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SUMMARY:Wunder aus dem Buch der Natur
DESCRIPTION:Spätestens in der Buchillustration des 17. Jahrhunderts sind na
 hezu alle didaktischen Funktionen der wissens- und praxisvermittelnden Abbi
 ldung enthalten. Naturgeschichte ohne Abbildung zu schreiben ist kaum mehr 
 vorstellbar. Die Grenzen zwischen Natur- und Wundergestalt, zwischen Natura
  und Magia naturalis sind dabei allerdings durch das gesamte 17. Jahrhunder
 t durchaus fließend, und auch der Natur werden oft noch spielerische Wandlu
 ngskräfte zugeschrieben (natura ludens, natura naturans), oder sie ist bere
 its eine durch den Menschen gebändigte und geformte (natura naturata). Nebe
 n der dokumentierend-didaktischen Funktion der medizinischen oder naturgesc
 hichtlichen Abbildung, die im Grunde das Prinzip der autopsia in den Druck 
 übernimmt, steht durch das ganze 17. Jahrhundert in ihrer Tradition ungebro
 chen die emblematisch-didaktische. Sie wird besonders in der Ikonographie d
 es Buchtitels der Zeit fassbar, ist aber durchaus auch im Binnenraum der be
 schreibenden Texte anzutreffen und vermählt sich oft mit der Didaktik der k
 onkreten Handlungsanweisung im Sinne des manu propria (mit eigener Hand/eig
 enhändig). Im Referat soll anhand einiger Illustrationen der Miscellanea cu
 riosa medico-physica Academiae Naturae Curiosorum (1670-1700) und der Buchp
 ublikationen bedeutender Mitglieder der Academiae Naturae Curiosorum (exemp
 larisch: Philipp Jakob Sachs von Löwenheim (1627-1972) und Salomon Reisel (
 1624-1701)) die Funktionenvielfalt der medizinischen und naturhistorischen 
 Abbildung im späten 17. Jahrhundert beleuchtet werden.Auch die Fragen nach 
 der Funktion der Abbildungen im Hinblick auf den korrespondierenden Text un
 d die wissenschaftshistorische bzw. ideengeschichtliche Einordnung der Arbe
 it der Akademie im Kontext der Naturforschung des ausgehenden 17.Jahrhunder
 ts stehen bei diesem Vortrag im Fokus.  Hierbei ist insbesondere das Verhäl
 tnis von Empirie und Spekulation im Einzelnen zu beleuchten. Es zeigt sich,
  dass die frühneuzeitliche Naturphilosophie, insbesondere die „natürliche M
 agie“ (Magia naturalis) eine entscheidende Rolle spielte. Prof. Dr. Rainer 
 Godel und Leopoldina-Mitglied Prof. Dr. Dieter Hoffmann laden Sie herzlich 
 ein.\n\nKontakt\n\nProf. Dr. Rainer GodelE-Mail: rainer.godel@leopoldina.or
 gTel.: 0345 / 47 239 -115
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