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SUMMARY:COVID-19 und die Geschichte der sozialwissenschaftlichen Katastroph
 enforschung
DESCRIPTION:Nicht nur die Lebens-, sondern auch die Sozialwissenschaften ha
 ben sich in den vergangenen Monaten mit der aktuellen COVID-19-Krise beschä
 ftigt. Cécile Stehrenberger zeigt in ihrem Vortrag auf welche Themen Forsch
 erinnen und Forscher in Deutschland, Chile und den USA in welchen Verfahren
  untersuchten, welche Forschungsergebnisse sie erzielten und wie diese komm
 uniziert wurden. Sie arbeitet heraus, welche Ähnlichkeiten, Unterschiede un
 d historische Verbindungen sowohl auf der Ebene der wissenschaftlichen Prak
 tiken als auch hinsichtlich der produzierten Erkenntnisse zwischen der COVI
 D-19-Sozialwissenschaft und der Katastrophenforschung des Kalten Krieges be
 stehen.\n\nSo werden Konzepte wie „Resilienz“ und „soziale Vulnerabilität“,
  die im Zusammenhang mit dem Coronavirus häufig aufgetaucht sind, auf Herku
 nftslinien in der „social science disaster research“ der 1950er bis 1980er 
 Jahre befragt. Deutlich werden auch Kontinuitäten: So wurden auch schon in 
 der Katastrophenforschung des 20. Jahrhunderts die Rolle sozialer Ungleichh
 eit untersucht. Krisen wurden zudem oft als Katalysatoren angesehen, die so
 ziale Prozesse unterbrechen und beschleunigen, oder auch als „Kontrastmitte
 l“, die normalerweise verborgene soziale Strukturen sichtbar machen. Umbrüc
 he finden sich dagegen, im Selbstverständnis von Wissenschaftlerinnen und W
 issenschaftlern, insbesondere hinsichtlich ihrer Rolle als Produzierende vo
 n praktischem Anwendungswissen und als öffentliche Expertinnen und Experten
 . Die Referentin erörtert sowohl den historischen Wandel, als auch die Pers
 istenz dessen, was wissenschaftlich überhaupt als „Katastrophe“ bzw. als „K
 rise“ erforscht worden ist.    Prof. Dr. Rainer Godel und Leopoldina-Mitgli
 ed Prof. Dr. Dieter Hoffmann laden Sie herzlich ein.\n\nKontakt\n\n Prof. D
 r. Rainer GodelLeiter des Zentrums für WissenschaftsforschungE-Mail:lzfw@le
 opoldina.orgTel.: 0345 / 47 239 -118\n\nWeitere Informationen\n\nZum Video
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