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SUMMARY:Ausstellung „Gart der Gesundheit. Botanik im Buchdruck von den Anfä
 ngen bis 1800“
DESCRIPTION:Anhand repräsentativer Werke wird die Entwicklung der Botanik v
 om späten Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert unter verschiedenen Aspekten 
 aufgezeigt. Dazu zählen der Wandel der Natur- und Pflanzenbetrachtung durch
  die zunehmende Einfuhr außereuropäischer Pflanzenarten, die Organisation d
 es botanischen Wissens durch Forscher wie Carl von Linné, der Wandel in der
  Pharmazie und schließlich auch Pflanzen als Symbolträger. Stützten sich di
 e Kräuterbücher des ausgehenden 15. Jahrhunderts auf das tradierte Wissen a
 ntiker und arabischer Mediziner und Naturforscher wie etwa Dioscorides, Gal
 en, Plinius und Avicenna, so schlugen bereits die drei Väter der Botanik – 
 Otto Brunfels, Leonhart Fuchs und Hieronymus Bock – neue Wege ein. Ihre Wer
 ke begründeten eine eigenständige Botanik, die nicht mehr allein nach dem m
 edizinischen Nutzen der Pflanzen fragte. Fuchs und Bock konnten zudem in ih
 re Schriften bereits zahlreiche Pflanzen aus der Neuen Welt aufnehmen. Ihre
  Nachfolger wie Mattioli, L'Obel, Theodorus oder Bauhin vermehrten die Kenn
 tnis exotischer Pflanzen beträchtlich, da sie die seit der Mitte des 16. Ja
 hrhunderts anschwellende botanische Literatur zu fremden Ländern und Region
 en für ihre Kräuterbücher zu nutzen wussten.  Das zahlreiche neue Pflanzenm
 aterial aus Übersee führte aber auch zu den ersten vergleichenden Pflanzens
 tudien und zu den ersten Entwürfen einer Klassifikation der Pflanzen – etwa
  durch Caspar Bauhin. Ihren Höhepunkt fanden sie in der modernen Nomenklatu
 r Carl von Linnés. Dem Wandel in der Pharmazie durch die zunehmende wissens
 chaftliche Erforschung der Pflanzen widmet sich die dritte Abteilung der Au
 sstellung. Gerade die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina setzte
  sich als erstes Ziel bei ihrer Gründung 1652 in Schweinfurt die ausführlic
 he monographische Bearbeitung einzelner Drogen, um die ärztliche Praxis zu 
 verbessern. Zuletzt wird die symbolische Bedeutung von Pflanzen betrachtet,
  sowohl in der emblematischen wie der alchimistischen Literatur und der Sig
 naturenlehre Giambattista della Portas. Letzterer sah bereits in der äußere
 n Gestalt einer Pflanze ihre Wirkkräfte angezeigt. Unter den 70 hochkarätig
 en Exponaten der Ausstellung befinden sich nicht nur das „Mainzer Herbar“ (
 1484), der „Gart der Gesundheit“ (1485) und sein lateinischen Pendant, der 
 „Hortus sanitatis“, sondern auch die Schriften der drei Väter der Botanik. 
 Rheede tot Drakesteins „Hortus Indicus Malabaricus“, Johann Christoph Volck
 amers „Nürnberger Hesperiden“, Johann Hieronymus Kniphofs „Botanica in Orig
 inali“ im Naturselbstdruck oder Elizabeth Blackwells „Curios Herbal“ in der
  deutschen Bearbeitung zählen zu den weiteren Höhepunkten der Ausstellung.\
 n\nÖffnungszeiten\n\nDi – So  10-17 Uhr\n\nFörderer\n\nDie Ausstellung Gart
  der Gesundheit wird gefördert von: Unterfränkischer Kulturstiftung – Bezir
 k UnterfrankenKulturstiftung SchweinfurtStadt- und Wohnbau GmbH Schweinfurt
 Sparkasse SchweinfurtLeo Service GmbH SchweinfurtHerrn Wilhelm Peter, Schwe
 bheimLeopoldina Akademie Freundeskreis e.V.Beauftragte der Bundesregierung 
 für Angelegenheiten der Kultur und der MedienLand Sachsen-Anhalt
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