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SUMMARY:Das Rätsel der menschlichen Besonderheit - Betrachtungen nach Darwi
 n
DESCRIPTION:Monatssitzung der Leopoldinain der Aula des Löwengebäudes der U
 niversität Halle-WittenbergWas unterscheidet die Menschen von ihren näheren
  und ferneren tierischen Verwandten? Worin liegt das Humanspezifikum? Die L
 ebenswissenschaften haben uns in den letzten Jahrzehnten gezeigt, dass sämt
 liche Faktoren, die man dafür traditionell angeführt oder neuerdings aufzub
 ieten versucht hat (Rationalität, Sprache, Spieltrieb, Verstehen von Artgen
 ossen etc.), sich zumindest ansatzweise schon vor dem Menschen im Tierreich
  finden. Sie taugen somit nicht, um die Spezifität des Menschen zu begründe
 n. Von Darwin her gesehen, ist das keine Überraschung, denn Darwin hatte ei
 ne starke Kontinuität zwischen tierischer und menschlicher Verfasstheit ver
 treten, die allenfalls graduelle, aber keine prinzipiellen Unterschiede erl
 aubt.Auf der anderen Seite ist es aber evident, dass wir Menschen reichlich
  besondere Wesen sind - kein anderes Lebewesen ist so sehr über die Erde ve
 rbreitet, surft im Internet oder betreibt Weltraumfahrt. Die Besonderheit d
 es Menschen ist nicht zu leugnen. Sie verlangt jedoch heute (nach Darwin) e
 ine ganz andere Erklärung als früher: eine nicht supranaturalistische, sond
 ern naturalistische, eine bottom-up-, nicht top-down-Erklärung.Wie kann ein
 e solche Erklärung vom heutigen Wissensstand aus gegeben werden? Inwiefern 
 würde sie – anders als die Freudsche Kränkungs-Rhetorik – zu einem von Grun
 d auf positiven Verständnis unserer evolutionären Herkunft und Erbschaft fü
 hren?
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