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SUMMARY:Das große Schmelzen – kleine Zellen, große Folgen
DESCRIPTION:In ihrem öffentlichen Leopoldina-Vortrag spricht Prof. Dr. Lian
 e G. Benning ML (Freie Universität Berlin und Deutsches GeoForschungs-Zentr
 um (GFZ) Potsdam) über ihre Forschungstätigkeit, die sie jedes Jahr nach Gr
 önland führt. In der Arktis untersucht sie Prozesse, die Auswirkungen auf d
 as Schmelzen des grönländischen Eisschildes und damit auch auf das globale 
 Klima haben. \n\nDer Klimawandel und die damit verbundene Erwärmung unseres
  Planeten – vor allem in der Arktis – hat schon lange die 1,5°C-Marke übers
 chritten. Diese verstärkte Erwärmung führt zu einem schnelleren Abschmelzen
  der Schnee- und Eismassen, insbesondere in Grönland. Dies trägt jährlich m
 ehrere Millimeter zum Anstieg des globalen Meeresspiegels bei. Die Anzahl d
 er Sommertage mit Oberflächentemperaturen über 0°C hat zugenommen, während 
 gleichzeitig die Oberflächen-Albedo - die Menge des in den Weltraum zurückg
 eworfenen Lichtes – in den letzten Jahrzehnten drastisch gesunken ist. Dies
  bewirkt eine zunehmende „Verdunkelung“ der Oberflächen, welche auf erhöhte
 n Wassergehalt und lichtabsorbierende Partikel (LAP) auf den Schnee- und Ei
 soberflächen zurückzuführen ist.\n\nDie LAP bestehen aus lebenden Mikroben 
 - in erster Linie Algen - Mineralstaub, anthropogenen fossilen Brennstoffen
  und durch Waldbrände entstandenem Ruß. Obwohl Studien in den letzten Jahre
 n gezeigt haben, dass Algen eine wichtige Rolle bei dieser „Verdunkelung“ s
 pielen, wurden bisher in globalen Klimamodellen die Beiträge von Algen und 
 Mineralstaub nicht berücksichtigt. Insbesondere Algen spielen aber eine gru
 ndlegende Rolle, da sie als Reaktion auf eine hohe UV-Belastung rote bis du
 nkel-violette Pigmente produzieren, welche die Albedo der Schnee- und Eisob
 erflächen lokal bis zu 25 % reduzieren und das Schmelzen des grönländischen
  Eisschildes beschleunigen.\n\nBenning untersucht, wodurch die Blüten solch
 er Mikroalgen getriggert werden und welche geochemischen, mineralogischen u
 nd mikrobiologischen Parameter die biochemischen Prozesse, die Vielfalt und
  die metabolischen Funktionen dieser Algenblüten kontrollieren. In ihrer Ar
 beit verknüpft Benning Oberflächen-, Luft- und Satellitendaten miteinander,
  um die Rolle von Mineral-Mikroben-Grenzflächenreaktionen bei der Gestaltun
 g großräumiger Prozesse im grönländischen Eisschild zu bestimmen und zu hel
 fen, die globale Schmelze und den Anstieg des Meeresspiegels als Parameter 
 für Klimamodelle zu definieren.\n\nML = Mitglied der Leopoldina\n\nWeiterfü
 hrende Informationen\n\nDer Leopoldina-Vortrag von Prof. Dr. Liane G. Benni
 ng ML findet im Rahmen der 133. Versammlung der Gesellschaft Deutscher Natu
 rforscher und Ärzte (GDNÄ) statt. Unter dem Titel „Wissenschaft für unser L
 eben von morgen“ lädt die GDNÄ vom 12. bis 15. September an die Universität
  Potsdam ein.  Weiterführende Informationen zu Programm und Anmeldung für d
 ie Versammlung erhalten Sie über die GDNÄ-Webseite.\n\nKontakt\n\nAbteilung
  Presse- und Öffentlichkeitsarbeit E-Mail: presse@leopoldina.org
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