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SUMMARY:Das ökonomische Menschenbild
DESCRIPTION:Da Wissenschaft immer auch eine Erzählung über Menschen ist, we
 rden in nahezu allen ihren Bereichen implizit oder explizit Bilder vom Mens
 chen entworfen. Diese Bilder entfalten eine verhaltenssteuernde Wirkung, si
 e werden zu Grundlagen des Denkens und des politischen Handelns. Das kritis
 che Nachdenken über diese Bilder steht im Mittelpunkt der Veranstaltungen.\
 n\nDas ökonomische Menschenbild, der „Homo Oeconomicus“, ist einerseits sei
 t dem grundlegenden Werk von Adam Smith ein viel verwendetes Analyseinstrum
 ent der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Andererseits steht es seit l
 ängerem – und in jüngster Zeit verstärkt – in der Kritik. In dieser Situati
 on käme es zunächst darauf an aufzuzeigen, wer dieser merkwürdige Mensch ei
 gentlich ist, das heißt, welches die wesentlichen Grundannahmen sind.\n\nDa
 bei geht es um zwei zentrale Fragestellungen:\n\n 	Was leistet dieser Ansat
 z für die Erklärung der Welt? 	Was ergeben sich daraus für normative Frages
 tellungen? \n\nDiese Fragen sollen im Austausch mit anderen Sozialwissensch
 aften geschehen. In diesen wird der ökonomische Ansatz, der „Rational Choic
 e Approach“, seit vielen Jahren, wenn auch mit unterschiedlichem Gewicht ve
 rtreten. Im Rahmen des Workshops wird jeweils ein Vertreter der „anderen“ W
 issenschaft seine Einschätzung der Bedeutung des ökonomischen Verhaltensmod
 ells für seine Wissenschaft herausarbeiten. Diese wird dann von einem Vertr
 eter des ökonomischen Ansatzes kommentiert. Es soll dabei weniger um die da
 hinter liegende „Philosophie“ gehen, als um Probleme und Konsequenzen bei d
 er Anwendung dieses Ansatzes in den verschiedenen (Real-)Wissenschaften.\n\
 nDie Veranstaltung wird vorbereitet von Prof. Dr. Gebhard Kirchgässner ML.\
 n\nProf. Gebhard Kirchgässner ML studierte Volkswirtschaftslehre, Politikwi
 ssenschaft und Statistik an der Universität Konstanz, wo er im Jahr 1976 pr
 omovierte. Ab 1977 war er Oberassistent am Institut für Wirtschaftsforschun
 g der ETH Zürich (Schweiz). Nach der Habilitation für Volkswirtschaftslehre
  und Ökonometrie übernahm er im Jahr 1984 den Lehrstuhl für Finanzwissensch
 aft an der Universität Osnabrück. 1992 wechselte er als Ordinarius für Volk
 swirtschaftslehre und Ökonometrie sowie als Direktor des Schweizerischen In
 stituts für Außenwirtschaft und Angewandte Wirtschaftsforschung an die Univ
 ersität St. Gallen (Schweiz), wo er 2013 emeritiert wurde. Seit September 2
 013 ist er Fellow am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Im Jahr 2011 verlieh ih
 m die Universität Fribourg (Schweiz) die Ehrendoktorwürde. Von 2003 bis 200
 7 war er Präsident der Kommission für Konjunkturfragen des Schweizerischen 
 Bundesrats. Seine Forschungsgebiete umfassen: Politische Ökonomie, Wirtscha
 fts- und Finanzpolitik, Angewandte Ökonometrie sowie Methodische Grundlagen
  der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Er ist Autor des grundlegenden 
 Buchs „Homo Oeconomicus“ über das ökonomische Verhaltensmodell.\n\nML = Mit
 glied der Leopoldina\n\nKontakt und Anmeldung\n\nDie Veranstaltung steht al
 len Interessierten offen, die Teilnahme ist kostenlos. Bitte melden Sie sic
 h zur Teilnahme bis zum 5. Mai 2014 an unter vera.kempa@wiko-berlin.de Kont
 aktBarbara DöhlaNationale Akademie der Wissenschaften LeopoldinaTel. 0345 -
  47239 - 870barbara.doehla@leopoldina.org
LOCATION:Berlin
DTSTAMP:20251112T170935Z
DTSTART:20140507T220000Z
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