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SUMMARY:Aus dem Gleichgewicht: Schwindel als klinisches Leitsymptom.
DESCRIPTION:Schwindel ist nach Kopfschmerz das zweithäufigste "Leitsymptom"
  (med. für Teil der schulmedizinischen Diagnostik). Eine Befragung zeigte, 
 dass je nach Alter 17 bis 32 Prozent aller Befragten darunter leiden, bei d
 en über 80jährigen sind es bis zu 39 Prozent. Schwindel ist keine Krankheit
 seinheit, denn der gestörte Gleichgewichtssinn kann unterschiedliche Unsach
 en haben. Brandt wird in seinem Vortrag die Funktionen und die Arbeitsweise
  des Gleichgewichtssinns (vestibuläres System) erläutern und darauf eingehe
 n, durch welche Störungen es zu Schwindel kommt. Darüber hinaus wird er die
  möglichen medikamentösen, physikalischen, operativen und psychotherapeutis
 chen Behandlungsmaßnahmen aufzeigen. Die meisten Schwindelformen haben eine
  gute Prognose, da vielfältige Therapieformen möglich sind, da Sehen und de
 r Muskelsinn Teilfunktionen des Gleichgewichtsinns übernehmen können und da
 s Gehirn Ausfälle des Gleichgewichtssystems plastisch ausgleichen kann.Thom
 as Brandt hat in Köln und Essen Humanmedizin studiert und in Freiburg seine
  klinisch-neurologische Facharztausbildung und Habilitation abgeschlossen (
 1975). Nach Auslandsaufenthalten am Massachusetts Institute of Technology, 
 Cambridge, USA, und der University of California, San Francisco, USA, wurde
  er leitender Arzt der Neurologischen Klinik am Alfried- Krupp-Krankenhaus 
 Essen (1976), später stellvertretender ärztlicher Leiter dieses Krankenhaus
 es (1983). In diese Zeit fielen mehrere Arbeitsaufenthalte an verschiedenen
  US- amerikanischen neurologischen Kliniken. Seit 1984 ist Brandt Ordinariu
 s für Neurologie und Direktor der Neurologischen Klinik, Klinikum Großhader
 n, der Ludwig-Maximilians- Universität München, seit 1990 deren stellvertre
 tender ärztlicher Direktor. Seine Forschungsschwerpunkte liegen auf dem Geb
 iet neurologischer und pathophysiologischer Studien zur Genese und Therapie
  von Schwindel und Desorientierung. Brandt ist Sprecher des Sonderforschung
 sbereichs 462 Sensomotorik (seit 1996), betätigt sich im Editorial Board me
 hrerer internationaler Zeitschriften und ist Mitglied zahlreicher wissensch
 aftlicher Gesellschaften, Gremien und Akademien (Bayerische Akademie der Wi
 ssenschaften (1994), Fellow Royal College of Physicians, FRCP, (1996)). Im 
 Jahr 2000 wählte die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina Brandt 
 zu ihrem Mitglied (Sektion Neurowissenschaften).
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