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SUMMARY:Antikörper gegen das Vergessen - Immuntherapie der Alzheimer'schen 
 Krankheit
DESCRIPTION:Monatssitzung der LeopoldinaVortragsgebäude der AkademieEmil-Ab
 derhalden-Str. 36, 06108 Halle (Saale)Die Immuntherapie ist ein neuer Ansat
 z zur Behandlung und Prävention der Alzheimer’schen Krankheit. Derzeit werd
 en einige Verfahren entwickelt und in klinischen Studien geprüft. Sie basie
 ren sowohl auf der aktiven Impfung als auch auf der passiven Immunisierung,
  der Übertragung spezifischer monoklonaler Antikörper. Die Immun¬therapie i
 st gegen beta-Amyloid-Ablagerungen und deren aggregierte Bestandteile geric
 htet, die aufgrund ihrer Toxizität neuronale Funktionen beeinträchtigen. Ei
 ne der ersten klinischen Immunisierungsstudien wurde aufgrund von Nebenwirk
 ungen abgebrochen. Die anschließende longitudinale Analyse der klinischen V
 erläufe erbrachte wesentliche neue Erkenntnisse zum Verständnis der Funktio
 nen von Antikörpern gegen beta-Amyloid im Menschen. Die Antikörper passiert
 en die Blut-Hirn-Schranke, sie waren über lange Zeit in zerebrospinalen Liq
 uores und in Hirngeweben nachweisbar. Neuropathologisch ergaben sich deutli
 che Hinweise auf reduzierte beta-Amyloidplaques. Patienten mit Antikörpern 
 gegen beta-Amyloid zeigten im Verlauf geringere Verluste an kognitiven Funk
 tionen als Patienten ohne solche Antikörper. Die Volumina der Hippocampus-R
 egionen konnten über mehrere Jahre hinweg nahezu stabil gehalten werden, im
  Vergleich zur fortschreitenden Atrophie bei Patienten ohne Antikörper. Die
 se vorläufigen Resultate lassen vermuten, dass Antikörper gegen beta-Amyloi
 d die Grundlage einer potentiell sicheren und effizienten Therapie der Alzh
 eimer’schen Krankheit sein könnten, die zur Entfernung des beta-Amyloids au
 s dem Gehirn, verminderter Atrophie des Hirngewebes und zu reduziertem Abba
 u kognitiver Funktionen führen. Roger M. Nitsch: Studium der Medizin an der
  Universität Heidelberg und der Universität Göttingen (1982-1987), Promotio
 n am Max-Planck-Institut für medizinische Forschung in Heidelberg (1987), H
 abilitation (1993). Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Heide
 lberg (1987-1990), am Massachusetts Institute of Technology, Cambridge, USA
  (1990-1995), am Massachusetts General Hospital, Boston, USA (1990-1995) un
 d an der Universität Hamburg (1995-1998). Seit 1998 Professor für Molekular
 e Psychiatrie, Universität Zürich. Verschiedene Preise und Auszeichnungen, 
 u.a. Hirnliga-Preis, Potamkin-Preis. Mitglied u. a. bei Society for Neurosc
 ience, Society for Neurochemistry und der Gesellschaft für Biologische Chem
 ie. Beirat in Institutionen und Firmen, z. B. Neurimmune Therapeutics AG, Z
 ürich, Schweiz. Herausgebertätigkeiten für Amyloid, Neurodegenerative Disea
 ses. Forschungsschwerpunkte: Neurobiologie und Therapie der Alzheimer-Krank
 heitSeit 2005 ist Roger Nitsch Mitglied der Deutschen Akademie der Naturfor
 scher Leopoldina (Teilsektion Pathologie).Kontaktadresse: Prof. Dr. Roger M
 . Nitsch, Abteilung für Psychiatrische Forschung, Universität Zürich, Augus
 t Forel Strasse 1, CH-8008 Zürich. E-Mail: nitsch@bli.uzh.ch 
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