte, das für das Sel
 bstverständnis beider Einrichtungen von Relevanz ist, vorzustellen.\n\nKont
 akt\n\nDr. Sybille GerstengarbeTel. 0345 / 47 239 -131
LOCATION:Halle (Saale)
DTSTAMP:20251112T170935Z
DTSTART:20131105T170000Z
DTEND:20131106T183000Z
END:VEVENT
END:VCALENDAR
