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SUMMARY:Biologie und Evolution der Blüten basaler Blütenpflanzen.
DESCRIPTION:Blüten sind wichtiger in unserem Leben, als wir uns oft bewusst
  werden lassen. Sie sind nicht nur schön, sondern sind, in Form der Früchte
 , unser tägliches Brot. Ein rasch sich entwickelnder Forschungszweig, die m
 olekulare Entwicklungsbiologie bei Pflanzen, konzentriert sich auf Blüten. 
 So kommt es, dass man zunehmend mehr weiß über die Blüten weniger Modellpfl
 anzen, wie Arabidopsis und Löwenmäulchen. Dies ist allerdings nur ein winzi
 ger Ausschnitt aus der ungeheuren Vielfalt der Blütenpflanzen; zudem sind d
 iese Modellpflanzen Vertreter stammesgeschichtlich jüngerer Gruppen innerha
 lb der Blütenpflanzen. Aber wie müssen wir uns ursprüngliche Blüten vorstel
 len? Eine Antwort darauf gibt ein anderes, ebenso erfolgreiches Forschungsg
 ebiet, die molekulare Systematik der Pflanzen, die in den letzten Jahren de
 n Stammbaum der Blütenpflanzen in manchen Bereichen erhellen konnte. Insbes
 ondere gelang es, die basalsten Äste des Stammbaumes zu identifizieren. Zud
 em erweitern gut erhaltene fossile Blüten aus der Anfangszeit der Blütenpfl
 anzen, die in den vergangenen zwei Jahrzehnten entdeckt wurden, unser Weltb
 ild. Relikte dieser basalen Äste, die heutzutage lebend vor allem noch im w
 estpazifischen Gebiet vorkommen, waren bis in die jüngste Zeit relativ weni
 g beachtete und wenig bekannte Pflanzen. Peter Endress wird in seinem Vortr
 ag erläutern, welchen Beitrag diese Pflanzen zur frühen Evolution der Blüte
 n beitragen. Er wird schlussfolgern, dass das, was noch bis vor kurzem über
  die Evolution der Blütenpflanzen in unseren Lehrbüchern stand, gründlich r
 evidiert werden muss.Peter Endress hat seine akademische Laufbahn an der Un
 iversität in Zürich absolviert, dort das Diplom als Naturwissenschaftler er
 halten, promoviert und sich am Institut für Systematische Botanik habilitie
 rt. Danach wurde er außerplanmäßiger Professor und 1987 Ordinarius. Zahlrei
 che Forschungsreisen haben ihn in fast alle Erdteile geführt. Neben längere
 n Studienaufenthalten in allen großen Herbarien in den USA sind Exkursionen
  und Expeditionen in Nordafrika, Zentralamerika, Neu Guinea, Neu Kaledonien
  und Australien erwähnenswert. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte sind d
 ie Evolution der Blütenpflanzen und ihre Erforschung anhand der Reproduktio
 nsorgane. Endress ist Mitglied in zahlreichen nationalen wie internationale
 n Gesellschaften, war Vizepräsident (1991-1993) und Präsident (1994-1996) d
 er Schweizerischen Botanischen Gesellschaft, ist der erste Preisträger des 
 Rolf Dahlgren Preises der Royal Physiographical Society of Lund (1990) und 
 ist Korrespondierendes Mitglied der Botanical Society of America (1992). Im
  Jahr 2000 wählte die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina Endres
 s zum Mitglied (Sektion Organismische und evolutionäre Biologie).
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