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SUMMARY:Berlin Prozess Westbalkan  – 4. Gemeinsame Wissenschaftskonferenz
DESCRIPTION:Konvergenz, Kohäsion und Kooperation in Südosteuropa sind viels
 chichtige Prozesse, die gemeinschaftliches Handeln von Bildung, Wissenschaf
 t, Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft erfordern. Der Weg ist das Zie
 l: die europäische Integration des westlichen Balkans und die Stärkung der 
 Region Südosteuropa.\n\nDie 4. Gemeinsame Wissenschaftskonferenz des Berlin
 er Prozesses Westbalkan wurden gemeinsam von der Leopoldina, der italienisc
 hen Nationalakademie Accademia Nazionale dei Lincei und dem Italienischen N
 ationalen Forschungsrat (Consiglio Nazionale delle Ricerche) ausgerichtet. 
 Dabei wurden sie freundlicherweise von der Deutschen Botschaft Rom und dem 
 Auswärtigen Amt sowie von der Britischen Botschaft Rom und dem Britischen A
 mt des Auswärtigen und des Commonwealth unterstützt. In diesem Jahr steht d
 er Berliner Prozess unter der Präsidentschaft des Vereinigten Königreichs. 
 Darüber hinaus ist Polen ist dem Prozess beigetreten.\n\nDie Konferenz brac
 hte rund 80 Spitzenvertreter von Nationalakademien, Rektorenkonferenzen, Fo
 rschungsorganisationen und Transfer- und Innovationseinrichtungen sowie her
 ausragende Wissenschaftler und Wissenschaftsmanager aus den 14 Ländern des 
 Berliner Prozesses zusammen. Das Programm beinhaltete ein Keynote von Feder
 ica Mogherini, Hohe Vertreterin der Europäischen Union für Außen- und Siche
 rheitspolitik und Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, und ein Brie
 fing der in Rom ansässigen Botschaften der beteiligten Länder.\n\nDie Konfe
 renz bereitete formelle Empfehlungen für das Westbalkan-Gipfeltreffen der S
 taats- und Regierungschefs am 10. Juli 2018 in London vor. Sie wurden in ei
 ner Gemeinsamen Erklärung mit dem Titel „Der Weg ist das Ziel: Konvergenz, 
 Kohäsion und Kooperation in Südosteuropa“ zusammengefasst. Die Schlussakten
  des Londoner Gipfeltreffens begrüßten die Empfehlungen und erkannten ihre 
 Bedeutung an.\n\nDie Konferenz beschäftigte sich mit drei Themen:\n\n1. Int
 elligentes Wachstum  Die Teilnehmer erarbeiteten Empfehlungen für die Gener
 ierung eines intelligenten Wachstums in Südosteuropa, begleitet von Maßnahm
 envorschlägen, die in einem „Westbalkan-Aktionsplans für Intelligentes Wach
 stum“ zusammengefasst wurden (als Anhang zur Gemeinsamen Stellungnahme). „I
 ntelligentes Wachstum“ bedeutet wirtschaftliches Wachstum und gesellschaftl
 icher Wohlstand, die sich auf Bildung, Forschung und Innovation stützten. D
 abei beinhaltet es Elemente, wie die Schaffung von Innovationsökosystemen, 
 die Förderung von Wissens- und Technologietransfer oder die Reduzierung von
  Qualifizierungslücken gemäß den Anforderungsprofilen nationaler Volkswirts
 chaften. Die Gemeinsame Erklärung betont die strategische Bedeutung des Ans
 atzes „Intelligente Spezialisierung“ (S3)  der Europäischen Kommission als 
 mögliche Dachmarke für alle Aktivitäten zum intelligenten Wachstum.\n\n2. K
 onvergenz und Kohäsion  Die Konferenz formulierte auch Empfehlungen zur Bes
 chleunigung der Konvergenz zwischen den südosteuropäischen Ländern und der 
 EU. Konvergenz wird als facettenreicher Prozess der Harmonisierung und des 
 „Aufholens“ zwischen den Beitrittskandidaten und der EU, bzw. innerhalb der
  EU betrachtet. Die Teilnehmer teilten eine umfassende Sicht auf Konvergenz
 , indem sie Konvergenz nicht aus wirtschaftlicher Perspektive betrachteten,
  sondern auch als Gesellschafts-, Wohlstands-, institutionelle und Wissensc
 haftskonvergenz. Zudem diskutierte die Konferenz die Notwendigkeit von Kohä
 sionsinstrumenten auf der Basis des Solidaritätsprinzips als europäischer G
 rundwert und politisches Kerninstrument. Dies bezieht sich auf die Stärkung
  von klassischen Dimensionen der Kohäsion – wirtschaftliche, soziale und te
 rritoriale Kohäsion –, aber auch auf die Kohäsion im Wissenschaftsbereich i
 n der EU und den Erweiterungsländern. Die Gemeinsame Erklärung beinhaltet g
 rundsätzliche Überlegungen zur Gestaltung der Konvergenz in unterschiedlich
 en Sektoren. Sie plädiert entschieden für die Notwendigkeit einer Europäisc
 hen Kohäsionspolitik in der Wissenschaft sowie für konsistente und graduale
  Konvergenzmaßnahmen in den übrigen Politikbereichen, bzw. Reformagenden.\n
 \n3. Kooperation  Wohlstand, Stabilität und eine wissensbasierte Dynamik in
  Südosteuropa sind ohne ein gutes Verhältnis zwischen ehemals verfeindeten 
 Konfliktparteien und ohne gutnachbarschaftliche zwischenstaatliche Beziehun
 gen gefährdet. Die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit zwecks Gestaltu
 ng einer besseren europäischen Zukunft ist ein langwieriger Prozess, der Au
 sdauer und Teilhabe verlangt. Die Teilnehmer diskutierten Wege zur Etablier
 ung nachhaltiger und institutionalisierter Mechanismen für die zwischengese
 llschaftliche Wiederannäherung und Aussöhnung. Die Gemeinsame Erklärung umr
 eißt Leitlinien für den Prozess der Wiederannäherung und Aussöhnung basiere
 nd auf Bildung, Wissenschaft und die junge Generation. Diese sollen während
  der 5. Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz des Berliner Prozesses behandelt
  werden. Die Konferenz findet voraussichtlich im Juni 2019, an der Royal So
 ciety in London statt.\n\nKontakt\n\nLucian BrujanSprecher der Gemeinsamen 
 Wissenschaftskonferenz des Westbalkan-ProzessesNationale Akademie der Wisse
 nschaften Leopoldina\n\nTel.: 0345 47 239 836Fax: 0345 47 239 839E-Mail: Lu
 cian.Brujan@leopoldina.org \n\nPartnerorganisationen\n\nAccademia nazionale
  dei lincei\n\nItalienischer nationaler Forschungsrat (CNR)\n\nBritische Bo
 tschaft Rom\n\nDeutsche Botschaft Rom\n\nÜbersicht\n\nWestbalkan-Prozess – 
 Gemeinsame Wissenschaftskonferenz\n\nGemeinsame Erklärung\n\nGemeinsame Erk
 lärung (Joint Statement)\n\nWestbalkan-Gipfeltreffen in London\n\nÜbersicht
 \n\nSchlussakte der Staats- und Regierungschefinnen und -chefs\n\nSchlussak
 te der Wirtschaftsminister\n\nAlle Communiqués 
LOCATION:Rom, Italien
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