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SUMMARY:Biochemie des Oxidativen Stress: Oxidantien und Antioxidantien
DESCRIPTION:Ohne Sauerstoff können wir Menschen nicht überleben. Sauerstoff
  spielt daher in unserem Stoffwechsel eine ganz entscheidende Rolle. Allerd
 ings führen ganz normale Stoffwechselvorgänge auch dazu, dass Sauerstoff in
  schädliche (reaktive) Sauerstoffverbindungen (z. B. freie Radikale) überfü
 hrt wird, die ihrerseits zu verschiedenen Krankheiten beitragen können, vor
  allem zu Arteriosklerose und Krebs, aber auch zu Alterungsprozessen. So kö
 nnen reaktive Sauerstoffverbindungen das Erbgut schädigen oder die Funktion
  lebensnotwendiger Einweißmoleküle beeinträchtigen. Nimmt die Bildung schäd
 igender Sauerstoffverbindungen überhand, spricht man von Oxidativem Stress.
  Helmut Sies ist mit seiner Arbeitsgruppe seit vielen Jahren maßgeblich an 
 der Frage interessiert, wie es im Körper durch sogenannte "Oxidantien" zur 
 Entstehung reaktiver Sauerstoffverbindungen kommt und welche Gegenspieler –
  "Antioxidantien" genannt – dieser Entstehung entgegenwirken können. Er wir
 d in seinem Vortrag auf einzelne biochemische Schutzmechanismen genauer ein
 gehen, aber auch erläutern, dass wir durch ausgewogene vitaminreiche Ernähr
 ung bzw. Einschränkung von Zigaretten, Alkoholkonsum oder UV-Strahlung eine
 n Teil des Schutzes selbst erbringen können.Helmut Sies studierte an den Un
 iversitäten Tübingen, Paris und München Medizin und hat seit 1979 an der Me
 dizinischen Fakultät der Heinrich- Heine-Universität Düsseldorf den Lehrstu
 hl für Physiologische Chemie I inne. In dieser Zeit war er mehrmals als Vis
 iting Professor an ausländischen Universitäten tätig, an der University of 
 California in Berkeley (1984/85 und 1992), der University of Texas at Austi
 n (1990), der Universitata degli Studi di Siena (1992) und am Heart Researc
 h Institute in Sydney (1993). Er erhielt zahlreiche Ehrungen und Preise: FE
 BS Anniversary Prize der Federation of European Biochemical Societies (1978
 ), Silber Medaille des Karolinska Instituts, Stockholm (1985), Ernst-Jung-P
 reis für Medizin (1988), Claudius-Galenus-Preis (1990), Ehrendoktorwürde de
 r Universidad de Buenos Aires (1996), Werner-Heisenberg-Medaille der Alexan
 der-von-Humboldt-Stiftung (1999), NFCR Fellow der National Foundation of Ca
 ncer Research, Bethesda, USA (2000). Er ist Mitglied zahlreicher Akademien,
  seit Beginn des Jahres 2002 ist er Präsident der Nordrhein-Westfälischen A
 kademie der Wissenschaften. Der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopol
 dina gehört er seit 2000 als Mitglied an (Sektion Biochemie und Biophysik).
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