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SUMMARY:A Biochemical Romance: Zur Annäherung der chemischen und biologisch
 en Forschung in der Zwischenkriegszeit
DESCRIPTION:Bereits 1907 wünschte sich Chemiker Emil Fischer, dass das Verh
 ältnis der Organischen Chemie zur Biologie bald „wieder ebenso innig gestal
 ten wird, wie es zu Zeiten von Liebig und Dumas gewesen ist“. Das Ziel: Die
  großen chemischen Geheimnisse des Lebens ergründen. Sein Wunsch wurde mit 
 Beginn der 1930er Jahre mehr und mehr Wirklichkeit.\n\nFür die Erforschung 
 von Substanzen wie Hormonen und Vitaminen war die Chemie in der Zwischenkri
 egszeit auf die Expertise und die materiellen Ressourcen der Biologie angew
 iesen. Analog dazu lieferten Kreuzungsexperimente wertvolle Hinweise auf di
 e sich in vivo abspielenden chemischen Syntheseprozesse. Biologinnen und Bi
 ologen wiederum interessierten sich für die chemischen Prozesse, die den bi
 ologischen Vorgängen zugrundeliegen. Diese gegenseitige Abhängigkeit bracht
 e die Akteure dazu, über die Grenzen ihrer Disziplinen hinweg zusammenzuarb
 eiten.\n\nSo erforschte zum Beispiel der frisch promovierte Organiker Arie 
 Jan Haagen-Smit in den 1930er Jahren zusammen mit dem Utrechter Botanischen
  Laboratorium das Wachstum von Haferkeimlingen. Auch der Professor für Orga
 nische Chemie Paul Karrer sprach 1932 zum 14. Internationalen Physiologen-K
 ongress in Rom über seine Forschung zu Carotinoiden und Vitamin A. Ein Jahr
  später arbeitete der Biologe George Wald in Karrers Labor an der Isolierun
 g des Rhodopsins aus der Retina von Fröschen und Rindern. 1934 verlangte de
 r berühmte Professor für Organische Chemie Robert Robinson beim 9. Kongress
  für reine und angewandte Chemie, dass Hypothesen zu Biosynthese-Wegen durc
 h biochemische Studien gestützt werden. Er selbst kooperierte mit der Bioch
 emikerin Rose Scott-Moncrieff, die wiederum mit den Genetikerinnen und Gene
 tikern der John Innes Horticultural Institution zusammen arbeitete.\n\nCate
 rina Schürch, Wissenschaftshistorikerin an der LMU München und derzeit Earl
 yPostdoc-Mobility-Stipendiatin des Schweizerischen Nationalfonds, diskutier
 t in ihrem Vortrag inhaltlische und methodische Gründe für die Annäherung v
 on Organischer Chemie und Biologie. Ihre Forschungsschwerpunkte: Die diszip
 linenübergreifende Forschung an biochemischen und biophysikalischen Vorgäng
 en in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, und die Überlegungen Naturfor
 schender des 18. und 19. Jahrhunders zum Einfluss der Elektrizität auf das 
 Pflanzengedeihen.\n\nEs laden Sie herzlich ein: Prof. Dr Christina Brandt M
 L, Prof. Dr. Rainer Godel und Prof. Dr. Dieter Hoffmann ML\n\nML = Mitglied
  der Leopoldina\n\nWeitere Informationen und Anmeldung\n\nDie Veranstaltung
  richtet sich an alle fachlich Interessierten. Die Teilnahme ist kostenfrei
 . Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.\n\nDie Veranstaltung wird auch onl
 ine in einem Zoom-Meeting übertragen. Zur Einwahl per Telefon wenden Sie si
 ch bitte an die untenstehende Kontaktadresse.\n\nBei der Nutzung des Videok
 onferenzsystems Zoom gelten die Datenschutzrichtlinien dieses Anbieters:\n\
 nhttps://zoom.us/de-de/privacy.html\n\nBei der Veranstaltung werden die gül
 tigen Hygienekonzepte eingehalten.\n\nKontakt\n\nProf. Dr. Rainer Godel Lei
 ter des Zentrums für Wissenschaftsforschung E-Mail: lzfw@leopoldina.org Tel
 .: +49 (0)345 47 239 118
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