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SUMMARY:Anwesenheit unter Ansteckenden: Infektiöse Regime in der Frühen Neu
 zeit
DESCRIPTION:Die Geschichtswissenschaft – speziell die Medizingeschichte – i
 nteressiert sich schon immer für Seuchen. In Krisensituationen wird generel
 l prominent artikuliert, welche Abweichungen von einem Normal- und Wunschzu
 stand als besonders bedrohlich empfunden werden. Wie bei großen Naturkatast
 rophen wird auch im Seuchengeschehen der Kulturbegriff als „Arbeit des Mens
 chen sowohl an sich selbst als auch an der Natur” (Reinhart Koselleck) auf 
 eine harte Probe gestellt, wenn plötzlich alles darauf hinaus zu laufen sch
 eint, dass die ‚Natur‘ beginnt, gleichsam „sowohl an sich selbst als auch a
 n der Kultur” zu arbeiten.  Es bietet sich an, Seuchen als Phänomene der Ko
 mmunikation zu erfassen. Es handelt sich um Erkrankungen, die ‚kommuniziert
 ‘ werden – neben Informationen und Interpretationen tauschen Menschen auch 
 die Erkrankung unmittelbar untereinander aus. Dies gilt insbesondere unter 
 der Bedingung, dass Theorien über diesen Austausch, also (medizinische) Ans
 teckungstheorien, formuliert und kommuniziert werden. Das führt dazu, dass 
 Interaktionen als Bedingung für Kommunikation nach Möglichkeit eingeschränk
 t werden, was wiederum den eigentlichen Ausnahmezustand und die Krisenkommu
 nikation darüber begründet.  Diese Kommunikationsspirale, historisch im Spä
 tmittelalter und in der Frühen Neuzeit zu beobachten, ist von besonderem In
 teresse. Zum einen ist von Gesellschaften die Rede, für die eine „Vergesell
 schaftung unter Anwesenden” (Rudolf Schlögl) als besonderes Spezifikum ausg
 emacht worden ist. Zum anderen – und vielleicht gerade deshalb – ist die eu
 ropäische Geschichte seit dem ‚Schwarzen Tod‘ in der Mitte des 14. Jahrhund
 erts bis weit ins 19. Jahrhundert von regelmäßigen Seuchenzügen geprägt wie
  keine andere.  Prof. Dr. Rainer Godel und Leopoldina-Mitglied Prof. Dr. Di
 eter Hoffmann laden Sie herzlich ein.\n\nCode of Conduct Bitte beachten Sie
  während der Veranstaltung folgende Hinweise:\n\n 	Bitte schalten Sie die K
 amera während des Vortrags aus. Die Referentinnen und Referenten werden ihr
 en Bildschirm teilen, um ihre Präsentation sichtbar zu machen. 	Das Mikrofo
 n sollte während des Vortrags ausgeschaltet sein, um störende Hintergrundge
 räusche zu vermeiden. 	In der anschließenden Diskussion können Wortmeldunge
 n über den Chat angezeigt werden. Der Moderator führt eine Redeliste und er
 teilt jeweils das Wort. 	In der Diskussion kann die Kamera gerne eingeschal
 tet werden, insbesondere beim Vortragen von Wortmeldungen ist dies gewünsch
 t, damit die Referentinnen und Referenten auch sehen können, wer die Fragen
 /Anmerkungen stellt. \n\nWeitere Informationen\n\nZum Video\n\nKontakt\n\nP
 rof. Dr. Rainer GodelLeiter des Zentrums für WissenschaftsforschungE-Mail: 
 lzfw@leopoldina.org Tel.: 0345 / 47 239 -118
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