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SUMMARY:Antidepressiva-Entwicklung durch Hypothesen oder Pharmakogenomik?
DESCRIPTION:Die Errungenschaften der Genomforschung haben große Erwartungen
  an die Entwicklung neuer Medikamente geweckt. Jeder Mensch hat in seiner E
 rbsubstanz etwa drei Millionen geringfügiger Veränderungen (sogenannte SNP’
 s), die ihn von anderen unterscheiden. Die hierdurch entstehende individuel
 le Spezifität kann therapeutisch durch "maßgeschneiderte Medikamente" genut
 zt werden. Florian Holsboer wird in seinem Vortrag die Möglichkeit aufzeige
 n, dass wir eines Tages mit Hilfe eines höchstpersönlichen Gen- und Protein
 profils in der Apotheke ein individuell für uns synthetisiertes Medikament 
 abholen können. Der Weg bis dahin ist jedoch noch weit. Zunächst muss es ge
 lingen, die mit Hilfe der Biotechnologie aufgetürmte Informationsfülle zu s
 ichten und Wissensfundamente für neue prüfbare Hypothesen zu schaffen. Die 
 am Max-Planck-Institut für Psychiatrie unter Leitung von Holsboer entwickel
 ten Untersuchungen am Stresshormonsystem bis hin zur Entwicklung innovative
 r Medikamente sind ein Beispiel für den neuen Weg der Biomedizin.Florian Ho
 lsboer studierte an der LMU München nacheinander Chemie und Humanmedizin un
 d schloss beide Studiengänge mit einer Promotion ab. Nach Assistentenjahren
  an der Psychiatrischen Universitätsklinik der LMU folgte 1981 der Ruf zum 
 Leiter der Abteilung Neurochemie an der Psychiatrischen Universitätsklinik 
 Mainz. Nach der Habilitation im Fach Psychiatrie erreichten ihn Rufe auf or
 dentliche Professuren aus den USA und der Schweiz, die er ablehnte. Von 198
 7 bis 1989 war Holsboer Direktor der Psychiatrischen Universitätsklinik Fre
 iburg, bevor er als Direktor des Klinischen Instituts des Max-Planck-Instit
 uts für Psychiatrie nach München berufen wurde. Er ist Mitglied zahlreicher
  wissenschaftlichen Gesellschaften und Herausgeber internationaler Zeitschr
 iften. 1999 wählte ihn die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina z
 u ihrem Mitglied (Sektion Neurowissenschaften).
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