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SUMMARY:Computermodelle in der Wissenschaft – zwischen Analyse, Vorhersage 
 und Suggestion
DESCRIPTION:Die Möglichkeiten der digitalen Informationstechnik haben nicht
  nur unseren Alltag allgemein, sondern vor allem auch die Wissenschaften re
 volutioniert. Standen früher Wissenschaften auf den fundamentalen Säulen Th
 eoriebildung und Experiment, so hat sich in den letzten Jahrzehnten eine dr
 itte gleichberechtigte Komponente herausgebildet, eben die der digitalen Mo
 dellierung, Simulation und Visualisierung von Strukturen und Prozessen. Die
 se dritte Säule ermöglicht Zugang zu Aspekten des Untersuchungsgegenstandes
 , die weder dem Experiment noch der Theoriebildung zugänglich sind. So wird
  eine Modellierung auf Raum- und Zeitskalen ermöglicht, die sich der allgem
 einen Beobachtung entziehen. Im Raum reichen die Skalen von den Nanoskalen 
 atomarer Vorgänge bis zu kosmologischen Dimensionen. In der Zeit ist die Sp
 anne der überdeckten Skalen ebenso groß.\n\nGeeignete Visualisierung hebt d
 ie für die Untersuchung wichtigen Dinge vor einer oft unüberschaubaren Füll
 e von Details hervor oder projiziert in hochdimensionalen Räumen angesiedel
 te Strukturen oder Prozesse in die Welt unserer Anschauung. Der Blick in di
 e Zukunft ist dabei ein ganz wesentliches Merkmal von Modellierung: Man möc
 hte mit möglichst hoher Sicherheit vorhersagen, wie sich der Untersuchungsg
 egenstand verhält, sei es das Protein, das an einen Wirkstoff binden soll, 
 ein Stern im Zerfallsprozess oder die ökonomischen Parameter einer Volkswir
 tschaft in Abhängigkeit von wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Variabl
 en. Die Möglichkeit der Optimierung von Entwürfen ohne die Notwendigkeiten 
 der Realisierung der einzelnen Entwurfsalternativen spielt in den Ingenieur
 wissenschaften eine zentrale Rolle. Aber nicht nur die Technik- und Naturwi
 ssenschaften, sondern auch die Lebens-, die Sozial- und Kognitionswissensch
 aften, ja sogar Kunst und Archäologie sind immer stärker durch eine Informa
 tisierung gekennzeichnet, welche als eine wesentliche Komponente die digita
 le Simulation hat.\n\nDie Vorträge beleuchten das Thema der Tagung aus der 
 Sicht vieler Wissenschaftsdisziplinen. Vorträge aus den methodischen Diszip
 linen beschreiben die unterliegenden Methoden und diskutieren, wozu sie uns
  befähigen und wo ihre Grenzen liegen. Vorträge aus Wissenschaftsdiszipline
 n, die die neue Technologie intensiv verwenden, berichten über die benutzte
 n Methoden, die mit ihnen erzielten Resultate sowie ihre Möglichkeiten und 
 Grenzen. Reflektierende Vorträge stellen die Technologie in einen größeren 
 Zusammenhang. Wie ist sie entstanden? Auf welche Weise ergänzt sie die klas
 sischen Säulen der Wissenschaft – Theorie und Experiment? Wie suggestiv sin
 d die erzeugten Modelle und wie verändern sie die Sicht der Wissenschaftler
  auf die Welt? Wo liegen die Unterschied zwischen Modell und Wirklichkeit u
 nd welchen Risiken entstehen aus einer Verwechslung zwischen beiden?\n\nSpr
 echer\n\nAxel Börsch-Supan Martin Claußen Els GoetghebeurMartin GrötschelMi
 chael HeckerUlrich KonradSybille KrämerThomas LengauerStefan MüllerKlaus-Ro
 bert MüllerHeinz-Otto PeitgenErnst PöppelHanns RuderJoachim SauerWolf Singe
 rPeter SchusterWolfgang Wahlster\n\nDie Vorträge der Jahresversammlung 2009
  sind 2011 in den Nova Acta Leopoldina erschienen.\n\nPublikation\n\nComput
 ermodelle in der Wissenschaft – zwischen Analyse, Vorhersage und Suggestion
  NAL Bd. 110, Nr. 377 (2011)\n\nComputermodelle in der Wissenschaft Direktl
 ink zum ePaper\n\nKontakt\n\nProf. Dr. Thomas LengauerMax-Planck-Institut f
 ür InformatikCampus E1.466123 SaarbrückenTel. +49 681 9325 300Fax +49 681 9
 325 399E-Mail: lengauer@mpi-inf.mpg.de 
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