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SUMMARY:Akademiengeschichte im 20. Jahrhundert
DESCRIPTION:Um und nach 1900 unterlag die Wissenschaftslandschaft tiefgreif
 enden Veränderungen. Unter Leitung des Wissenschaftshistorikers Prof. Dr. R
 üdiger vom Bruch (Humboldt-Universität zu Berlin) erforschte die unabhängig
 e Arbeitsgruppe zur „Geschichte der Leopoldina in der ersten Hälfte des 20.
  Jahrhunderts“ die Geschichte der Akademie in dieser wechselhaften Zeit. An
 lässlich der Veröffentlichung des Ergebnisbands „Die Leopoldina. Die Deutsc
 he Akademie der Naturforscher zwischen Kaiserreich und früher DDR“ (Berlin:
  bebra Verlag, 2016) wirft das Symposium einen vergleichenden Blick auf die
  Geschichte europäischer Akademien. Im ersten Teil stellt Prof. Dr. Rüdiger
  vom Bruch die Monografie „Die Leopoldina. Die Deutsche Akademie der Naturf
 orscher zwischen Kaiserreich und früher DDR“ vor, gefolgt von einer Besprec
 hung des Buches durch  Prof. Dr. Bettina Wahrig (Braunschweig). Anschließen
 d richtet Dr. Udo Wennemuth (Karlsruhe) den historisch vergleichenden Blick
  auf einzelne Aspekte der Geschichte der Heidelberger Akademie der Wissensc
 haften und spricht über die Geschichte der Akademie in der Weimarer Republi
 k und ihre Gleichschaltung nach der NS-Machtübernahme 1933. Über die NS- un
 d Entnazifizierungsgeschichte der Österreichischen Akademie berichtet im An
 schluss PD Dr. Johannes Feichtinger (Wien).Im zweiten Teil des Symposiums w
 erden zwei Referate neue akademiengeschichtliche Forschungsprojekte vorstel
 len, die am Studienzentrum koordiniert werden. Die Projektbearbeiter erfors
 chen in internationalem Vergleich die Rolle europäischer Akademien während 
 des ersten Weltkriegs und das Engagement von Leopoldina-Mitgliedern in der 
 NS-Diktatur (Prof. Dr. Wolfgang U. Eckart, Mitglied der Leopoldina, Heidelb
 erg). Ein von dem Leopoldina-Mitglied Prof. Dr. Paul J. Weindling (Oxford) 
 geleitetes und an der Leopoldina verankertes Forschungsprojekt befasst sich
  mit den Opfern nationalsozialistischer Zwangsforschung im Nationalsozialis
 mus und der Wiederherstellung ihrer Identitäten. Das Vorhaben wird aus Mitt
 eln des Anneliese-Maier-Forschungspreises der Alexander-von-Humboldt-Stiftu
 ng gefördert.Die Monografie „Die Leopoldina. Die Deutsche Akademie der Natu
 rforscher zwischen Kaiserreich und früher DDR“ ist das Ergebnis einer an de
 r Berliner Humboldt-Universität angesiedelten unabhängigen Projektgruppe, d
 ie auf Initiative der Leopoldina 2010 eingerichtet und von der Alfried Krup
 p von Bohlen und Halbach-Stiftung gefördert wurde. Die Autoren, Prof. Dr. R
 üdiger vom Bruch, Dr. Sibylle Gerstengarbe und Dr. Jens Thiel, legen damit 
 eine differenzierte Bewertung der Geschichte der Leopoldina in der ersten H
 älfte des 20. Jahrhunderts vor.\n\nBild: Festsitzung der Leopoldina zum nat
 urwissenschaftlichen Werk Goethes 1929, ©Leopoldina-Archiv\n\nWeitere Infor
 mationen und Anmeldung\n\nDas Symposium steht allen Interessierten offen. D
 er Eintritt ist frei, eine Anmeldung erforderlich. Zur Anmeldung\n\nKontakt
 \n\nProf. Dr. Rainer GodelLeiter des StudienzentrumsE-Mail: rainer.godel@le
 opoldina.orgTel.: 0345 / 47 239 -115\n\nPublikationen\n\nDie Leopoldina. Di
 e Deutsche Akademie der Naturforscher zwischen Kaiserreich und früher DDR. 
 Tagungsband „Wissenschaftsakademien im Zeitalter der Ideologien” (AHL Band 
 64)\n\nLinks\n\nProjekt "Geschichte der Deutschen Akademie der Naturforsche
 r Leopoldina in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts"\n\nStudienzentrum
LOCATION:Halle (Saale)
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